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Die Weiße Rose - Gespräch mit einer Zeitzeugin

WR Zur Erinnerung an den 60. Todestag der Geschwister Scholl (22. Februar 1943) hat das Lüdenscheider Geschwister-Scholl-Gymnasium ein umfangreiches Programm für die erste Jahreshälfte auf die Beine gestellt.

Schulleiterin Antje Malycha, Hans-Henning Langkitsch und Projekt-Organistaor Axel Bartmann stellten die verschiedenen Aktionen am 07.02.03 der Öffentlichkeit vor:

Am Freitag, 21. Februar, geht es für die Schüler der Klassen 7 bis 10 los mit einer Filmvorfüh- rung im Filmpalast. Gezeigt wird Michael Verhoevens Geschichte der weißen Rose. "Verhoeven macht in seiner Rekonstruktion Schluss mit verklärenden oder diffamierenden Thesen über die Gruppe, er befreit sie vom Ruch des politischen Sektierertums und der schwärmerischen Todes- sehnsucht und deutet das Handeln dieser jungen Leute als klare politische Vernunft. Die Aktua- lität des Themas Widerstand ist ungebrochen und der kritische Ansatz gegen Ja-Sager, schwei- gende Intellektuelle und Mitläufer noch immer von Bedeutung" (Hubert Haslberger, film-dienst 1982).

"Die Weiße Rose" wurde 1982 beim Filmfestival in Karlovy Vary mit dem Preis des Verbandes der Antifaschisten ausgezeichnet, erhielt ein Jahr später den Bundesfilmpreis, ein "Filmband in Sil- ber" und ein "Filmband in Gold" für die Hauptdarstellerin Lena Stolze.

Das Gespräch mit einer Zeitzeugin wird am 6. und 7. März gesucht: Gast am Scholl-Gymnasium wird Anneliese Knoop-Graf sein, die "kleine Schwester" von Willi Graf, einem führenden Mitglied der "Weißen Rose".

Anneliese Knoop-Graf will den Lüdenscheidern, den Schülern und auch anderen interessierten Bergstädtern, von ihren Erfahrungen des Widerstandes aus erster Hand berichten.

Der Historiker Dr. Jansen von der Uni Bochum wird den Widerstand gegen den Nationalsozialis- mus von der wissenschaftlichen Seite beleuchten (27. März).

Ausstellung und Mahnabend

Der Monat Mai steht ganz im Zeichen einer Ausstellung der "Weißen-Rose-Stiftung". Sie wird im Foyer der Aula gezeigt und dokumentiert die Geschichte mit Bildern und Texttafeln. Nach tele- fonischer Absprache mit der Schulleitung steht diese Ausstellung allen Bürgern offen.

Im Juli schließt ein Mahnabend zum Gedenken die Veranstaltungsreihe ab. Szenisches Spiel, Ge- sang, Musik und Gespräche stehen dann im Mittelpunkt.

Axel Bartmann: "Wir haben bei unserer Veranstaltungsreihe bewusst nicht auf Masse gesetzt. Die Schwerpunktsetzung auf bestimmte Themenbereiche erschien uns hier sinnvoller".