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Landessiegerin ist 16 - und in Englisch perfekt

Foto: WR Presseerklärung des Ministeriums

Foto von der Ehrung durch Ministerpräsidenten Peer Steinbrück

(WR v. 18.06.2004) Das Beispiel der 16-jährigen Lüdenscheider Gymnasiastin Ann-Christin Dembert könnte vielen Schülern Mut machen. Die frischgebackene Landessiegerin des Bundeswettbewerbs Fremd- sprachen hat zwar ihre jüngste Englischklausur standesgemäß mit einer 1 gemeistert. "Aber in der sechsten Klasse hatte ich in einer Englischarbeit auch einmal eine 6", erinnert sich die Schülerin der Klasse 10a des Geschwister-Scholl- Gymnasiums.

Seit der siebten Klasse ging es für die junge Lüdenscheiderin leistungsmäßig dann aber stetig bergauf, lobte Anja Johannvorder- sielhorst, seit vier Jahren Englisch- und Klassenlehrerin der 10a. Ann-Christin habe in Englisch inzwischen "muttersprachliche Qualität" erreicht und sie habe ihr daher im vergangenen Herbst die Teilnahme an dem Sprachenwettbewerb nahegelegt.

Im Einzelwettbewerb der 9. und 10. Klassen überzeugte die Lüdenscheiderin mit ihren mündlichen und schriftlichen Beiträgen zum Prüfungsthema Kanada die Jury und durfte am 7. Juni in Köln zur Belohnung Urkunde, Preisgeld und ein dickes Buchpaket entgegennehmen.

Gleichzeitig hat sie sich mit ihrer Leistung gemeinsam mit neun anderen Landessiegern (neben Englisch konnte man sich auch mit den Sprachen Russisch, Französisch, Spanisch und Italienisch bewerben) für die abschließende bundesweite Ausscheidung qualifiziert. Die findet Ende September in Ludwigsfelde bei Potsdam statt. Von ursprünglich 11 000 Wettbewerbsteilnehmern gehen dort nur die 80 Besten an den Start.

Leicht wird das nicht, weiß die ehrgeizige Schülerin. Denn neben simulierten Bewerbungsgesprächen und schriftlichen Aufgaben müssen während des viertägigen Wettbewerbmarathons auch literarische Diskussionen auf Englisch geführt werden. Den Bundessiegern winken wertvolle Preise, etwa ein Sprachaufenthalt im Ausland.

Ein lohnendes Ziel, findet Ann-Christin Dembert, die ihre Sprachkompetenz im Fach Englisch vor allem der Schule zu verdanken hat. Denn ihr einziger Auslandsaufenthalt in England dauerte gerade eine Woche, im Rahmen des Austauschs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums mit der Partnerschule.