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Vortrag und Podiumsdiskussion über Terrorismus

von Marlene Stube

 

Seit dem elften September ist das Sicherheitsdenken der Menschen völlig verändert...  Langge- hegte Ansichten über den Terrorismus mussten revidiert werden.

Auch an den Staberger Schulen ist über dieses Thema im Unterricht viel diskutiert worden. Da aber viele Fragen offen blieben, hat die Schülervertretung zusammen mit den Direktoren der Staberger Gymnasien am vergangenen Mittwoch eine Informationsveranstaltung zum Thema „Terrorismus“ organisiert. Als Fachkundigen Referenten konnten sie Dr. Kai Hirschmann von der Bundesakademie für Sicherheitspolitik gewinnen.

Der eigens aus Bonn angereiste Dozent informierte die Jahrgangsstufe 13 des Geschwister- Scholl- und des Zeppelin-Gymnasiums zum einen über die verschiedenen Entwicklungen des Terrorismus, zum anderen über die Organisation Al-Qua’ida des Osama bin Laden.

Nach einer Begrüßung durch Direktorin Antje Malycha folgte der Vortrag D. Kai Hirschmanns mit einer anschließenden Diskussionsrunde. Der Beauftragte der Bundesakademie für Sicherheits- politik erläuterte Eingangs die häufigsten Ziele terroristischer Aktionen, die sich in Teile des Gesellschaftssystems, ethnische Gruppen sowie abgeleitete Gewalten, wie  beispielsweise Staat und Verbände unterteilen lassen. Hier war es Dr. Kai Hirschmann wichtig darzulegen, dass immer mehr symbolische Ziele, wie das World Trade Center angegriffen werden.

Die interessierten Schüler erfuhren außerdem, dass die Gründe für solche Anschläge zum einen Einzelstreitfragen wie die Abtreibungsfrage sein können, zum anderen aber auch Streitfragen- bündel. Zum letztere gehört beispielsweise der politische Terrorismus. Gerade in den letzten Jahren haben sich nach Aussage des Referenten neue Charakteristika von Terroristengruppen herausgebildet.

Anstatt wie bisher auf regional begrenztem Raum zu operieren und sich in Bekennerschreiben zu offenbaren, ist der „Neue Terror“ auf Operationen auf internationalem Level ausgelegt. Abschließend mahnte der Referent die Schüler: "Wir müssen uns im Klaren sein, dass auch Deutschland jederzeit Ziel einer solchen Terroraktion werden kann."

Nach dem knapp 40-minütigen Vortrag nutzen die angehenden Abiturienten die Möglichkeit Fragen zu stellen. So konnte der Referent aus Bonn Missverständnisse ausräumen und neue Denkanstöße vermitteln. Die Staberger Schulleiter und Verbindungslehrer freuten sich über die positive Resonanz der Schüler und planen auch in Zukunft ähnliche Veranstaltungen durchzu- führen.