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"Zuversicht und Selbstbewusstsein vom ,Abilymp´ ins Leben mitnehmen"

Rede der Direktorin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Antje Malycha

Rede der Jahrgangssprecher Kathrin Schiemenz und Mario Bause

 

(WR v. 27.06.04) "Schade, dass alles vorbei ist", hörte man am Freitagabend beim Verlassen des Theatersaales im Kulturhaus. Viele werden ähnlich gedacht haben. Mit einer großartigen Entlassfeier wurden 99 Abiturientinnen und Abiturienten der Staberger Gymnasien verabschiedet.

In einem harmonisch heiteren Programm, das Sonja Hartmann und Niklas Alof moderierten, ging es nach Vätersitte wie stets um Musik, Tanz und viel Verbales, das nachdenklich stimmte, aber ebenso belustigte. Eine Augenweide allein war der "Einmarsch der Erfolgreichen". Modenschauen der Haute Couture nicht unähnlich, schritten die jungen Damen und Herren in selbstbewusster Haltung, blendendem Outfit und eigentlich ohne sichtbare Nervosität auf ihre Plätze.

Fesselnd und gediegen die Ansprache von Direktorin Antje Malycha, die sie ohne erhobenen Zeigefinger, eher freundschaftlich den Scheidenden mit auf den Weg gab. Darin lobte sie vor allem die Gemeinschaft des Abi-Jahrgangs 2004. Ihre Empfehlung war, Selbstvertrauen, Zuversicht und Kompetenz vom "Abilymp" in das Leben mitzunehmen. Gleichzeitig erinnerte sie daran, von jetzt an als ein in der Gesellschaft lebendes Wesen "sehr viel mehr Verantwortung zu tragen für ein Leben in Freiheit, in dem ein friedliches ökologisches, wirtschaftliches und soziales Gleichgewicht gesichert sein soll."

Malycha warnte aber auch vor Selbstüberschätzung und dem Glauben an die eigene Unfehlbarkeit. Letztere schließe schon das Scheitern in sich, weil sie die Achtsamkeit ausschließe, was sie mit dem Bild des Phaeton aus der griechischen Sage als Parallele vor Augen führte.

Das Bild des griechischen Götterhimmels griffen die Jahrgangstufensprecher Cathrin Schiemenz und Mario Bause auch in ihrer witzigen Ansprache auf, als sie sich an "Göttervater Manfred Zeus und Göttin Hera Malycha" wandten. Nicht ganz ernst zu nehmen waren Schliche und Ränke, die sie aus dem Schulalltag wortgewandt ausplauderten und doch viel Wahrheit darin verpackten.

Ihre unbekümmerte Zuversicht - die Zukunft betreffend - gaben sie mit Erich Kästner zum Besten: "Auch mit Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen."

Fetzige Tanzformationen boten Heike Dunkel, Viktoria Saatweber und Melanie Langenhorst mit ihren Partnern sowie Jazztanz Kathrin Zborowski und Heike Dunkel. Jahrgangsstufenleiterin Dr. Barbara Sträterhoff entlockte man viele Lobesworte über den Jahrgang 2004 in Schule und bei Kursfahrten. Pädagogin Anne Günnigmann wurde für ihre ständige Hilfsbereitschaft besonders gelobt und alle Leistungskurslehrer/innen erhielten eine dicke weiße Schärpe als Anerkennung. Die Gruppe "Take Five" und last not least die Big Band des Zeppelin-Gymnasiums sorgten mit schmissigen Tönen für die musikalischen Tupfer im Programm.

Ganz feierlich wurde es bei der Zeugnisübergabe, die Antje Malycha und Dr. Manfred Vonderschen abwechselnd vornahmen. Für ihren Einsatz auf verschiedenen Gebieten wurden etliche Abiturienten besonders ausgezeichnet. Im GSG: Mareike Elbertzhagen, Jens Funk, Janine Grote, Sebastian Lohmann, Julia Lorbèr, Marcel Nowak, Konstantin Ouzounow, Benjamin Reininghaus, Kai Philipp Gehlhar. Im Zepp: Katja Drescher, Michel Giacobino, Sonja Hartmann, Sebastian Koch, Andrea Lange, Tim Reich, Imke Vollmershausen, Janna Weber, Melanie Wickel. 16 Abiturientinnen und Abiturienten haben herausragende schulische Leistungen erbracht: Julia Graeve, Jan-Michael Stube, Ina Ebersbach, (1,9), Angela Wagner (1,8), Cathrin Schiemenz, Michael Hensler, Sabine Vorwerk (1,7), Benjamin Bartolovic (1,6), Ferdinand Ebert, Hans-Christian Ebke, Mario Bause (1,5 ), Helma Kleinhorst, Jennifer Stube (1,4 ), Felix Schlesinger (1,3 ), Karl-Peter Gotzner (1,2 ), die Traumnote "Eins" erreichte Enzo Ferrara.