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Kursfahrt nach St-Malo

von Annika Homberg & Simone Hörster

 

"Eine Kursfahrt mit dem Bio-LK Haferberger und dem Pädagogik-LK Flagge in die Bretagne, genauer gesagt nach ST-MALO."

So oder so ähnlich lautete Herr Haferbergers Vorschlag, als er uns etwa vor einem Jahr das erste Mal eine seiner Ideen für die Abschlussfahrt zu Beginn der 13/1 vorstellte. Es war tatsächlich nicht schwer, rund 40 Schüler schon sehr schnell für diesen Kursfahrtsort zu begeistern. Schließlich sollte für jeden etwas dabei sein: 

Die Biologen unter uns sollten die Möglichkeit bekommen, die Bretagne mit samt ihrer Tiervielfalt und ihren wunderschönen Landschaftszweigen zu erkunden. Welchen Tierfreund würde das nicht ansprechen...?

Nun muss man sich jetzt aber fragen: Was soll ein Päda-LK dabei eigentlich für eine Rolle spielen?

Die Frage ist schnell beantwortet: Natürlich diese eigenartigen Individuen des Bio-LKs beobachten und ihrer Verhaltensweisen genauestens untersuchen. Außerdem sollten die Pädagogen die andere Kultur und Lebens- weise der Franzosen kennenlernen und analysieren.

Was ist dazu noch zu sagen? Unsere genannten Kursfahrtsvorhaben wurden zumindest von der Schulleitung genehmigt und irgendwann hieß es dann: Auf geht’s in die Bretagne!

Im Folgenden versuchen wir nun einen kleinen Überblick über die Woche vom 09.09.- 14.09.2002 zu erstellen und hoffen dabei, dass wir zumindest einen kleinen Teil der Eindrücke wiedergeben können, die wir während dieser wirklich wunderschönen Zeit sammeln konnten.

Montag, 09.09.2002 - Ankunftstag:

13 Stunden Fahrt sind tatsächlich kein Pappenstiel! Das merkten wir schnell, als wir endlich abends gegen 20.30 Uhr an unserem Hotel ankamen. Nach einem dreigängigen Abendessen begannen wir unsere Zimmer zu besiedeln – und erlebten erst mal eine kleine Überraschung: die versprochenen 3 Bettzimmer mit Fernsehen, Dusche und WC entpuppten sich als kleinste Räumchen, in denen man sich ausweichen musste, um anei- nander vorbeizugehen. Auch fiel es schwer, seine Sachen in den Schrank zu räumen – es gab nämlich keinen ( was auch Vorteile hatte, da man sich das Ein -und Ausräumen sparen konnte...). Dusche und WC entwickel- ten sich zu einer Art Dixi-Klo mit direktem Anschluss ans Zimmer. Auch mal eine recht interessante Erfah- rung! Nach dieser tollen Begrüßung ist es natürlich nicht verwunderlich, dass fast aus jedem Zimmer wehmüti- ge Anrufe in die Heimat entnommen wurden, wo man von seinem Leid klagte. Doch diese Stimmung sollte sich bald grundlegend ändern!!!

Dienstag, 10.09.2002 - der 1. Tag:

Nach einem wunderbar sättigendem und auswahlfrohem Frühstück machte sich die ganze Truppe mit den be- gleitenden Lehrern Frau Göbelsmann, Frau Lepping, Frau Flagge und Herr Haferberger bei strahlendem Son- nenschein auf ins ca. 10 Minuten entfernte ST – MALO. Durch eine für viele Leute überraschend interessante Stadtführung erfuhren wir alle etwas über die Geschichte dieser Stadt. Natürlich wurden uns bei dieser Gele- genheit auch die besten Kneipen, Creperien und Einkaufsläden in den gemütlichen älteren Gassen gezeigt. Später blieb noch Zeit zum Einkaufen und Sonnen am Strand. Zurück zum Hotel ging es mit unserem Reise- bus (der übrigens immer mehr zu unserem Zuhause wurde) entlang der Küste. Eine Mischung aus der traum- haften Landschaft „Rosamunde Pilchers“ und versteckten kleinen und großen Naturstränden offenbarte sich uns. Allein der Anblick war für die meisten einfach überwältigend!

Mittwoch, 11.09.2002 - der 2. Tag:

Heute stand der weltberühmte Klosterberg „Mont-Saint-Michel“ auf unserm Programm. Wieder bei wolkenlo- sem Himmel machten wir uns auf zu diesem Wunderwerk der Bautechnik. Was nach der etwa 2 ½  h Besich- tigung folgte, war Erholung pur: Sonnen am wunderschönen Naturstrand „Plage du Verger“. Ob Schwimmen, Ballspielen oder Wandern - Naturschönheit einfach zum genießen.. 

Donnerstag, 12.09.2002 - der 3. Tag:

Mit Badesachen im Gepäck ging es dieses Mal in das kleine Dorf „Dinnard“, wo wir den echte französischen Wochenmarkt besichtigten. Wirklich sehr interessant, aber Fischgeruch ist doch nicht für jeden etwas, wie sich an manchen Plätzen dort herausstellte. Anschließend machten wir uns auf zu dem Strand „Plage les Chevrets“. Und was soll man dazu noch sagen? Durch die Sonne und das Wasser rutschten unsere eigentli- chen Kursfahrtsstudien doch etwas in den Hintergrund ...

Freitag, 13.09.2002 - der 4. und letzte Tag:

Heute besichtigten wir eine Austernzucht in dem kleinen, gemütlichen Fischerdorf „Cancale“. Besonders unse- re Biologen standen hierbei im Vordergrund, auch wenn es einigen von ihnen beim Probieren nicht ganz so recht war. Auch Hafis aufbauende Worte konnten dieses Mal nichts daran ändern, denn sogar mit Zitrone war der salzige Fischgeschmack nur schwer zu übertönen. Später hieß es dann ein letztes Mal St-Malo zum Sou- venir kaufen – für viele ein harter Abschied, denn die Heimreise stand schon vor der Tür. Nur zu gut ließ sich nun erkennen, wie schnell die Zeit mal wieder vergehen kann, wenn sie so interessant und erlebnisreich ge- staltet ist wie die vergangenen Tage. 

Nun ein paar Worte zu den Abenden:

Nach dem Abendessen hatten wir oftmals die Möglichkeit, mit unserem Reisebus in die Innenstadt von St – Malo zu fahren. Dort konnten wir entweder, ausgestattet mit Kerzen und Gitarre, gemütlich am Strand beisam- men sitzen, oder in einer der vielen kleinen Bars die französische Gastfreundschaft genießen.

Der absolute Höhepunkt dieser Kursfahrt war allerdings für viele unter uns unser Abschlussabend. Alle zusam- men (Lehrer wie Schüler) sind wir an einen kleinen Fluss in der Nähe unseres Hotels gegangen, haben dort unsere Decken ausgebreitet und Kerzen angezündet. Einige von uns fingen rund um ein Lagerfeuer an zu träumen, als zwei Mitschüler Gitarre und Bongos herausholten und anfingen zu singen.

Es war wirklich ein wunderschöner Abend, an dem man nicht nur die gute Gemeinschaft zwischen den Schü- lern sondern auch zwischen  Schülern und Lehrern spüren konnte.

Erinnerungen an 4 geniale Pädagogen...

Frau Flagge („Es war einmal...“)

Zu einem der sicher unvergesslichsten Ereignisse auf dieser Kursfahrt zählen auf jeden Fall Frau Flagges un- verwechselbare Märchenstunden.

Ob in einer Bar, am Strand oder auf einer unserer zahlreichen Bustouren... Überall war sie in der Mitte vieler anstrengend lauschender Schüler zu finden, die die Aufmerksamkeit oft durch lautes Lachen auf sich zog.

Da passiert es auch schon mal, dass die ein oder andere Träne fließt...

Herr Haferberger  („Papi Hafi“)

Unser Reiseführer „Hafi“ fühlte sich schon nach kurzer Zeit in der Bretagne wie zu Hause und zeigte seinen „Schäfchen“ die schönsten Seiten dieser Landschaft. Sicher ist er es, dem wir es zu verdanken haben, dass diese Kursfahrt für uns alle so einmalig in Erinnerung bleiben wird... Einen besseren Führer durch die Bretagne hätten wir nicht haben können – da sind sich wahrscheinlich alle einig!

Frau Göbelsmann („Die Frau für alle Fälle“)

Ohne Frau Göbelsmann, unsere Französischexpertin, hätte es gut passieren können, dass wir bereits am zweiten Tag obdachlos gewesen wären und spätestens am letzten Tag von Franzosen „vernascht“ wurden (...zumindest einige unter uns...J).

Sie hatte stets ein offenes Ohr und war für jeden Spaß zu haben.

Frau Lepping („pädagogisch sehr wertvoll...“)

... die charmante Begleiterin, die wir aufgrund ihrer fröhlich, lockeren Art schnell ins Herz geschlossen haben. Sie war eine perfekte Ergänzung zu Ihren Kollegen, aber auch zu den Schülern, denn aufgrund des relativ ge- ringen Altersunterschieds konnten wir zu ihr ein recht freundschaftliches Verhältnis aufbauen.

Fazit:

Diese Kursfahrt zu Beginn der 13/1 ist für viele von uns weitaus schöner gewesen, als man es sich erhofft hat- te (...und Schüler haben nicht gerade niedrig gestellte Ansprüche J).

Das haben wir hauptsächlich unseren „4 genialen Pädagogen“ zu verdanken. Daher möchten wir uns auf die- sem Wege noch mal ganz herzlich im Namen der gesamten Schüler des Päda – und Bio LKs, bei Herr Hafer- berger, Frau Flagge, Frau Göbelsmann und Frau Lepping bedanken. Wir hatten alle zusammen sehr viel Spaß, Sonne pur und einen Hauch von Urlaub.

Es war eine unbeschreiblich schöne Zeit, die wir bestimmt nie vergessen werden...!