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Saint-Malo 2004 - Biologie und Pädagogik-LK erobern die Bretagne

von Dennis Giedinghagen

 

Als am Anfang des Schuljahres die Diskussion um die anstehende Kursfahrt anstand, schlugen die Lehrkörper der Leistungskurse Biologie und Pädagogik ihren Schülern vor, die Kursfahrt zusammen zu unternehmen. Als Ziel schwebte Frau Flagge und Herrn Haferberger Saint-Malo in der Bretagne vor. Wenige Schüler kannten diesen Ort, doch nach intensiver Überzeugungsarbeit stimmten die Schüler zu.

Somit wurde der Grundstein für eine „fantastische“ Kursfahrt gelegt, die in den frühen Montag-Morgenstunden des 12. Juli 2004 (05:30) begann. Nach einer langen Busfahrt quer durch Belgien und Frankreich erreichten die 49 Schüler (11 Jungen und 38 Mädchen) mit den vier Lehrkörpern (Frau Flagge, Frau Küster, Herr Haferberger und Herr Nyenhuis) das geplante Ziel.  

Am Ziel angekommen bewahrheitete sich eine weitere Vorhersage der Lehrer: die Zimmer waren sehr kompakt und die „Nasszellen“ wurden in einem netten rosa Ton vorgefunden; (die erste Vorhersage bestand darin, dass den Schülern eine langatmige Busfahrt prophezeit wurde). Dies wurde nach dem Abendessen festgestellt und konnte beim Auspacken der Koffer länger inspiziert werden. Somit endete der erste Tag.

Der zweite Tag wurde, genau wie die darauf folgenden, mit einem (anscheinend typischem) französischem Frühstück begonnen: Kaffee/Milch oder Orangensaft, Baguette oder Weißbrot und Marmelade. Nachdem dieses zu sich genommen wurde, starteten die Leistungs-Biologen und die Leistungs-Pädagogen mit ihren Lehrkörpern nach Saint-Malo. Dort angetroffen wurde die 53-Mann-Truppe durch die malonesische Innenstadt geführt. Nach zwei Stunden (und an einigen Erfahrungen reicher) war die Führung zu Ende und man begab sich in kleineren Gruppen auf eine intensivere Erkundung der Innenstadt und deren Einkaufsmöglichkeiten. Danach fuhren die beiden LK's zurück zum Hotel und genossen die Sonne und kurz darauf das Abendessen. Am späteren Abend fuhr das deutsche Trüppchen wiederum nach Saint-Malo, um die Möglichkeiten zu betrachten, sich abends zu vergnügen. Diese Mission wurde ebenfalls erfolgreich erfüllt.

Am dritten Tag (14. Juli; Nationalfeiertag in Frankreich) stand die Besichtigung des Mont-Saint-Michel an. Nachdem man sich durch die Touristenmengen hinauf zum alten Kloster gedrängt hatte, genoss man die Besichtigung des Klosters. Neben der atemberaubenden Aussicht konnte man das (wieder aktive) Kloster besichtigen, welches seinen Ursprung im 8. Jahrhundert hat. Nach der Besichtigung und dem Einkauf von touristischen Materialien begab sich die Truppe auf den Weg zu einer kleinen Bucht in der Nähe von Cancale. Dort genoss man eine kleine Strandbucht, die nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer zum Schwimmen einlud. Nach intensiven Schwimmbemühungen und sportlichen Aktivitäten am Strand ging man wiederum ins Hotel zum Abendessen, um sich dann gestärkt nach Saint-Malo zu begeben. Was den Lehrern und Schülern dort geboten wurde, war einfach atemberaubend. Von den hohen Stadtmauern von Saint-Malo ertönte malonesische Volksmusik. Diese und ein fast halbstündiges Feuerwerk genoss die 53-köpfige Studientruppe mit fast 40.000 Bretonen. Die phänomenalen Eindrücke mussten dann auf dem Weg ins Hotel verdaut werden.

Am Donnerstag (der vierte Tag der Kursfahrt), wurde die Schüler/Lehrer-Truppe ins Landesinnere gefahren, nach Dinan. Dort erlebte man neben einem französischen Markt (auf dem man bis auf Kücheneinrichtungen alles käuflich erwerben konnte), eine mittelalterliche Atmosphäre, die unter anderem durch die imposante Stadtmauer und eine mächtige Burg erzeugt wurde. Diese Eindrücke konnten dann wiederum am Strand (diesmal der von Saint-Malo) verarbeitet werden. Auch dort wurde der Atlantische Ozean wieder zum Schwimmen benutzt oder einfach nur, um sich die Füße dort abzukühlen. Auch dieser Tag wurde wiederum vom malonesischen Nachtleben abgerundet.

Der vorletzte Tag wurde interessant begonnen. Nach obligatorischem Frühstück fuhr man nach Cancale. Die Stadt ist berühmt für ihre Austernzucht, die sich über die komplette Bucht hinwegzieht. Da sich kaum ein Schüler vorstellen konnte, wie Austern schmecken, wurden diese natürlich probiert. Und wie sich das in Frankreich gehört, wurden diese stilvoll mit Weißwein serviert. Nach diesem leckeren oder abscheulichen Essen wurde kurz noch die Stadt erkundet und eingekauft, um dann an den Strand zu fahren, wo man drei Stunden Sonnenschein genoss. Neben sportlichen Aktivitäten, wie Schwimmen, Volleyball, vertieften sich einige auch in lustige Geschichten oder einfach nur in Schlafen.

Nach dem Sonnenbad, brach man auf in Richtung Hotel, um dort das letzte französische Abendessen zu genießen. Dann, nachdem die Koffer gepackt wurden, wanderte die komplette Truppe zu einem ruhigen Plätzchen, wo gemeinsam ein Lagerfeuer entzündet wurde. Der Rückgang zum Hotel wurde von einem klaren Sternenhimmel begleitet.

Der letzte Tag war ähnlich dem Ersten: eine lange Busfahrt bestand allen bevor. Doch nach dreizehn Stunden Fahrt kamen die Studienfahrer glücklich, braun gebrannt und zufrieden zurück. Und bei dem tristen deutschen Wetter wünschten sich nicht nur die Schüler zurück in die Bretagne.