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Deutsch- und Mathe-LK im wunderschönen "Prager Sommer" 2004

von Leonie Bause

        

Prag? Warum ausgerechnet Prag? Das Essen hat einen zweifelhaften Ruf, die Fahrt dorthin ist lang und außerdem fahren die Anderen an den Strand der Bretagne…

Schließlich ging es am Montag, den 12.07.04 dann doch mit einer starken Besatzung der Deutsch-LKs von Fr. Dinkhoff und Hr. Wilczek und dem Mathe-LK von Fr. Günnigmann mit Unterstützung von Hr. Veerkamp und guter Laune Richtung Tschechien.  

Schon die Fahrt zum Hotel Janouska wurde dank Peter, unserem Busfahrer, zum Abenteuer: „Ihr da oben in der ersten Reihe, guckt mal, ob der Bus durch den Tunnel passt! Nun guckt schon!“ Auch Rückwärtsfahren, denn „vorwärts kann ja jeder“, und eine „Runde geben“ beim Kreisverkehr gehörten zu seinem Programm.

Nach 12 Stunden Schlager und vielen Runden Doppelkopf mit Herrn Dr. Wilczek und Herrn Veerkamp kamen wir dann doch tatsächlich in unserem gemütlichen Hotel an, wo auch das Essen angenehm überraschte. Und schon an diesem ersten Abend hatten wir noch lange viel Spaß!

Am Dienstag begann der Tag (nach einer schweißtreibenden Fahrt in die Prager Innenstadt) mit einer ausführlichen Stadtführung in zwei Gruppen. Das gemütliche „Goldene Gässchen“, in dem schon Franz Kafka seine Werke niederschrieb, der Wenzelsplatz mit Touristen aus aller Welt und die Wachablösung auf der Burg – nichts wurde ausgelassen und bei einer anschließenden Dampferfahrt auf der Moldau wurden Schnäppchen begutachtet und die Beine ausgeruht. Schneller als gedacht war der erste Tag in Prag vorbei und zurück ging es mit Schlagermusik (Hr.Veerkamp: „Und jetzt alle: O, mammi, mammi blue, o mammi blue“) in unser Hotel, in dem allerdings so schnell noch nicht das Licht aus war…

Mittwoch wurde das Programm für Deutsch-LKler und Mathematiker aufgeteilt.

Mit Hr. Wilczek und Fr. Dinkhoff ging es zu einer „Führung deutscher Dichter in Prag“, während Fr. Günnigmann mit ihrem Kurs ein jüdisches Stadtviertel besichtigte.

Die deutschen Dichter führten uns zwangsläufig zum Grab von Franz Kafka auf einem jüdischen Friedhof, auf dem alle Männer ungewohnter Weise eine Kippa tragen mussten. Nach teilweise relativ langwierigen Erklärungen vor einigen sehenswürdigen Häusern trafen wir die Mathematiker wieder, die auch schon viel von Prag gesehen hatten.

Vor uns lagen ein Sonnentag und viele Stunden Freizeit!

Vollbepackt mit Tüten, kaputt aber glücklich fuhren wir abends zum Essen wieder ins Hotel, nur damit sich ein Großteil unserer Truppe kurz darauf wieder mit dem Bus in Bewegung setzte – Richtung Riesendisco mitten in Prag!

Nach Tanz und Musik des Vorabends tat es dann ganz gut, dass wir uns am Donnerstag ausschlafen konnten und morgens noch kein Programm hatten. Später fuhren wir mit einem Lunchpaket des Hotels bewaffnet und teilweise leicht verkatert zum KZ Theresienstadt, wo wir bei herrlichem Wetter eine bedrückende Führung bekamen. Abends vergaßen wir zusammen in einem gemütlichen Bierkeller, einer Entdeckung der Lehrer, dass dieser Tag schon der letzte war und wir bald wieder fahren sollten.

Um so wenig wie möglich von diesem doch so schön gewordenen Prag zu verschlafen, wurde an unserem letzten Abend die Nacht zum Tag gemacht und für manch einen lohnte es sich nach kurzem Kofferpacken und genauesten mathematischen Überlegungen wirklich nicht mehr, sich überhaupt noch hinzulegen.

Am nächsten Morgen fuhren wir schon um neun Uhr ab und hatten mit Stau, Hitze, Übelkeit und Schlagern zu kämpfen. Doch wir konnten bei der Fahrt durch Dresden die frisch enthüllte Frauenkirche sehen und andere Sehenswürdigkeiten erahnen und um zehn Uhr abends kamen wir dann endlich vor dem GSG an.

Die Kursfahrt nach Prag war wunderschön und wird von allen garantiert nicht so schnell wieder vergessen.