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Austausch mit St-Quentin 

von Anja Zielinkewitz

 

Am Dienstag, d. 05.11, war die Aufregung groß, als wir um 10:30 Uhr mit unseren Begleitperso- nen, Herrn Fricke und Frau Günnigmann, in Lüdenscheid ab fuhren. Die 6-stündige Fahrt wurde mit Musikhören, Schlafen oder Reden überbrückt. 

Da sich die meisten von uns jedoch nicht kannten, war alles noch recht schweigsam. Wir fuhren durch Belgien und als wir die Grenze zu Frankreich passierten, stieg die Spannung an. Endlich an den Schulen Collège Hanotaux und Collège Henri Martin angekommen, lernten wir unsere Austauschpartner kennen und verbrachten den ersten Abend in den fremden Familien. 

Am nächsten Tag trafen wir uns alle wieder und es gab sehr viel zu erzählen. Wir Deutschen besichtigten die Schulen und trafen uns danach alle mit unseren Austauschpartnern am Rat- haus. Dort gab es eine Besichtigung und wir Deutschen wurden feierlich in St. Quentin willkom- men geheißen. Somit war der erste Tag überstanden.

Am zweiten Tag dann folgte die schon lang ersehnte Reise nach Paris. Der Eiffelturm war der Anfang der Besichtigung. Trotz Wartezeiten bis zu einer halben Stunde waren alle begeistert. Danach ging es weiter zum Triumphbogen und zur berühmten Kirche Notre-Dame. Das Metro- fahren war nicht jedermanns Lieblingsart zu reisen und zum Schluss wurde sogar noch ein Han- dy gestohlen!

Nach einer weiteren Nacht in den Gastfamilien folgte am nächsten Tag ein Besuch einer Zuk- kerfabrik zusammen mit unseren Austauschpartnern, mit denen wir uns jetzt schon besser ver- standen. Das großzügige Geschenk der Fabrik: Für jeden ein Kilo Zucker!

Am Samstag sahen wir zum ersten Mal Unterricht an französischen Schulen. Wir alle waren der Meinung, dass er sich eigentlich nicht so sehr von unserem unterscheidet.

Das Wochenende (Montag der 11.11. ist ein Feiertag in Frankreich) verbrachten wir alle in un- seren Familien. Langsam entstanden schon echte Freundschaften, obgleich die Jungen sich über die eher wenig vorhandenen Elektrogeräte in den Familien wunderten (Playstation, Compu- ter etc.).

Am Dienstag dann folgte dem Plan nach mit den neuen Begleitpersonen Herrn Jacobs und Frau Lepping ein Besuch der Stadt Cambrai, der leider in einer unterirdischen Ralley endete. Danach aßen wir auf einem Militärstützpunkt. 

Der Stützpunkt selbst gefiel den Jungen mit seinen Kampfjets sehr gut, wir Mädchen vertrieben uns die Zeit, indem wir Autogramme von den Soldaten sammelten.

Den Mittwoch verbrachten wir Deutschen mit einem kleinen Basketballturnier in der Sporthalle des Collège Hanotaux. Dabei hatten wir alle viel Spaß, auch wenn sich dabei jemand den Finger brach...

Den letzten Tag dann hatten wir noch mal Unterricht und die Deutschen testeten danach ihr Wissen bei einer Stadt-Ralley in St.Quentin. Den Abend verbrachten wir dann noch mal in den Familien. Am Abreisetag waren die Gemüter traurig gestimmt. Als wir Mittags um 14:00 Uhr auf den Bus warteten wurde viel geweint und wir Mädchen wären am liebsten nicht gefahren, denn wir alle, Franzosen und Deutsche, waren echte Freunde geworden und der Austausch, da wa- ren wir uns alle einig, hat sehr viel Spaß gemacht!