Die Erprobungsstufe

Organisatorisches

In der Sekundarstufe I bilden die Klassen 5 und 6 eine besondere pädagogische Einheit: die Erprobungsstufe. Anknüpfend an die Lernerfahrungen der Kinder in der Grundschule führen die Lehrerinnen und Lehrer die Kinder in diesen zwei Jahren an die Unterrichtsmethoden und Lernangebote des Gymnasiums heran. Sie beobachten und fördern die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten die Entscheidung über die Eignung für die gewählte Schulform sicherer zu machen.

Innerhalb der Erprobungsstufe gehen die Schülerinnen und Schüler ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 über. Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz mit der Versetzung der Schülerinnen und Schüler in die Klasse 7 auch über deren Eignung für den weiteren Besuch des Gymnasiums. Stellt die Versetzungskonferenz gegen Ende der Erprobungsstufe fest, dass die Schulform gewechselt werden sollte, so wird den Erziehungsberechtigten eine entsprechende Empfehlung spätestens sechs Wochen vor Schuljahresende schriftlich mitgeteilt und gleichzeitig ein Beratungstermin angeboten. Auf Antrag der Eltern ist auch ein früherer Wechsel möglich, wenn dies im Interesse des Kindes geboten erscheint.

Die Schulleitung unterstützt die Eltern beim Wechsel des Kindes in die empfohlene Schulform. (Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW 2010)

 

Um den neuen Schülerinnen und Schülern den Übergang zum Gymnasium zu erleichtern, steht das Kennenlernen in den ersten Wochen im Vordergrund. Naturgemäß fühlen sich einige Kinder vom ersten Tag an sehr wohl in der neuen Schule, andere reagieren ängstlich und wieder andere müssen erst einmal ihr Territorium abstecken. Dass es dabei durchaus zu Konflikten kommt, ist wichtig und eine entscheidende Erfahrung in den ersten Wochen. Hier sind Sensibilität und Kreativität aller Lehrkräfte gefordert, um allen Kindern gerecht zu werden. Dafür sind unsere Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer aus- und fortgebildet worden.

Als Eltern werden Sie bereits in den ersten Wochen auf Elternabenden mit unseren Fördermaßnahmen und unseren pädagogischen Vorstellungen vertraut gemacht. Unser wichtigstes Ziel ist es, jedes einzelne Kind so zu fördern, dass es mit Freude, Zuversicht und Kompetenz an neue Aufgaben herangeht und dass es sich in seiner Schule wohl fühlt.

 

In den Klassen 5 und 6 wird der Unterricht mit 30 Wochenstunden ohne verpflichtenden Nachmittagsunterricht erteilt. Hierdurch können Schülerinnen und Schüler die zahlreichen Nachmittagsangebote freiwillig besuchen und bis 15.00 Uhr auf Wunsch betreut werden. In den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Sport, IT-Grundbildung und in der dritten Fremdsprache richten wir zusätzliche Ergänzungsstunden ein, in denen die Schülerinnen und Schüler in einer Wochenstunde nach Neigungen oder Stärken unterrichtet werden. Zudem bieten wir im Nachmittagsbereich zahlreiche Ergänzungsstunden für Lerntutorien an, die individuell oder in Kleingruppen für einen Lernzuwachs genutzt werden.

Die Schule arbeitet mit einem flexiblen Doppelstundenprinzip. Für die Schülerinnen und Schüler wird nicht nur die Schultasche leichter, sie haben auch weniger Fächer an einem Tag und können intensiver arbeiten.

 

1./2. Std.      08.00 – 09.30
                    15-Minuten-Pause
3./4. Std.      09.45 – 11.15
                    25-Minuten-Pause
5. Std.          11.40 – 12.25
                    5-Minuten-Pause
6. Std.          12.30 – 13.15
                    60-Minuten-Pause
8./9. Std.      14.15 – 15.45
                  

 


Die Konzentration auf wenige Stunden an einem Vormittag hat dazu geführt, dass die Schule ein Hausaufgabenkonzept verabschiedet hat. 

U.a. ist dort festgelegt ist, dass alle Hausaufgaben aus dem Unterricht erwachsen und wieder zu ihm zurückführen und dass Hausaufgaben in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig, d. h. ohne fremde Hilfe, in angemessener Zeit gelöst werden sollen.

Für den Umfang der Hausaufgaben ist Folgendes zu beachten:

Hausaufgaben werden regelmäßig überprüft und für die weitere Arbeit im Unterricht ausgewertet. Sie werden in der Regel nicht zensiert, sollten jedoch unter pädagogischen Aspekten Anerkennung finden.

 

 

Während der 3. großen Pause bieten wir ein sogenanntes ‚Übermittagsangebot‘ an, in denen die Kinder in der Mensa essen, in den Turnhallen der beiden Staberger Gymnasien, auf dem Schulhof, in der Pausenhalle oder in der Spiele-Ecke spielen sowie in der Schülerbücherei lesen oder auf dem Schulgelände entspannen können. Im Mittelpunkt des Angebots stehen die Angebote unserer Sporthelferinnen und Sporthelfer, die in den beiden Turnhallen und bei schönem Wetter auf den Schulhöfen Sportangebote für eine ‚Bewegte Pause‘ anbieten. Bei den Sporthelferinnen und Sporthelfern handelt es sich um ausgebildete Schülerinnen und Schüler von der 8. bis zur 12. Klasse. Dieses Angebot findet in der Regel auch in der 2. Pause statt. Darüber hinaus finden zahlreiche Sport-Arbeitsgemeinschaften während der 3. großen Pause statt.

Die Cafeteria wird von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus der Elternschaft betrieben. Sie ist von 09.00 – 11.40 Uhr geöffnet. Seit 2011 steht den beiden Staberger Gymnasien auf dem gemeinsamen Schulhof eine großzügige Pausenhalle mit einer Mensa und einem Oberstufenzentrum zur Verfügung, die von 7.00 Uhr bis 15.00 Uhr geöffnet ist.

Im Lern- und Arbeitszentrum können die Schülerinnen und Schüler bis 15.00 Uhr arbeiten. Ihnen stehen Laptops, Internetanschlüsse, die Schülerbücherei, Handapparate einzelner Fächer sowie zahlreiche fachspezifische Fördermaterialien zur Verfügung.
Ab der 7. Stunde finden u.a. hier Förderangebote statt. Fahrschülerinnen und Fahrschüler können sich vor und nach dem Unterricht in der Staberger Pausenhalle aufhalten, wenn fahrplanbedingte Wartezeiten entstehen.