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Frankreichaustausch mit Saint-Quentin vom 18.10.-27.10.2000

von Steffi Glörfeld, 9c

 

Während der Busfahrt, die uns am 18.10.2000 nach Saint-Quentin, einer Stadt mit ca. 50000 Einwohnern im Norden Frankreichs, führte, war die Stimmung bereits gut. Obwohl sich vor der Fahrt alle nur vom Sehen oder gar nicht kannten, verstanden wir uns problemlos.

Die Stimmung änderte sich jedoch ein wenig, als wir in Saint-Quentin ankamen. 

Wir waren alle ein bisschen geschockt, denn einige Häuser hatten keinen Putz und teilweise Risse in den Wänden. 

Auch die Schule war nicht sehr schön, sie sah aus wie ein Hochsicherheitsgefängnis, da sie komplett eingezäunt war und man nur mit Hilfe einer Chipkarte hinein kommt.

Dieser erste Schock wich schnell der Aufregung, die uns befiel, als wir mit unseren Gastfamilien nach Hause fuhren. Dort lernten wir das französische Familienleben und unsere Austauschpar- tner/innen kennen. Wir machten dort viele überraschende Erfahrungen mit der  „Cuisine Fran- caise“ , die ganz anders als die deutsche Küche ist: einige von uns bekamen Hase oder sogar Froschschenkel zu essen.

Das Programm war sehr bunt und interessant gestaltet. 

Die am Freitag stattfindende Fahrt nach Aras war wegen der vielen langen Reden teilweise langweilig, dies wurde aber durch die interessanten Besichtigungen der unterirdischen Gänge und  einer Cidrerie ausgeglichen. Dort haben uns die betreuenden Lehrer Frau Fricke (ZGL), Frau Johannvordersielhorst (GSG) und Herr Schramm (ZGL) sogar erlaubt, Cidre zu probieren und für unsere Eltern zu kaufen. 

Am Wochenende waren wir am Samstagnachmittag mit unseren Partnern auf der dort stattfin- denden Kirmes, abends hat ein Franzose sogar eine Party gegeben, bei der alle lockerer wurden und sich besser kennen lernten. Am Sonntag unternahmen wir alle etwas mit unseren Gastfami- lien. Ich bin zum Beispiel Nachmittags in Versailles gewesen und habe mir dort das Schloss von König Ludwig XlV angeguckt. Abends hatte ich dann das Glück, mit meiner Gastfamilie Paris bei Nacht zu sehen. Am Montag wurden wir vormittags im Rathaus begrüßt. Anschließend besich- tigten wir die „Basilique“ und stiegen sogar auf ihr Dach.

Der Höhepunkt unserer Fahrt war aber der Tagesausflug nach Paris am Dienstag. Wir hatten alle sehr viel Spaß, als wir auf den Eifelturm stiegen oder bei der Besichtigung von “Notre Dame“. Als wir die Champs Élysée in kleinen Gruppen erkundeten, sollen sogar einige „Brad Pit“ gesehen haben.

Da die Franzosen am Mittwochnachmittag keinen Unterricht haben, sind wir mit ihnen Essen und anschließend in ein Café gegangen.

Am Donnerstag waren dann alle traurig, denn die Abreise kam immer näher. Wir alle hatten noch einmal Riesenspaß bei der Stadtrallye und am Abschlussabend. 

Insgesamt hat uns dieser Austausch sehr viel Spaß gemacht und es gibt keinen, der nicht noch einmal daran teilnehmen möchte.