Zurück
Abiturjahrgang 1977
Dem Jahrgang 1977 geht übrigens der Ruf voraus, den damals besten Notendurchschnitt beim Abi und das schlechteste Benehmen zu haben. Wochenlang veröffentlichte die Lokalpresse Leserbriefe über die Abiturientia. 

Die Schottland-Fahrt

Nach einem Ausflug nach Schottland bildete sich eine Gruppe, die sich auch außerhalb der Schule eine Zeitlang traf,  sogar mit den Lehrern. Gelegentlich hingen Zettel herum mit dem Hinweis: Die Schottlandfahrer treffen sich...

Es wäre schön, wenn sich die ehemaligen Schottlandfahrer bei uns melden könnten unter gsg@gsg-mk.de, um eine neue  Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

 

Abi-Jahrgang 1977 erinnerte sich an spektakuläre Streiche

WR vom 18.11.2002 

(bn) Zottelige Haare, Schlag- hosen und coole Sprüche: sie gehörten zu der ganz wilden Sorte, damals, als sie 1977 am Staberg ihr Abitur machten - jedenfalls glaubte man das. Nach 25 Jahren trafen sie sich nun wieder, am Samstag bei einem großen Wiedersehen im Mercure-Hotel an der Parkstraße. Und alle waren ganz normal.

Ganz normal? Nun ja, nicht ganz. Denn immer noch saß bei einigen der alte Schalk im Nacken - wie bei demjenigen, der bei Lehrern deshalb gefürchtet war, weil er zwar nur sporadisch, dafür aber um so energischer auftrat. Tatsächlich ist der 77er-Jahrgang mit seinen 181 Schülern vielen Lehrern in Erinnerung geblieben - nicht ohne Grund.

"Zumindest für unsere damalige Schulleiterin Grete Schulze müssen wir eine Katastrophe gewesen sein", berichtete Ines Eckmann-Weduwen, Mitorganisatorin des Treffens.

"Zur Abi-Fete hatten wir einen großen Misthaufen vor die Tür des Scholl-Gymnsiums gekippt. Und als dann noch Frau Schulze ihr Auto vollständig in Klopapier eingewickelt wiederfand, war der Ofen aus."

In der Tat geriet damals die Abi-Feier der Zepp- und Scholl-Abgänger fast aus den Fugen. Die üblichen Lobhudeleien bei der Zeugnisübergabe blieben aus, und überhaupt sollte so ziemlich alles aus dem Ruder laufen. Nach den Ereignissen am Staberg titelte die Lokalpresse: "Terroranschläge oder spontane Streiche?" Eine Welle der Entrüstung wurde losgetreten - wochenlang war der 77er- Jahrgang Inhalt zahlreicher Leserbriefe. Eckmann-Weduwen: "Unser Abi fiel ja genau in die Hochzeit der RAF. Wahrscheinlich war man deshalb so verunsichert."

Friedrich-Wilhelm Giedinghagen, damals schon Wetter-Experte am Zepp und Mathe-Leistungskurs-Lehrer der "77er", fand das alles nicht so schlimm. "Bei denen war wenigstens was los", sagte er. Ganz besonders lustig fand er den bunt bemalten Abi-Gummibaum an seiner Wetterstation. "Ich hab mir um die Pflanze mehr Sorgen gemacht als um die Zukunft meiner Schüler. Die waren nämlich gut, die ,77er, verdammt gut."