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Anfängliche Nervosität wich der Begeisterung - Schüler der Staberger Gymnasien zu Gast in Assisi

von Tim Henrik Viebahn

 

Bei einer ausländischen Familie wohnen und leben, das war für die meisten Schüler der beiden Staberger Schulen bei der diesjährigen Austauschfahrt nach Assisi eine neue Erfahrung. Die 17 bis 18-jährigen lernten nicht nur die italienische Kultur und Küche kennen, auch die Geschichte stand bei den Fahrten nach Siena, Florenz und Rom auf dem Programm.

So besuchte man Florenz schon am ersten Tage auf der Anreise und tätigte dort die ersten Einkäufe. Als dann endlich Assisi erreicht war, machte sich doch ein wenig Nervosität und Angst bemerkbar. „Wie soll das nur werden? Ich kann doch fast gar kein Italienisch!“ lauteten die mei- sten Aussagen kurz vor der Ankunft

Zwei Tage später sah alles ganz anders aus. Alle hatten sich an das neue Umfeld gewöhnt, und man genoss zum einen das herrliche Wetter, das zum Cappucino trinken und Sonne tanken ein- lud, zum andern die schönen Städte und die schulfreie Zeit. Apropos Schule: Die kam in Italien zu kurz, die Schüler hatten lediglich zweimal die Gelegenheit, am Unterricht teilzunehmen.

Dafür wurden den Lüdenscheidern aber die herrlichen Innenstädte von Florenz, Assisi, Siena und Rom von Dr. Aldo de Luca und Gundel Schulte, den begleitenden Lehrkräften, näher ge- bracht.

Die Hauptstadt Italiens war auch Höhepunkt der Austauschfahrt. Einen ganzen Tag lang wurden unter anderem der Petersdom, das Pantheon, der Trevi-Brunnen, die Spanische Treppe und das Colosseum besichtigt. Zudem hatten die Schüler das Glück, Papst Johannes Paul II. zu sehen, der aus Anlass des slowenischen Wallfahrtstages eines Messe im Petersdom hielt.

Als leckeres Bonbon stand außerdem eine Fahrt zur Schokoladenfabrik nach Perugia an, wo nicht nur die Herstellung der einzelnen Waren mit großen Augen betrachtet wurde. Nein, alle durften vor und nach der Besichtigung selbst mal probieren.

Die elftägige Fahrt wurde mit einer großen Abschiedsparty abgerundet, bei der noch mal richtig gefeiert wurde.

Dies machte den Abschied aber nicht leichter. Tränen flossen sowohl bei den Bergstädtern als auch bei ihren Austauschpartnern; denn dass sich alle so gut verstehen würden, hatte vor der Fahrt niemand gedacht.

Jetzt freuen sich alle schon auf das Wiedersehen in einem halben Jahr , wenn die Südländer nach Lüdenscheid kommen.