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Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Ministerin Barbara Sommer zeichnen 22 Schulen mit dem "Gütesiegel Individuelle Förderung" aus

  

Pressemitteilung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 03.02.2007

  

22 Schulen aus Nordrhein-Westfalen sind heute von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Schulministerin Barbara Sommer auf dem ersten bildungspolitischen Symposium in Essen mit dem "Gütesiegel Individuelle Förderung" ausgezeichnet worden. Rüttgers stellte in seiner Rede die Bedeutung des Gütesiegels heraus: "Die Verleihung eines solchen Gütesiegels ist einmalig in Deutschland. Darauf können wir stolz sein." Schulministerin Barbara Sommer dankte den Schulen für ihren engagierten Einsatz: "Diese Schulen haben sich bereits in vorbildlicher Weise auf den Weg gemacht und können mit ihrem Konzept anderen Orientierung geben."

Der Ministerpräsident bezeichnete die individuelle Förderung als "zentrale Leitidee des neuen Schulgesetzes". Ziel sei es, sowohl schwache Schüler rechtzeitig zu fördern als auch besonders begabte Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Mit zusätzlichen Lehrerstellen und der neuen Eigenverantwortung der Schulen sei der notwendige Rahmen für die individuelle Förderung geschaffen worden: "Eine Voraussetzung für eine bessere Förderung ist, dass ausreichend Lehrer da sind." Rüttgers verwies zudem auf die vorschulischen Sprachtests für alle Vierjährigen, mit denen die individuelle Förderung schon vor der Schule beginne. "Wenn elementare Sprachkenntnisse fehlen, werden die Kinder entsprechend gefördert."

Die individuelle Förderung steht im Mittelpunkt des "1. bildungspolitischen Symposiums" in der Messe Essen. Mehr als 900 Lehrerinnen und Lehrer diskutieren mit Wissenschaftlern und Fachleuten über eine sinnvolle Umsetzung an den Schulen vor Ort. "Das Symposium bietet Lehrkräften praktische Hilfestellungen und Anregungen, die verschiedenen Begabungen und Talente ihrer Schülerinnen und Schüler noch besser zu erkennen und zu fördern bzw. Lernschwierigkeiten auszugleichen", so Ministerin Sommer.

Als Gäste beim Essener Symposium, das von den Gemeindeunfallversicherungsverbänden Rheinland und Westfalen sowie dem RWE finanziell unterstützt wird, diskutieren unter anderem der Bildungsforscher und PISA-Koordinator Prof. Dr. Andreas Schleicher, Rainer Domisch vom finnischen Zentralamt für Unterrichtswesen und Prof. Dr. Wilfried Bos vom Institut für Schulentwicklungsforschung in Dortmund mit den Teilnehmern. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer bildungspolitischen Grundsatzrede von Ministerpräsident Rüttgers. Das erste Symposium in Essen ist der Auftakt zu einer Reihe weiterer Veranstaltungen, die jeweils zentrale bildungspolitische Themen behandeln und eine praktische Umsetzung an den Schulen in den Blickpunkt nehmen.