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Langeoog 2004 - Aus dem Tagebuch der Klasse 6b

von Laura Becher und Marina Gnatowski

Montag, 05. Juli 2004

Am Montag trafen sich die Klassen 6a und 6b um ca. 6.45 Uhr auf dem Lehrerparkplatz. Die Abfahrt war für 7.15 Uhr geplant. Als sich dann beide Klassen mit Freude in den Bus setzten, ging es sofort los. Nach vier Stunden kamen wir dann am Hafen „Bensersiel“ an. Trotz einer Stunde Wartezeit blieb die Stimmung gut, um 12.15 Uhr konnten wir alle auf die "Langeoog 3". Beim Einsteigen hat es leicht angefangen  zu nieseln, was dann aber zum Glück schnell wieder aufhörte. Nach der gut zu vertragenden Schiffahrt wurden wir mit der Langeooger Inselbahn ein paar Meter vor unserem Heim abgesetzt. Nach einem kleinen Fußmarsch waren wir auch am OWD-Heim. 

 Als wir in unsere gemütlichen Zimmer eingewiesen wurden, hatten wir nicht viel Zeit zum Ausräumen oder dazu, andere Einrichtungsmaßnahmen zu unternehmen. Denn wir sind direkt in die kleine, aber schöne Einkaufsstraße gegangen, wo uns dann die wichtigsten Orte wie z.B. die Post gezeigt wurden. Auch nach dem leckeren Abendessen gab es noch ein schönes Programm für uns: wir gingen an den Strand. Doch um 23 Uhr war dann wirklich Bettruhe, woran sich nicht alle Zimmer immer gehalten haben. Aber die Bettruhe war manchmal nützlich, weil wir jeden Morgen um 7.30 Uhr geweckt wurden und dann ein schöner aber doch anstrengender Tag auf uns und die Lehrer wartete.

Dienstag, 06. Juli 2004

Am Dienstag war auf Grund des schönen Wetters Strandtag angesagt. Mit Frisbee, Fußball und Volleyball ging es dann Richtung Strand, wo eine Schaukel, ein Volleyballnetz und zwei Fußballtore auf dem warmen Sandstrand aufgebaut waren. Bei der Hitze, die beim Spielen oder Drachensteigen aufkam, durften wir im beaufsichtigten Badebereich der DLRG schwimmen. Dadurch, dass die Flut kam, machte das Fußballspielen oder Muschelnsammeln noch mehr Spaß. Doch nicht alle benutzten die Spielgeräte, einige lasen oder ließen sich von der warmen Sonne bräunen.

Nach dem Strandtag hatten alle viel Hunger. Als wir unsere Brote vom Abendessen aufgegessen hatten, durften wir erst einmal für eine halbe Stunde auf unsere Zimmer um das Chaos der zwei Tage erst einmal zu beseitigen. Danach sind wir wieder an den Strand gegangen, wo man einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten konnte. Doch wir spielten lieber Völkerball.

Mittwoch, 07. Juli 2004

Auch am dritten Tag war das Wetter zumindest am Anfang schön, später war es dann bewölkt und es fing an zu regnen. In dieser Zeit haben wir Gesellschaftsspiele gespielt oder Musik gehört. Doch der Regen hielt nicht lange an. Weil der Strand zu nass zum Sandburgenbauen oder Sonnen war, haben wir Freigang bekommen. In dieser Zeit durften wir in Dreier- oder Vierergruppen in die Stadt gehen oder im Heim bleiben um dort Tischtennis zu spielen oder in unserem Zimmer ein Rollenspiel zu üben. Denn Alina hatte sich zu Hause große Mühe gegeben um Themen und Überschriften für die Rollenspiele zu erfinden, die wir dann am Abend vorführen sollten. Abends haben wir dann gegessen und die 6b hat ihre Rollenspiele vorgeführt. Auch an diesem Abend waren nicht alle Zimmer um Punkt 11 Uhr leise. 

Donnerstag, 08. Juli 2004

Als wir morgens um 7.30 Uhr wie jeden Morgen von den Lehrern geweckt wurden, mussten wir uns für das Frühstück fertig machen. Meist reichte die Zeit nicht, denn man musste pünktlich um 8 Uhr im Speisesaal erscheinen. Es gab auch dieses Mal wie jeden Morgen Aufschnitt, Käse, Marmelade, Butter und Tee. Mmmmhhh..., lecker!

Nachdem wir es uns schmecken gelassen hatten, gingen wir hinauf um unsere Zimmer aufzuräumen. Danach gingen die Lehrer zur Kontrolle durch die einzelnen Räume, was sie allerdings immer machten, wenn wir unsere Zimmer auf Vordermann bringen mussten.

„Heute machen wir eine Radtour“, verkündete uns Frau Knaupe am Donnerstag. Wir alle mussten uns wetterfeste Kleidung anziehen, Helm auf und los ging es. Wir liefen zu Fuß zum Fahrradverleih, der 10 Minuten entfernt vom OWD-Heim war. Jeder bekam ein zu seiner Größe passendes Fahrrad. Als jeder eins hatte, fuhren wir los! Die Sonne schien und der Himmel war klar. Das hieß, dass es optimales Fahrradwetter war.

Wir sollten in einer Schlange hintereinander und mit einem Sicherheitsabstand fahren, was meistens dann doch nicht klappte. Als wir schon 15 km hinter uns hatten, machten  wir eine kleine Pause, wo sich jeder etwas zu trinken oder zu essen holen durfte. Wir aßen Eis, sangen und hatten viel Spaß.

Wir wollten weiter fahren, doch plötzlich zog schlechtes Wetter auf und wir kehrten um. Schade, denn wir wollten noch bis zu den Seehundbänken fahren um sie zu besuchen. Wir gaben die Fahrräder zurück und gingen zu Fuß zum OWD-Heim. Wir sind später auch noch zum Strand gegangen und haben gespielt, was immer viel Fun bereitete.

Abends gegen 22 Uhr ging’s ab ins Bett. Dann durften wir uns noch bis 23 Uhr unterhalten und danach musste jeder schlafen um am nächsten Tag wieder topfit zu sein. Doch es klappte nicht immer so gut, dass wir morgens um 8 Uhr topfit auf der Matte standen.

Freitag, 09. Juli 2004

Am nächsten Tag verkündete Frau Knaupe, dass wir eine Wattwanderung machen würden. Wir gingen mit dem lustigsten und besten Wattführer Langeoogs, nämlich mit Uwe. Wir sind durchs Watt gegangen, haben viel über Wattwürmer, Muscheln und Pflanzen wie Beifuß gelernt und hatten irrsinnig viel Spaß. Und wie es im Watt stank! Igitt! Wir haben viel erfahren, was wir vorher nicht wussten.

Nachmittags gingen wir an den Strand und haben einen Sandmurmelburgwettbewerb gemacht. Wir waren geschäftig bei der Sache und die Lehrer mussten auf uns aufpassen.

Abends haben wir es richtig krachen lassen: mit einer Disco. Wir haben alle Stühle und Tische aus dem Speisesaal geräumt, CDs eingeworfen und losgetanzt. Alle hatten viel Spaß. OK, auch wenn der Recorder fünfmal ausgefallen ist – es war trotzdem lustig. Anschließend gingen wir im Dunklen zum Strand und haben eine kleine Nachtwanderung gemacht. Am Strand haben wir dann auch noch den Preis für den Sandmurmelburgwettbewerb verliehen.

Heute war der letzte Tag vor unserer Abreise, so dass wir ein bisschen länger aufbleiben durften. Doch nach der Nachtwanderung mussten wir auch direkt ins Bett. Gute Nacht! Aaah, gäähnnn....!

Samstag, 10. Juli 2004

Was schon 6.30 Uhr? dachten alle, denn heute reisten wir ab. Wir mussten unsere Betten abziehen, den Rest noch in die Koffer packen, die wir am Freitag bis auf die Kleinigkeiten schon gepackt hatten. Um das Zimmer so zu verlassen, wie wir es alle vorgefunden hatten, musste jedes Zimmer noch gründlich durchgefegt werden. Nach dem Frühstück kontrollierten die Lehrer noch einmal die Zimmer und dann konnte es losgehen.

Irgendwie waren alle traurig Langeoog jetzt schon wieder zu verlassen, doch jeder freute sich auch wieder auf zu Hause. Wir fuhren zurück wie auch hin, mit der Inselbahn, mit der Fähre und dem Bus. Als wir nach vier bis fünf Stunden wieder in unserer Heimatstadt Lüdenscheid ankamen, freuten sich alle, denn die Eltern empfingen uns mit einem strahlenden Lächeln.

Auf Langeoog war es schön! Wir sagen nur eins: Wir kommen wieder, Langeoog!