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Vive la France! Austausch mit St. Quentin vom 06. - 16.11.2001

Endlich ist es wieder so weit. Es gibt einen neuen, interessanten Bericht über den langjährigen Schüleraustausch zwischen Saint-Quentin und Lüdenscheid. Vom 6. bis zum 16. November machte sich wieder eine Gruppe von Schülern der Klassen 8 bis 11 auf den Weg nach Frankreich. 

Als wir nach ca. sechs Stunden in Saint-Quentin ankamen, wurden wir von unseren französischen Familien abgeholt. Dann hieß es Abschied nehmen von den deutschen Freunden und auf ins Ungewisse! „Ist das Haus schön? Habe ich ein eigenes Zimmer? Sind die Eltern nett? Kann ich mich verständigen?“ Diese und natürlich die wichtigste Frage: „Wie verstehe ich mich mit meinem Austauschpartner?“ schossen uns in diesem Moment durch den Kopf. Doch wie sich am nächsten Morgen, als wir uns alle wieder trafen, herausstellte, waren alle mehr oder weniger zufrieden. 

Jeweils in der ersten Stunde hatten die deutschen Schüler die Gelegenheit, das französische Schulsystem kennen zu lernen. Allerdings war es schwierig, dem Unterricht zu folgen, da die französischen Lehrer doch schneller sprachen als wir es gewohnt sind. Ebenfalls lernten wir in der Schule die französische Mode kennen und lieben: weiße Tennissocken über die Trainingshosen gezogen, je höher desto besser!!!

Da in Saint-Quentin leider nicht so viel los ist und auch das Wetter zu wünschen übrig ließ, nahm das Programm den Großteil unserer Zeit ein. Ein Muss in Nordfrankreich ist es, die zahlreichen Kathedralen und Basiliken zu besichtigen, was wir auf einem Tagesausflug nach Reims auch ausgiebig taten. Da alle Schüler den Führungen immer sehr aufmerksam folgten, kennen wir uns nun alle bestens mit dem gotischen Baustil und der Architektur der Renaissance aus. Bei einem Empfang im Rathaus wurden wir mit der Geschichte von Saint-Quentin und den Gepflogenheiten der französischen Kommunalverwaltung vertraut gemacht.

Natürlich durfte auch Paris nicht fehlen. An diesem Tag hatten wir Glück, das Wetter spielte mit und wir hatten eine super Aussicht vom Eiffelturm und konnten über ganz Paris blicken. Die Geschäfte der Champs-Élysées blieben uns erspart, da unsere Lehrer es gut mit uns meinten und uns die gesamten Pariser Sehenswürdigkeiten zeigten: Es fing an mit dem Eiffelturm, gefolgt vom Louvre, dem Arc de Triomphe, dem Centre Pompidou, Notre Dame und zu guter Letzt  Sacré Cæur im Montmartreviertel. Von dort aus ging es wieder zurück. 

Ein anderer Programmpunkt war z.B. das Naturschutzgebiet in Saint-Quentin, doch hier machte uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung. 

Unsere letzte Gruppenaktivität führte uns nach Péronne ins Historial, ein geschichtliches Museum, welches die einzelnen Nationen während des ersten Weltkrieges vergleicht. Am letzten Abend traf man sich in der Schule, um den diesjährigen Austausch ausklingen zu lassen, was auch gelang mit den leckeren französischen Speisen, die die Eltern extra für diesen Abend mitgebracht hatten.