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Altes WR-Labor bringt neuen Schwung in Foto-AG der Staberger Gymnasien

WR • Ein bisschen Wehmut war schon dabei, als Anfang des Jahres zum letzten Mal im Fotolabor der WR-Lokalredaktion die Farbentwicklungsmaschine rotierte.

Jahrzehnte lang wurden Tag für Tag in der kleinen dunklen Kammer aus unscheinbaren Negativen die Bilder gemacht, die den WR-Lesern am folgenden Morgen die wichtigsten und schönsten Er- eignisse des Tages vor Augen führten. Digital geht's schneller, lautet die Devise, mit der die WR ihre Leser jetzt noch aktueller über alle Geschehnisse informiert.

 Das alte Labor hat deswegen noch längst nicht ausgedient. Die WR hat die komplette Einrichtung der Foto-AG der beiden Staberg-Gymnasien für den Ausbau des eigenen Labors gestiftet. Den kreativen Akt des Fotografierens können die Schüler dort - losgelöst vom Faktor Zeit - mit dem kaum weniger kreativen Prozess der Entwicklung und Bilderstellung verbinden und vervollständigen.

Manfred Ermlich hatte die Foto-AG Ende der 60er Jahre am Zeppelin-Gymnasium ins Leben geru- fen. Oberstufenschüler beider Gymnasien begeisterte der Pädagoge für die Fotografie. Mit Aus- stellungen im Rathaus und Kulturhaus machte die AG vor allem Anfang der 90er Jahre von sich reden. Nachdem es zwischenzeitig etwas ruhiger um die AG geworden war, ist Manfred Ermlich, der kürzlich in Altersteilzeit ging, jetzt gerade dabei, wieder eine leistungsstarke Gruppe heran- zuziehen. Unterstützt wird er dabei von Georg Drees, ebenfalls ein begeisteter Hobbyfotograf.  Der Biologie- und Chemielehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums war dem Angebot der WR,  ihr Labor der Schule zu vermachen, nur zu gerne nachgekommen und hatte den kompletten Transport mit seinem privaten Pkw durchgeführt.

Besonderen Gefallen fanden AG-Leiter Manfred Ermlich und sein „Foto-Team” an dem hochwerti- gen Vergrößerer.