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1353 Helfer für saubere Bergstadt

Überwältigendes Engagement für die Umwelt. Teilnehmerzahl verdoppelt

LN v. 26.04.04 Es ist ein überwältigendes Ergebnis: 1353 Teilnehmer machten die diesjährige Aktion "Sauberes Lüdenscheid" zu einem überraschenden Erfolg. Am Samstag waren die freiwilligen Helfer an 42 Orten in der Bergstadt unterwegs, um Straßen, Wälder und Wiesen von Müll zu befreien. Im Vergleich zum Vorjahr waren mehr als doppelt so viele Teilnehmer beteiligt.

Schon im Morgengrauen machten sich die ersten auf den Weg, um für ein sauberes Lüdenscheid zu sorgen. Neben Vereinen wie dem TuS Grünewald waren auch zahlreiche Schulen und Kindergärten sowie private Gruppierungen mit dabei. So sorgte etwa die Naturschutz AG gemeinsam mit der 6a des Geschwister-Scholl-Gymnasiums dafür, dass das Bachbett Im Grund wieder naturbelassen ist. Riesige Abdeckplanen und säckeweise Müll schafften die Mädchen und Jungen aus dem Wasser. Lehrerin Ulrike Rohlmann weiß genau, wie sie ihre Schützlinge motiviert und hat für ein Picknick Kuchen und die dazugehörigen Getränke im Auto.

Bürgermeister Schmidt überreicht den Scholl-Schülern als Dankeschön Freikarten für's Schwimmbad

Auch Bürgermeister Friedrich-Karl Schmidt ist sich bewusst, dass gerade das Engagement der Jugendlichen gefördert werden muss. "Es ist toll, wenn solche Aktionen von den Schulen ausgehen." Und so besuchte der Bürgermeister nicht nur verschiedene Gruppen, sondern hatte für die rund 700 Jugendlichen Helfer noch eine Überraschung dabei: 700 Freikarten für das Schwimmbad am Nattenberg. Bei den 92 Helfern der Theodor-Heuss-Realschule war dem Spender die Aufmerksamkeit sicher. Für den Bürgermeister ließen die Jungen und Mädchen den Müllbeutel liegen und holten sich stattdessen ein Autogramm auf ihre Freikarte.

Mehr als 1000 Paar Arbeitshandschuhe und 1000 Müllsäcke hatte die STL für den Aktionstag ausgegeben. Dazu standen an verschiedenen Orten große Container bereit, die sperrigere Stücke schluckten. So etwa auch an der Kleingartenanlage Honsel, wo die Gärtner gleich zwei der sogenannten Pritschen mit Müll füllten. Während der Abfall hier zumeist aus Holz bestand, stieß der Arbeitskreis Umwelt der CDU entlang der Brunscheider Straße vor allem auf Fast-Food-Verpackungen.

Auch wenn noch keine genauen Zahlen vorliegen, sind die Organisatoren mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. "Es gab eine ganz tolle Resonanz", freut sich der stellvertretende STL-Werksleiter Heino Lange. Und Friedrich-Karl Schmidt hofft, "dass die Aktion zum Selbstläufer wird."