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Erwerb des Latinums bei Auslandsaufenthalten

Fachschaft Latein der Staberger Gymnasien

 

Schülerinnen und Schüler, die für einen einjäh- rigen Auslandsaufenthalt in der Jahrgangsstufe 11 beurlaubt sind und Latein ab Klasse 7 belegt haben, können das Latinum unter bestimmten Bedingungen erhalten. 

1. Vorbereitung durch die Schule (je nach Möglichkeit)

  • Parallelbelegung als Ersatz einer Prüfung: nach seiner/ihrer Rückkehr belegt der Schüler bzw. die Schülerin eines Latein- kurses der Jahrgangsstufe 11 (Latein ab Klasse 7) oder der Jahrgangsstufe 12 (La- tein ab Klasse 9), muss aber ein ganzes Schuljahr teilnehmen 

  • Teilnahme an einer AG (gem. Anlage 15 Nr. 1.5 APO-GOSt): zweistündige Arbeits- gemeinschaft über zwei bis drei Monate bis zur Prüfung; die Schüler und Schüler- innen haben jedoch keinen Anspruch auf die Einrichtung einer AG 

  • selbstständige Prüfungsvorbereitung (hier- bei wird jedoch wenigstens eine Beratung durch den Fachlehrer bzw. die Fachlehre- rin erwartet, bei der dem Schüler bzw. der Schülerin die prüfungsrelevanten Autoren genannt werdenund Material zur Prüfungs- vorbereitung gestellt wird

  • nach einem nur halbjährigen Auslandsauf- enthalt in 11.1 kann das Latinum durch die Teilnahme am Lateinunterricht in 11.2 er- worben werden, wenn mindestens die Note „ausreichend“ erreicht wird

Prüfung

  • Festlegung des Termins der Prüfung ist Sache der Fachkonferenz, in der Regel findet sie am Ende des ersten Schulhalb- jahres statt (November bis Januar)

  • eine schulinterne Prüfung nach definierter Prüfungsordnung (s. BASS 19-33 Nr.3) be- steht aus einer Klausur über drei Zeitstun- den (entweder reine Übersetzung oder zweiteilige Aufgabenstellung) und eine fünfzehn- bis zwanzigminütige mündliche Prüfung  

  • Inhalt der Prüfung: wenigstens ein Textteil der gelesenen Lektüre (unbekannter Text) und inhaltliche Fragen z.B. zum Autor

  • bei der Klausur ist ein Wörterbuch vorge- schrieben

 

  • eine Wiederholungsprüfung kann frühe- stens nach drei Monaten stattfinden

  • bei einem ungenügend in der Klausur gibt es keine Zulassung zur mündlichen Prü- fung

  • Schüler und Schülerinnen, die am Ende der 11 kein Latinum erlangt haben, kön- nen an der Prüfung teilnehmen, um das Latinum noch zu erlangen (APO-GOSt §15,5)

Prüfung am Ende der Klasse 10 vor Antritt des Auslandsaufenthalts

  • nach eingehender Beratung im Hinblick auf die Prüfungsanforderungen: bis zum 15. März Meldung des Schülers bzw. der Schülerin von Seiten der Schulleitung bei der oberen Schulaufsicht

  • der Meldung zu dieser Prüfung muss die aktuelle Fassung des Schülerstammblat- tes beigefügt werden, da die Schulauf- sicht entscheidet, ob die Lateinkennt- nisse den Schüler bzw. die Schülerin berechtigen seine Prüfung vorzuziehen

  • die Aufgabe für die schriftliche Prüfung (3 Zeitstunden) wird von der oberen Schulaufsicht gestellt und die Korrektur erfolgt durch den Fachlehrer bzw. die Fachlehrerin; die mündliche Prüfung (20 Minuten) wird von der Schule durchge- führt

  • ab dem 15. Oktober geben die Bezirksre- gierungen auf Anfrage den Termin für die schriftliche Prüfung und die zwei Rah- menthemen (jeweils auf ein Kursthema eingegrenzt) bekannt

  • die Schulaufsicht nennt die zentralen Au- toren, an denen die einzelnen Kursthe- men zu entfalten sind und deren Erarbei- tung für die Prüfung vorausgesetzt wird

  • die Aufgabe der schriftlichen und der mündlichen Prüfung werden jeweils einem der beiden Rahmenthemen entnommen, die Bewertung erfolgt 1:1

  • die Prüfungsvorbereitung liegt in der Ver- antwortung der Prüflinge und ihrer Erzie- hungsberechtigten, es besteht kein An- spruch auf ein zusätzliches Unterrichts- angebot

  • bei Nichtbestehen bleibt den Prüflingen die o.g. Möglichkeit des Latinumserwerbs nach ihrer Rückkehr