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Klassenfahrt der 6c nach Langeoog 

von Carolin Schneider, 6c

 

Endlich war es so weit: Die langersehnte Klassenfahrt stand vor der Tür! 

Gegen sechs Uhr morgens standen alle Schülerinnen und Schüler vor der Schule. Nachdem alle sich von ihren Eltern verabschiedet hatten und das Gepäck verstaut war, stieg jeder in einen der zwei Busse. Leider wurde unsere Klasse in zwei Gruppen geteilt. Die Busfahrt war sehr spannend, da wir uns alle auf die gemeinsame Fahrt freuten. Einige begnügten sich mit Zeit- schriften, während andere lieber Musik hörten oder sich unterhielten. 

Nach ca. fünf Stunden Fahrt kamen wir im Hafen von Bensersiel an. Damit wir überhaupt auf Langeoog anreisen durften, wurden uns die sogenannten „Langeoog Card“ ausgeteilt. Auf dem Schiff mussten wir erst alle einmal lachen; dort war nämlich ein Schild aufgestellt auf dem stand: „Bitte nicht die Möwen füttern – Kackgefahr!“. 

Die kurze Strecke mit dem Zug (vom Hafen bis zum Bahnhof) war sehr unterhaltsam, weil jeder gespannt war, wie die Unterkunft und der Ort wohl sind. Ein schöner kleiner Bahnhof hieß uns willkommen. Ein kurzer Fußmarsch und schon waren wir am OWD-Heim in der Gartenstraße an- gekommen. Zuerst gab es ein kleines Problem: eine Parallelklasse hatte mehr Schüler als Betten vorhanden waren. Also tauschten wir mit dieser Klasse die Häuser. Nach ein paar Minuten wur- de unser Gepäck an unser Heim geliefert. Dann hieß es: Betten beziehen, Anziehsachen in den Schrank und aufräumen, aufräumen, aufräumen - dies war allerdings sehr zeitbegrenzt, denn wir wollten schließlich noch den Strand und die Stadt erkunden. 

Es war ziemlich windig am Meer, und so blieb es auch den Rest der Woche. Am Strand hatten wir jede Menge Spaß- egal ob es windig war oder sogar regnete. Während die Mädchen Volley- ball spielten oder so Spaß hatten, spielten die Jungen eher Fußball. Wenn es regnete oder es uns zu windig wurde, gingen wir in die Stadt. Eine Vielzahl von Geschäften gaben uns viele An- gebote. Da war wirklich für jeden etwas dabei - von Postkarte bis zum Gummiboot oder Lenk- drachen. 

An einem Tag besuchten wir das ehemalige Wasserwerk und den Wasserturm (Wahrzeichen Langeoogs). Von dem ca. 25m hohen Wasserturm hatten wir eine großartige Aussicht. Kleine Schilder an der Fensterbank gaben uns Auskunft darüber, was wir dort sahen (z.B. Kath. Kir- che). Am alten Wasserwerk konnte man sich sehr informative Filme über die Trinkwasserversor- gung auf Langeoog anschauen. Mehrere Computer dienten zur Information. Dort konnte man Testfragen beantworten oder Skizzen oder verschiedene Modelle begutachten. Ein Salzwasser- Süßwasser-Objekt konnte man erst auf der einen und dann auf der anderen Seite hinunter drücken. So sah man, dass das oben schwimmende Süßwasser sich auch nicht durch die er- zeugte Wellenbewegung mit dem Salzwasser vermischt.

Die Wattwanderung war angesagt. Wir wanderten zu dem Treffpunkt, wo wir uns mit unserem Wattwanderungsführer trafen. Nach einem kleinen Fußmarsch durch das Naturschutzgebiet ka- men wir zum Wattenmeer. Ob mit Gummistiefeln oder ohne - jeder versank ein Stück in dem braunen Schlick. Uns wurden sehr interessante Tiere aus dem Wattenmeer gezeigt. Es erinnerte an den Film: „Inselleben Langeoog“, den wir uns Dienstag im Inselhaus angeschaut hatten. Dort wurde gezeigt, wie ältere Leute von früher erzählten. Es war schön mal zu hören, was sich doch so alles geändert hat. Aber zurück zu unserer Wattwanderung. Wir konnten beobachten wie sich die Muscheln bewegten, die Krebse laufen und wie der Wattwurm aussieht. Nun ging es aber auch schon wieder auf das „Festland“ und von da aus zum Mittagessen in unser Heim.

Der Donnerstagabend war der Abend, auf den sich alle freuten. Es war der Abend, an dem wir eine Disco veranstalteten, die auch super war. Jeder machte sich auf seine Art und Weise hübsch und holte sich hier und da mal einen Tipp von einer Freundin bzw. Freund. Einige tanz- ten zu der Musik, die unsere „DJs“ auflegten. Es wurde mal gelacht, mal geredet oder Chips ge- gessen und manchmal auch alles zusammen. Und am Ende des tollen Abends gingen wir fröhlich plaudernd zu Bett.

Aber dies war ja nur ein Teil unserer schönen Klassenfahrt. Am Tag vor der Abreise haben wir eine Fahrradtour gemacht. Es war eine sehr fröhliche Tour, und wir sind (nach Meinung unserer Lehrer Frau Schmidt und Herr Scheermann) sehr diszipliniert gefahren. Unsere erste Pause war an dem höchsten Punkt Langeoogs (ca.25,3 m) – ein guter Aussichtspunkt. Dann ging es wei- ter. Zugegeben, es muss ja lustig ausgesehen haben, wenn wir zu 30 Schülern ein „Stopp“ von vorne nach hinten weitersagten. Der nächste große Halt, und damit auch unser Ziel, war die Ostküste Langeoogs. Wir gingen zu der Seehundbeobachtung, wo wir sogar ganz weit weg mit dem Fernglas die niedlichen Tiere entdeckten. Danach saßen wir im Schutz der Dünen und aßen Butterbrote. Einige Mitschüler spielten mit mitgebrachten Bällen. Auf dem Rückweg sind wir am Deich entlang zum Hafen gefahren. Schließlich kamen wir wieder an unserem Heim an.

Am nächsten Morgen herrschte bedrückte Stimmung, denn dies war der Tag der Abreise. Unser Gepäck wurde abgeholt und wir fuhren mit der Bahn zum Hafen. Dort hieß es dann: „Ade, Lan- geoog!“

Am Hafen von Bensersiel wurden wir von zwei Bussen abgeholt. Während der sechs Stunden Fahrt unterhielten sich die meisten über die tolle Klassenfahrt. Mit gemischten Gefühlen kamen wir in Lüdenscheid an - Freude auf Zuhause und Erinnerungen an die schöne Woche. Vor der Schule warteten schon unsere Eltern, die uns herzlich empfingen. Man sagte sich gegenseitig „Tschüss, bis Montag“ (in alter Frische auf den Schulbänken) und erzählte den Eltern die Erleb- nisse. Und ich bin sicher, dass wir alle noch lange an unsere schöne Klassenfahrt zurückdenken werden.