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Das Drehtürmodell

Die Idee des Drehtürmodells ist auf Renzulli zurückzuführen, der in den 80er Jahren ein didaktisches Konzept für Begabtenförderung entwickelte. Das Drehtürmodell ist ein Förderprogramm für begabte Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel, ihr Interesse, ihre Kreativität und ihre Motivation durch eine flexible Unterrichtsorganisation zu unterstützen und unterschiedliche Begabungen zu entfalten.

Wie wird das Drehtürmodell an unserer Schule umgesetzt?

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern drei Möglichkeiten des Drehtürmodells:

1.      Die betroffenen Schülerinnen und Schüler verlassen nach Absprache mit den Fachlehrkräften zu festgelegten Zeiten den regulären Unterricht, um selbstständig an einer Thematik zu arbeiten. Arbeitsziel, Ort und Dauer werden mit der Lehrkraft abgesprochen und der Arbeitsverlauf wird von den Schülerinnen und Schüler protokolliert.

2.      Schülerinnen und Schüler nutzen spezielle Förderangebote der Schule - etwa innerhalb der Sonderpädagogischen Begabtengruppe oder des Lese-Rechtschreibtrainings.

3.      Schülerinnen und Schülern besuchen Unterrichtsstunden in mehreren Schulstufen. Die Schülerin bzw. der Schüler bleibt in der Stammklasse, kann aber in ausgewählten Stunden am Unterricht einer höheren Klasse teilnehmen oder, um gezielt Defizite aufzuarbeiten, den Unterricht einer tieferen Klasse besuchen.

In jedem Fall entsteht für einen begrenzten Zeitraum ein individueller Stundenplan, der sich an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler orientiert.

Für die Zeit, in der die Schülerinnen und Schüler nicht am regulären Unterricht teilnehmen, treffen sie mit ihren Fachlehrerinnen und Fachlehrern verbindliche Absprachen, wie der versäumte Unterricht nachgeholt werden soll. Zudem können zusätzliche Leistungen eingefordert werden. Schülerinnen und Schüler, die an selbstständigen Projekten arbeiten, machen die Inhalte ihrer Arbeit auch für den Unterricht innerhalb der Stammklasse nutzbar.

Wann wird das Drehtürmodell eingesetzt?

Das Drehtürmodell, das Schülerinnen und Schülern selbstständiges Arbeiten ermöglicht, bewährt sich im Schulalltag hervorragend in der Begabtenförderung.

Darüber hinaus gestattet es auch im Vormittagsbereich konkrete und individuelle Fördermaßnahmen zur Verringerung von Lernschwierigkeiten - also zu Unterrichtszeiten, in denen die Lernenden oft noch aufnahmefähiger sind als im Nachmittagsbereich.

Besonders bewährt hat sich das Drehtürmodell für das sukzessive Springen, da die betroffenen Schülerinnen und Schüler vor dem Verlassen ihrer Stammklasse in Ruhe erproben können, ob für sie eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht einer höheren Klasse möglich ist.

Verfahren Drehtürmodell und Vorversetzung am GSG