Das Geschwister-Scholl-Gymnasium

Schullaufbahn

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium umfasst die Klassen 5 bis Qualifikationsphase II (Jgst. 12), dauert in der Regel also acht Schuljahre. Das Abitur nach zwölf Jahren ist nur an Gymnasien möglich. Schüler/-innen des Gymnasiums treten nach Klasse 9, Schüler/-innen anderer Schulformen in der Regel nach Klasse 10 in die dreijährige Oberstufe ein. Diese müssen am Gymnasium dann das 10. Schuljahr wiederholen.

Ziel des Gymnasiums ist die Allgemeine Hochschulreife, die mit dem Abitur am Ende der Qualifikationsphase II (Jgst. 12) erworben wird. Die Allgemeine Hochschulreife berechtigt zur Aufnahme eines Studiums, eröffnet zugleich aber auch den Weg in eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschulen.

Unsere zentrale Aufgabe ist eine breite fachliche und methodische sowie fächerübergreifende Bildung. Sie zeichnet sich durch grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie eine zuversichtliche Lerneinstellung aus, mit Hilfe derer unsere Schüler/-innen zu abstrahierendem, analysierendem und kritischem Denken sowie vernunftgeleitetem Urteilen und Handeln befähigt werden sollen.

Es ist unser Bildungs- und Erziehungsauftrag, junge Menschen zu befähigen, sich mit den komplexen Fragestellungen unserer Gesellschaft verantwortlich auseinanderzusetzen. Dafür befähigen wir sie, sich als lebendige Gestalter unseres Gemeinwesens zu begreifen, die etwas zu sagen haben, etwas sagen wollen und etwas sagen können.

Von Beginn an fördern wir die sozialen Kompetenzen der Kinder und führen unsere Schülerinnen und Schüler schrittweise an verantwortungsvolle Aufgaben in der Gemeinschaft heran. Durch vielfältige Gruppen-, Klassen- und Jahrgangsaktivitäten wachsen sie in unsere Schulgemeinschaft hinein. Ihnen stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, sich als Sporthelfer/-innen, Klassenpatinnen und Klassenpaten, Coaches, Lernberater/-innen oder Leiter/-innen von Arbeitsgemeinschaften zu betätigen und so neue Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen zu gewinnen.

Jedes einzelne Kind wird so unterstützt, dass es mit Freude, Zuversicht und fachlicher Kompetenz die Ziele der Schule erfüllen kann. Dies sichern wir in erster Linie durch einen guten Unterricht in allen Fächern, der motivierend ist und zu Anstrengungsbereitschaft führt.

Zusätzlich zu den Kernstunden hat die Schule zehn Ergänzungsstunden eingerichtet, die auf die Fächer Sport, Informationstechnologische Grundbildung, Französisch, Latein, die dritte Fremdsprache und eine zusätzliche Stunde in einem Unterrichtsfach der Klassenlehrkraft in Klasse 5 verteilt sind.

Unsere Fördermodule im Nachmittagsbereich umfassen u. a.

Es ist uns wichtig, dass unsere Kinder nach der Schule entspannt nach Hause gehen und sich auf den nächsten Tag freuen können. Wir sind stolz darauf, dass unsere „Sitzenbleiberquote“ unter 1% liegt.

Der Unterricht selbst wird im Pflicht- und Wahlbereich in folgenden Fächern bzw. Lernbereichen erteilt:

In der Sekundarstufe I  bilden die Klassen 5 und 6 eine besondere pädagogische Einheit - die Erprobungsstufe -, in der es keine Versetzung von Klasse 5 nach Klasse 6 gibt.

In der Erprobungsstufe werden die Kinder allmählich – insbesondere durch das systematische Einüben von Lern- und Arbeitstechniken – an die besonderen Unterrichtsmethoden, Arbeitsweisen und Lerninhalte des Gymnasiums herangeführt. Gemäß der Entwicklungsmerkmale der Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Jahrgängen schreitet der Unterricht dabei in Klasse 5 von zunächst eher spielerischen zu zunehmend wissenschaftsorientierten Lehr- und Lernverfahren voran.

Für diesen Prozess ist ein kontinuierlicher, möglichst störungsfreier Verlauf über einen längeren Zeitraum hinweg erforderlich. Darum fällt die endgültige Entscheidung über den Verbleib am Gymnasium in der Regel erst am Ende der Erprobungsstufenzeit, d.h. nach Klasse 6. Sollten sich dennoch im Einzelfall massive Zweifel an der Eignung des Kindes ergeben, die durch die an unserem Gymnasium zur Verfügung stehenden Fördermittel nicht ausgeräumt werden können, so werden Sie als Erziehungsberechtigte frühzeitig über bessere Fördermöglichkeiten an einer anderen Schulform beraten.

In der Klasse 6 setzt die 2. Fremdsprache ein. Für ein vollwertiges Abitur werden in der Bundesrepublik Deutschland zwei Fremdsprachen verlangt.

Zur besonderen Förderung der Stärken des Einzelnen, des Gemeinschaftsgefühls sowie zur Steigerung des Selbstvertrauens und der Lernmotivation laden während der gesamten Schullaufbahn zahlreiche Arbeitsgemeinschaften sowie Projektstunden, Exkursionen, Projektwochen, Fahrten wie Austausche, Sprach- und Kulturreisen (England, Italien, Spanien, Griechenland), Projektfahrten und Auslandsaufenthalte zur Teilnahme ein.

Im Wahlpflichtbereich ab Klasse 8 bieten wir verschiedene Fächer sowie Fächerkombinationen an, die unterschiedlichen Begabungsrichtungen entgegenkommen (Mathematik/Informatik, Physik/Technik, Biologie/Chemie, Biologie/Sport, Geschichte/Politik, Italienisch als 3. Fremdsprache, Arbeitssprache Französisch, Kunst).

In Zeiten zunehmender Globalisierung kommt der dritten Fremdsprache eine besondere Bedeutung zu, so dass unter den Angeboten immer mindestens eine Fremdsprache zu finden ist. Einen besonderen Stellenwert nimmt auch das fächerübergreifende Lernen ein. Der Differenzierungsbereich bietet die Möglichkeit, durch abgestimmte Kombinationen vertiefte Kenntnisse und methodische Fertigkeiten zu erwerben, indem durch Experiment und Anwendung Fachmethoden und ihr Zusammenspiel bewusster erfahren werden als dies im Pflichtbereich möglich ist. Die methodische Ausrichtung des fächerübergreifenden Unterrichts leistet einen besonderen Beitrag zur Vorbereitung auf die Oberstufe.

Die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe wird mit der Versetzung in die Einführungsphase (Jgst. 10) erworben, der  Mittlere Schulabschluss wird am Gymnasium mit der Versetzung in die Qualifikationsphase Q1 (Jgst. 11) erworben. Voraussetzung für den Erwerb sind ausreichende und bessere Leistungen in allen Fächern.

Die gymnasiale Oberstufe setzt den Bildungsgang der Klassen 5 - 9 fort und führt die Schülerinnen und Schüler in einem dreijährigen Bildungsgang (Einführungsphase/10, Qualifikationsphase I/11, Qualifikationsphase II/12) zur allgemeinen Hochschulreife, die mit bestandener Abiturprüfung erworben wird. Neben den traditionellen Fächern können die Schülerinnen und Schüler weitere Fächer wie z.B. Sozialwissenschaften, Pädagogik, Philosophie oder Spanisch wählen.
Die Unterrichtsfächer in der gymnasialen Oberstufe sind drei Aufgabenfeldern zugeordnet: dem sprachlich-literarisch-künstlerischen, dem gesellschaftswissenschaftlichen und dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld. Hinzu treten Religion oder Philosophie und Sport.

Das Ziel gymnasialer Ausbildung ist die allgemeine Studierfähigkeit. Sie bestimmt das Anspruchsniveau der Aufgabenfelder.
Ein breit gefächertes Kursangebot innerhalb der Aufgabenfelder bietet den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zur individuellen Schwerpunktsetzung. Schulleitung, Oberstufenkoordinatorin und Jahrgangsstufenleiter/-innen stehen den Schüler/-innen beratend zur Seite und betreuen die einzelnen Schullaufbahnen.