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Ausstellung mit Text- und Bildtafeln im Geschwister-Scholl-Gymnasium informiert über das Schicksal der Widerstandskämpfer Sophie und Hans Scholl

LN • Großformatige Fotos, Auszüge aus Verhörprotokollen, Lebensläufe, Schicksale, Dokumente aus einer Zeit des Staatsterrors - seit gestern ist im Aula-Foyer des Geschwister-Scholl-Gym- nasiums (GSG) die Ausstellung "Die Weiße Rose" zu sehen. Einen Monat lang sollen die Exponate den Schülern aller Lüdenscheider Schulen, aber auch der interessierten Öffentlichkeit zugäng- lich gemacht werden.

Die Bild- und Texttafeln, Leihgaben der Stiftung "Weiße Rose", zeigen nachrichtlich nüchtern und frei von verklärender Sentimentalität, wie lebensgefährlich der Wiederstand im Nationalso- zialismus gewesen ist und wie konsequent das Regime kritische Geister eliminiert hat. Dass das Foyer dezent mit weißen Rosen geschmückt ist, dokumentiert die Verbundenheit der Schule mit ihren Namensgebern. Die Ausstellung läuft im Rahmen einer ganzen Veranstaltungsreihe zum Gedenken an die Hinrichtung von Sophie und Hans Scholl vor 60 Jahren.

Der Geschichte-Grundkursus der Jahrgangsstufe 12 am GSG bildete gestern die erste Besucher- gruppe. Projektleiter Axel Bartmann erklärte, dass möglichst alle Politik- und Geschichte-Kurse die Ausstellung besuchen und die Informationen und persönlichen Eindrücke im Unterricht re- flektieren werden.

Auch Klassen anderer Schulen und interessierte Bürger sind eingeladen, die Ausstellung "Die Weiße Rose" zu betrachten.