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Abiturienten-Entlassfeier 

WR Was passiert mit einem Lehrer, wenn er in den Himmel kommt? Über diese Frage mussten sich am Freitag Abend beim Abiball der Staberger Gymnasien im bis auf den letzten Platz be- setzten Kulturhaus die Oberstufenleiter Norbert Adam und Annemarie Günnigmann im Rahmen eines Interviews nicht lange den Kopf zerbrechen. Das Abi-Theater „Das jüngste Gericht” prä- sentierte die Antwort umgehend.

In den witzig provokanten Szenen wurden nicht nur die Macken der einzelnen Lehrer „beleuch- tet”, die Pädagogen bekamen auch gleich ihr Fett weg. So wurde einer zu einem Intensiv- Sprachkurs, ein anderer zu Unterricht ohne Nutzung eines Videorekorders, ein dritter zu einem Schweige-Gelübde verurteilt.

Dass das Abimotto „Too good to be bad” zum Lebensmotto der Abiturienten werde, wünschte Scholl-Schulleiterin Antje Malycha ihren Zöglingen. In ihrer Rede hatte sie das Lebens an sich zum Thema gemacht. Nicht nur eine Rückschau, sondern auch einen vorsichtigen Blick in die Zukunft wagten die Jahrgangsstufensprecher Marco Homburg und Fabian Kunde. „Der Staberg wurde für uns zu einem Ort, der mehr war, als eine Lehranstalt”, überbrachten sie den Dank im Namen aller Abiturienten den Rektoren, Lehrer, aber auch den Eltern. „Laut PISA-Studie müss- ten wir uns im Keller verstecken, doch PISA hin oder her - jeder von uns hat etwas geleistet", so Homburg. Dieser sei der erste Jahrgang, den die aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen in besonderer Weise getroffen habe.

Die Abiturienten hätten unter erheblich verschärften Bedingungen ihre Prüfung ablegen müssen. Und trotzdem: 20 der 106 Abiturienten konnten wegen ihres übermäßig gutem Notendurch- schnittes geehrt werden. Mit einem Durchschnitt von 1,9 bestanden Frederike Bergs, Nina Dahlmann, Judith Hickel und Stefan Kipar ihr Abitur, einen Durchschnitt von 1,8 erreichten Witold Zuziak, Julia Hardt und Annika Wislaug. Johannes Pithan, Frauke Henrich und Anna Welzholz erreichten einen Durchschnitt von 1,6. Der diesjährige Physikpreisträger heißt Steffen Daute, der ebenfalls wie Monika Gies und Jan Pollmann einen Schnitt von 1,6 erreichte. Björn Ganslandt erreichte die Durchschnittsnote 1,5. Der Preis der Deutschen Physikalischen Gesell- schaft ging an Tobias Senkbeil, der ebenfalls wie Gordian Adam einen Durchschnitt von 1,4 er- reichte. 1,2 ist der Durchschnitt bei Martin Krause und Evi Baloutzou, den diesjährigen Preis für besondere Leistungen im französischen Sprachgebrauch erhielt Hanna Wülfing, die ebenfalls wie Jan Hilbig einen Durchschnitt von 1,0 aufwies. Als leistungsstärkste Schülerin der Staberger Gymnasien wurde Marlene Stube mit der Traumnote 0,9 ausgezeichnet. Ehrungen für weitere herausragende Leistungen - für sportliches, musikalisches oder gesellschaftliches Engagement - gingen an Sabrina Hegendorf, Björn Wachsmuth, Alexandra Schröder, Fabian Kunde, Gulsah Tunali, Anna Kroh, Michaela Höfer, Jan Zippel, Nancy Kappe, Patricia Condemi, Rafael Bruns, Anna Hoff, Gabriele Strecker und Alexander Tan sowie an die Fußballelf der Staberger Gymna- sien.

Moderiert von Philipp Hohage gestalteten die talentierten Staberger ein buntes Programm, be- vor sie ihre ersehnten Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen konnten. So bot der Abifilm einen Rückblick auf die Schulzeit, der „Mup”-Schulchor gab eine Probe seines Könnens und Anna Hoff sowie Serlha Tawo begeisterten mit dem Song „China in you hand”. Björn Wachsmuth, Stefan Kipar, Sabrina Hegendorf und Anna Kroh präsentierten eine gekonnte Lateintanzshow. Als Gäste waren die ehemalige Schülersprecherin Eva Scheermann, durch deren Engagement zahlreiche Partys initiiert werden konnten - sowie Nils Hamidi, der sich mit einem Gedicht verabschiedete, eingeladen.

Und dass der Jahrgang gut feiern kann, konnte er bis in den frühen Morgen unter Beweis stel- len. Mit vielen bunten Luftballons und dem Abisong „You got it” verabschiedeten die Abiturien- ten sich von ihrer Schule.