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Der ökumenische Einschulungs-Gottesdienst am 1. Schultag 

Etwa 300 Schüler, Eltern und Lehrer kamen am ersten Schultag zu einem Begrüßungsgottes- dienst in die evangelische Erlöserkirche, um die Fünftklässler an ihrer neuen Schule willkommen zu heißen.  

Nach einem Grußwort von Pastor Hellwig an die große versammelte Gemeinde gingen Sechst- klässler an den Altar, um ihre neuen Mitschüler auf den neuen Lebensabschnitt anzusprechen. Sie taten dies mit einem Rückblick auf ihre eigene Situation und ihre Aufregung ein Jahr zuvor, die ihnen noch sehr gut in Erinnerung waren. Die neuen Schülerinnen und Schüler spürten, dass sie von nun an Teil der Schule sein würden. Frau Heinz spielte dann auf der Querflöte einen Willkommensgruß  „Unser Leben sei ein Fest“.

In der Botschaft des Bibelwortes über Talente (Mt 25) ermunterten die beiden Geistlichen die Kinder, fest davon ausgehen zu können, dass Gott allen Menschen Begabungen gegeben hat. Jeder könne für sich selbst überlegen, welche (auch verborgenen) Talente in ihm bzw. ihr schlummern würden. In einer kindgerechten Ansprache vermittelte Pastor Hellwig den Zuhörern, dass jeder nur ein wenig überlegen müsste, bis er wüsste, mit welchen Gaben er bzw. sie aus- gestattet sei. Ein großes, eingepacktes Geschenk symbolisierte auf anschauliche Weise, was gemeint war.

Höhepunkt des Gottesdienstes war die Segnung der einzelnen Kinder, die namentlich angenom- men, dann nach ihren Wünschen gefragt wurden und eine segnende Hand aufgelegt bekamen, während die Gemeinde dazu passende Lieder sang.

Die von den Sechstklässlern vorgetragenen Fürbitten schlossen alle mit ein, die an jenem Tag in ein neues Schuljahr gingen, insbesondere auch frühere Klassenkameraden, die nicht an dieser Schulform anfingen, die man also nach vier gemeinsamen Grundschuljahren nicht mehr regel- mäßig sehen würde.

Nach dem Schlusssegen wurde eine fröhliche Gemeinde entlassen. Selten waren die Lieder so froh und klangvoll in der Kirche von neuen Schülern angestimmt worden. In diesem Sommer waren auch viele Großeltern bei der Einschulung zugegen, die offensichtlich Freude an der Got- tesdienst-Gestaltung hatten.

Zu der fröhlichen Allgemeinstimmung hatten übrigens nicht nur der Gesang und die biblische Botschaft beigetragen, sondern auch in erheblichem Maße das mehrfach intonierte Flöten- und Gitarrenspiel von Frau Heinz und Herrn Zwiefka.

Vor dem Gang zur Schule kamen dann alle neuen Schüler auf der Kirchentreppe zusammen für ein Erinnerungsfoto an diesen Tag.

Dieser Einschulungsgottesdienst findet seit 1995 regelmäßig statt und stößt auch bei den Fami- lien auf Resonanz, die nicht unbedingt der Kirche angehören bzw. teilweise sogar überhaupt nicht christlichen Glaubens sind. Dies ist sicher ein Zeichen dafür, dass ein Schulgottesdienst für alle wichtig ist. Schließlich werden die neuen Fünftklässler von fast gleichaltrigen Mitschü- lerinnen und Mitschülern in einen neuen Lebensabschnitt begleitet. 

Das Konzept, den Einschulungsgottesdienst von Sechstklässlern vorbereiten und sie Hauptak- teure sein zu lassen, scheint ein Garant dafür zu sein, dass sich Fünftklässler mit ihren Angehö- rigen am Anfang eines solch wichtigen Tages in der Kirche gut aufgehoben fühlen.