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Die Klassenfahrt zum Wildwald Vosswinkel

von Anna-Teresa Geisbauer

 

Am 5. November sind alle fünften Klassen mit zwei Reisebussen nach Vosswinkel gefahren. Dort angekommen bekam jede Klasse einen Waldlehrer und die Entdeckungsreise in den Wald ging los. Unser Waldlehrer, also der Waldlehrer der 5b, hieß Herr Schild und führte uns durch den Wald von Vosswinkel. Unsere Klassenlehrerin Frau Knaupe und die Referendarin Frau Lepping waren auch mit dabei.

Vom spannendsten Teil unserer Wanderung will ich gleich berichten. Das war nämlich, als wir die Wildschweine entdeckten. Vorher hatte Herr Schild uns erklärt: “Wenn ein Keiler (so heißt das männliche Wildschwein) aus dem Gebüsch kommt, sollt ihr wie eine „Salzsäule“ stehen bleiben, denn Wildschweine sehen sehr schlecht und halten euch für einen Baum.“ Dass wir schon so schnell Wildschweine sehen würden, hatten wir nicht gedacht. Da zeigte sich eine Bache (so heißt das weibliche Wildschwein) mit ihren Kindern. Als wir dann weiter gingen, sahen wir noch mehr Bachen mit ihren Kindern. Und plötzlich kam ein etwa ein Jahr alter Frischling (so heißen die Wildschweinkinder) aus dem Buchengebüsch und schaute zu uns hoch. 

Während unserer Wanderung spielten wir auch  Spiele und Herr Schild stellte uns ein Tierrätsel. Als wir zu einem großen Baumstumpf kamen, sollten alle Kinder sich gleichzeitig darauf stellen. Erst klappte es nicht, aber Herr Schild sagte uns, wie wir es machen sollten. Alle stellten ihren rechten Fuß auf den Baumstumpf und fassten sich in der Mitte an. Bei „Drei“ zogen wir uns alle nach oben. 27 Kinder fanden auf der Baumstumpfscheibe Platz! Damit haben wir fast den Re- kord, er liegt bei 28 Kindern, gebrochen. Das war ein wirklich gutes Spiel. Bei einem anderen Spiel sollten wir uns vorstellen, ein großer Kreis im Laub wäre ein Säureteich. In der Mitte des „Teichs“ lag ein „Salzbrocken“ (Dose) und den sollten wir mit Hilfe eines Seiles, in dem wir keine Knoten machen durften, an den Rand des Teiches befördern. Wir berieten uns also und kamen zu dem Entschluss, das Seil um zwei Bäume zu wickeln und von beiden Seiten feste zu ziehen. Als dann nun an beiden Seilenden die Hälfte der Klasse zog, hangelte sich Nora zu dem „Salz- brocken“ und beförderte ihn aus dem „Teich“. Das alles hat nur funktioniert, weil alle Kinder mitgeholfen haben. Einer alleine hätte das nicht geschafft. Danach machten wir ein Picknick, wo jeder seine mitgebrachte Speise verzehren konnte.

Auf unserer weiteren Wanderung sahen wir Damhirsche und Rehe. Später kamen wir zu einem Bauernhof. Dort im Stall überraschte uns etwas sehr Lustiges. Eine Ziege stand auf dem Rücken eines Pferdes! Kinder, die schon vorausgelaufen waren und dies zuerst bemerkten, erzählten es schnell den anderen, die dies nicht eher glauben konnten, bevor sie sich selbst überzeugen konnten. Auf dem Bauernhof gab es Schafe, Schweine und Kaninchen. Nachher durften wir noch auf einem Spielplatz spielen oder im Waldshop stöbern. Viele Kinder nahmen sich eine Ansichts- karte zur Erinnerung mit nach Hause. Bevor wir die Rückreise antraten, mussten wir alle unsere verschmutzten Schuhe wechseln, um den Bus nicht zu beschmutzen. Und wenn einer fragte: „Wie war´s denn in Vosswinkel?“, dann konnte man nur mit „Toll!“ antworten.