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Betriebspraktikum bei den Lüdenscheider Nachrichten

von Heike Dunkel

 

LN  In meiner Praktikumzeit habe ich am Arbeitsleben der Lüdenscheider Nachrichten teilgenom- men. Es war ein komisches Gefühl die Redaktion zu betretene, da ich nicht wusste was mich er- warten würde.

Doch die Mitarbeiter haben mich freundlich in das Team aufgenommen und mich gleichbe- rechtigt behandelt. Auch unter den Kollegen herrschte stets eine lockere und harmonische Stimmung.

Der Tagesablauf eines Journalisten war leicht zu erkennen, jedoch steckte er voller Überra- schungen. Jeden Morgen, um halb zehn, versammeln sich die Journalisten zu einer Besprechung. Es werden die Themen der nächsten Ausgabe besprochen und die Zeitung vom Vortag, wenn nötig, kritisiert. Um nicht der Konkurrenz, der Westfälischen Rundschau, zu unterliegen, wird jeden Morgen die erste Lokalseite beider Zeitungen verglichen. Erst dann beginnt für die Mitar- beiter die Arbeit.

Die Redaktion ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, sodass jeder Redakteur für einen ganz be- stimmten Themenbereich zuständig ist. Ich war teils im lokalen Teil, teils im Kinder- und Ju- gendbereich tätig. Nach einer Einführung in das Computersystem, war das Schreiben von klei- nen Meldungen meine Aufgabe. Die ersten Meldungen waren mühselig und mussten ständig ver- bessert werden. Doch Übung macht den Meister und bald war diese Aufgabe kein Problem mehr. 

Im Laufe meiner Praktikumzeit, habe ich gelernt, größere Artikel zu schreiben, die ich kurze Zeit später in der Zeitung lesen konnte. Zuerst durfte ich nur die Aufzeichnungen der Kollegen in ei- nen Artikel verwandeln, später aber auch eigene Interviews machen. Die Recherchen, die für manche Artikel nötig waren, waren sehr interessant und abwechslungsreich. Aber auch das Be- obachten anderer Mitarbeiter war eindrucksvoll. Es war schnell zu erkennen, dass manchmal viel Geduld zur Beschaffung einiger Informationen gefragt ist und dass es nicht immer einfach ist die nötigen Informationen zu bekommen.

Ich als Praktikantin hatte einen etwas anderen Tagesablauf als ein festangestellter Journalist. Mein Arbeitstag war beispielsweise zwischen 16 und 17 Uhr beendet. Ein Journalist dagegen kann erst dann Feierabend machen, wenn die Artikel für den nächsten Tag, fertig geschrieben sind.

Mir wurde bei den LN einiges geboten. Am zweiten Tag des Praktikums, nahm mich ein Redak- teur mit in das Amtsgericht. Dort erlebte ich eine Gerichtsverhandlung und lass am nächsten Tag darüber in der Zeitung. In Gesprächen mit anderen Kollegen, bekam ich unter anderem zahlreiche Informationen zu der Berufssparte „Journalismus“. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diesem Beruf zu erlernen. Für einen Ausbildungsplatz, ein Volontariat, bei der Zeitung ist Abitur nicht unbedingt gefragt, jedoch gern gesehen. Um den Bereich Journalismus zu studieren, ist dafür ein Abitur mit einem Durchschnitt von 1,3 verlangt. Bei einer Bewerbung bei einem Sen- der, wie zum Beispiel RTL, ist die Aufnahmeprüfung sehr schwierig, da schon viele Grundvoraus- setzungen verlangt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.journalismus.com. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich in diesem Beruf weiterzubilden, da Seminare und Fortbildungen be- sucht werden können. „Um ein guter Journalist zu sein, braucht man Talent. Nur wenn man der richtige Typ ist, hat es Sinn diesen Beruf zu erlernen“, sagte mir eine Mitarbeiterin.

Das dreiwöchige Praktikum hat mir gezeigt, dass Journalismus der richtige Beruf für mich ist. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht Artikel zu schreiben und zu recherchieren. In Zukunft möchte ich als freier Mitarbeiter den Lüdenscheider Nachrichten erhalten bleiben.