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Beim „Casting” in der Aula hatten die Highlights Hochkonjunktur 

WR. „Leider, leider, leider...!" Kurzes Innehalten, nachdenkliche Miene. Der Regisseur spannt Künstler und Publikum auf die Folter. „Es hat von euch keiner gewonnen," wirft er zweideutig in den Saal. „Aber es hat auch keiner von euch verloren", fügt er schmunzelnd hinzu.  

„Wir machen uns selbständig - und ihr seid alle engagiert!", versammelt er „Cats, „Bandits", „Vampire" und wie sie alle heißen auf der Bühne - und Regieassistentin Frau Hintermeier nickt begeistert dazu. Spitze - und einzig richtig - der kluge Entscheid! Tanz, Musik, Gesang und gu- te Laune: Beim „Casting" in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums hatten Highlights am Donnerstagabend Hochkonjunktur.

Hitverdächtig die Show, Klasse das Programm. Pures Vergnügen, der kurzweilige, rundum gelun- gene (bunte) Abend. Hut ab vor so viel Kreativität, Fantasie und Engagement - und Pisa ge- trost einmal beiseite gestellt! Unter Regie von Gabriele Müller (gleichfalls Idee und Gesamtorga- nisation) durchstreiften rund 200 Mitwirkende die Welt von Film und Musical mit zauberhaften Choreografien und fulminanten Arrangements. Neben dem Schulorchester und dem gemischten Schulchor luden die Tanz-AG der Klassen 5 und 6 sowie drei Oberstufenkurse mit Schwerpunkt Gymnastik/Tanz nebst Abiturienten des Scholl zum Ausflug in die Glanz- und Glimmerwelt des Showbusiness ein.

Beim „König der Löwen" machten die jungen Akteure Station, bei „Jekyll & Hyde", „Joseph" und „Hair", beim „Tanz der Vampire" und dem „Phantom der Oper", fulminante Abstecher zum „Cirque du Soleil" und „Dirty Dancing" nicht zu vergessen. Jeder Beitrag - die „Michael Jackson History" ebenso wie „Bonanza" und „Sister Act" - hatte Klasse, Charme, Witz und Esprit. Drei Stunden hielt das „Casting" in Atem. Mit Standing Ovations und fröhlichen Pfiffen, die nicht enden woll- ten, zollten die Zuschauer der prickelnden, spritzigen Show Respekt.

Vor restlos ausverkauftem Haus lenkte Schulleiterin Antje Malycha das Augenmerk auf die neue Aulabeleuchtung der Schule, einer Finanzspritze der Stadt, die 10 000 Euro beisteuerte, weite- ren großzügigen Spenden und nicht zuletzt dem Engagement des Fördervereins zu verdanken.

Alle Trümpfe ausgereizt

Unterstützt von der fulminanten Lightshow, die mit Effekten nicht geizte, reizten die Tänzer, Sänger und Musiker ihre Trümpfe aus. Regisseur Sebastian Panus und Assistentin Theresa Den- ger (köstliche Rahmenstory) hatten die Qual der Wahl und fassten beim „Casting" den einzig richtigen Beschluss, alle Akteure vom Fleck weg zu engagieren. Unter Leitung von Cornelia Heinz entführte das Schulorchester in die alte Pariser Oper und spürte den romantischen Seiten des „Phantoms der Oper" nach. Zündend auch der Ausschnitt aus „König der Löwen". Bei „Jo- seph" und „Hair" schaute der Chor (Leitung: Cornelia Heinze), zusammengesetzt aus dem Mit- telstufenchor und Sängern aus den Jahrgangsstufen 5, 11 und 12, rein - und schuf Atmosphä- re. Einfühlsam jedes Arrangement und einmalig das Solo (Nikolai Wohlfahrt, Martin Gies). Hauptattraktion des Abends jedoch waren die Tanzdarbietungen, hervorgegangen aus dem Sportunterricht im Bereich „Gestalten und Darstellen". Zur Musik vom Band betörte das „Moulin Rouge", fauchten „Cats" und gab sich „Michael Jackson" als King of Pop die Ehre.

Aus einem Guss, im Einklang mit der Musik, mit der Handlung, kam jeder Beitrag daher. Schwärmen durchaus einmal erlaubt!