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Lern- und Förderpläne

Förderpläne werden sowohl im Stärken- als auch im Defizitbereich angewendet.

Lern- und Förderpläne zur Förderung von Stärken

Zeigen Schülerinnen oder Schüler besondere Stärken in einem Fach oder in außerunterrichtlichen Bereichen, so wenden sie sich bzw. ihre Eltern an die jeweilige Fachlehrkraft, die Ansprechlehrkraft für Begabtenförderung oder an die Schulleitung, um über individuelle Fördermöglichkeiten im und außerhalb des Unterrichts beraten zu werden. In einem gemeinsam erstellten Förderplan werden Ziel, Maßnahme und Zeitplan stichpunktartig notiert.

In der Regel geht es bei stärkenorientierten Förderplänen um eine individuelle Beratung über Unterrichtsprojekte, Wettbewerbe, Arbeitsgemeinschaften, Förderung durch außerschulische Partner (u.a. Kultureinrichtungen, Unternehmen, Universitäten) sowie allgemein um Enrichment- und Akzelerationsmöglichkeiten.

Mit Abschluss der Fördermaßnahme erfolgt eine Evaluation.

Enrichment- und Akzelerationsmöglichkeiten

Lern- und Förderpläne zur Bearbeitung von Defiziten

Schülerinnen und Schüler, die fachliche oder fachübergreifende Defizite haben, erhalten zunächst mit den Halbjahreszeugnissen die gesetzlich vorgesehenen verbindlichen Lern- und Förderempfehlungen.

Bedarf es darüber hinaus jedoch noch weiterer Förderung, können Schülerinnen und Schüler in Absprache mit der Fach-, Klassen- oder Betreuungslehrkraft einen Lern- und Förderplan erhalten.

Ein Lern- und Förderplan enthält eine detaillierte fachliche Anleitung zum selbstständigen Abbau von Defiziten.

Der erste Schritt zur Erstellung eines solchen Lern- und Förderplans ist die Diagnose der Defizite, die in der Regel auf der Basis aller zu beobachtenden Leistungen einer Schülerin bzw. eines Schülers erfolgt.

In einem zweiten Schritt erhält die Schülerin bzw. der Schüler Gelegenheit, ihre bzw. seine Defizite ausführlich mit der Fach-, Klassen- oder Betreuungslehrkraft zu besprechen.

Auf der Grundlage der fachlichen Diagnose und dieses Beratungsgesprächs wird als dritter Schritt ein Lern- und Förderplan erstellt, in dem genau aufgelistet ist, welche Übungen, Lerntechniken oder Materialien in welcher Abfolge und in welchem Zeitraum zu bearbeiten sind.

In seltenen Fällen werden Förderpläne oder Verträge umfangreicherer Art erstellt. Dies kann dann der Fall sein, wenn sich Lern- oder Entwicklungsschwierigkeiten in mehreren Fächern so massiv zeigen, dass die Versetzung, der Abschluss oder auch das seelische Gleichgewicht eines Kindes stark gefährdet sind. Die Koordination einer hierfür nötigen Förderplankonferenz übernimmt in der Regel die Klassenlehrkraft. Sie stellt auch sicher, dass im Vorfeld ausreichend Gespräche mit der Schülerin bzw. dem Schüler, den Erziehungsberechtigten, den betreuenden Lehrkräften und  ggf. außerschulischen Einrichtungen geführt worden sind. Ebenso wird die Klassenlehrkraft die Nachhaltigkeit des Förderplans beobachten und evaluieren.  

Beispiel für einen fachübergreifenden Lern- und Förderplan zum Defizit-Abbau

Beispiel für einen fachspezifischen Lern- und Förderplan zum Defizit-Abbau