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Grüss di und Hallo!

von Lena Günter, 10c

 

Endlich war es soweit: Der Abend des 31. Januars war gekommen, an dem sich die gesamte 10. Jahrgangsstufe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums traf, um sich nun schon zum sechsten Mal an der Haltestelle der Hochstraße  zu treffen und sehnsüchtig auf die beiden Kattwinkel-Busse zu warten.

Nach ausgiebigem Verabschieden der „Kleinen“ ging die 12-stündige Fahrt ins Zillertaler Uderns endlich los! Nach einem mitternächtlichen Stop bei McDonalds, den jeder ausgiebig genossen hatte, kamen alle sichtlich erschöpft  um 7 Uhr in der Früh am Finsinger Hof an.

Nachdem unsere Vorgänger das Haus verlassen, uns der Heimvater Hans begrüßt, wir uns bei einem kleinen Frühstück gestärkt hatten und die Zimmer nach einigem Hin und Her verteilt wa- ren, hatten die Anfänger die Chance, sich mit ihren frisch ausgeliehenen Skiern auf die zuge- schneite Nachbarwiese zu begeben und die ersten äußerst anspruchsvollen praktischen Skiü- bungen zu machen. Nach etwa einer Stunde war auch dies geschafft und wir hatten noch un- gefähr sieben Stunden bis zum Abendessen vor uns, die zuerst nicht umzugehen schienen, die wir jedoch mit Tischtennis- oder Mikadospielen, Fernsehgucken, Dorfbesichtigung oder Schlaf- nachholen hinterher doch gut gefüllt hatten.

Am nächsten Tag, der für uns mit einer kreischenden- so schien es- Frauenstimme begann, ging es dann endlich los zur Piste. Mit ein paar anfänglichen Schwierigkeiten, wie Skiverwechslung oder aus dem Lift rausfallen, starteten die Anfängergruppen ihre Skikarriere auf dem „Idio- tenhügel“, wogegen die Profis ihr Können schon mal auf den schwärzeren Pisten präsentieren konnten.

Zum Mittagessen trafen wir uns schließlich auf der Alm wieder und man konnte seine ersten Er- fahrungen in Sachen Skifahren bzw. Skifallen bei einem etwas überteuerten Essen gleich an den Mann bringen. Um etwa 13 Uhr  durfte wir erneut die Pisten bekunden, bis sich die Klassen 10 a, b, c um 15.30 Uhr (oder auch später...) am Eingang der Abfahrtsgondeln trafen um hinunter ins Tal befördert zu werden, wo sie in den „Schi-Bus“ stiegen, der den einen oder auch den an- deren nicht zur Jugend-Pension bringen sollte.

Nachdem die Frage geklärt war, wer zu erst duschen durfte und damit noch ein paar warme Tropfen Wasser erhaschen konnte, trafen sich alle einigermaßen erholt im Gemeinschaftsraum, um bei den von den Klassen organisierten Spieleabenden mitzumachen. Höhepunkte waren un- ter anderem eine menschliche Pyramide zu errichten, durch Gurgeln Lieder zu erkennen, den Lehrern beim Singen verschiedener Popsongs wie „Lose yourself“ oder „Hero“ zuzuhören und nach einem thematisierten Frisurenwettbewerb den in kürzester Zeit improvisierten Krimi- und Soapszenen Beifall zu schenken.

Wir konnten jeden Tag aufs Neue die schöne Landschaft im österreichischen Zillertal erleben und uns immer wieder am Ski- bzw. Snowboardfahren erfreuen. Als Abschluss gab es dann noch ein kleines Rennen, dass auch jeder, der am Anfang noch Anfänger, nun aber schon zu einem Halbprofi heran gewachsen war, mit Bravour bewältigte.

Als dann die Koffer gepackt waren, sah man nicht nur uns Schülern, sondern auch den zahlrei- chen Lehrern und Betreuern an, dass sie am liebsten den Bus wieder abbestellt hätten und noch für eine weitere Woche in Uderns geblieben wären. Aber leider war das nicht möglich und wir mussten diese schöne Woche voller Spaß und Freude beenden.

Die Rückfahrt dauerte aufgrund eines 170 km langen Staues zwar etwas länger, aber das störte uns nicht sonderlich, da wir so noch etwas mehr Zeit, wenn auch nur im Bus, in Österreich ver- bringen  konnten. Als wir dann am späten Abend im eher schneearmen Lüdenscheid ankamen, konnte man schon das erste Murren vernehmen, dass die Unlust über die Rückkehr erkennen ließ. Der Wiedereinstieg am darauffolgenden Montag in die Schule fiel uns zwar noch ein wenig schwer, doch werden wir diese perfekte Woche sicherlich in sehr guter Erinnerung behalten.