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Au revoir Lüdenscheid, bonjour Amiens

von Simone Petereit, Jgst. 11

„Vive la France“ so lautete das Motto von Oberstufenschülern und -schülerinnen der Staberger Gymnasien: Am Montag, den 22. März 2004, kehrten wir Lüdenscheid den Rücken und brachen mit unseren Lehrern nach Frankreich auf, wo uns ein 10-tägiger Aufenthalt in französischen Familien erwartete. 

Nach einer langen Busfahrt konnten wir von den französischen Austauschpartnern in Amiens in Empfang genommen werden. Von Anfang an herrschte eine herzliche und ausgelassene Stimmung, die auch in den folgenden Tagen nicht vergehen sollte. Ein abwechslungsreiches Programm stand uns fern der Heimat bevor.  

Nach einer ersten Erkundungstour durch Amiens besichtigten wir die sagenumwobene Stadt Rouen mit ihrer Kathedrale und dem Scheiterhaufen der Jeanne d’Arc.  

Am nächsten Tag ging es weiter ins „Historial“ in Péronne, ein Geschichtsmuseum, das die Thematik des 1. Weltkrieges behandelt.

Höhepunkt der Reise war die Fahrt nach Paris. Nach unserer Ankunft in der Metropole starteten wir gleich durch zum Eiffelturm. Bei herrlich sonnigem Wetter genossen wir in luftiger Höhe die Aussicht und schossen zahlreiche Erinnerungsfotos für die Daheimgebliebenen. Anschließend begutachteten wir in Kleingruppen die Geschäfte der Champs Elysées und stärkten uns mit französischen Baguettes. Nachmittags standen die Besichtigung der Kathedralen Notre-Dame und Sacre-Coeur auf dem Plan, auf welche der Gang durch das Künstlerviertel Montmatre folgte.

Das Wochenende verbrachte jeder bei seiner Gastfamilie und konnte so einen Einblick in das Alltagsleben und die Gebräuche unserer französischen Nachbarn nehmen.

In der zweiten Woche besichtigten wir unter anderem die Kathedrale in Amiens, nahmen am Unterricht unserer Austauschpartner teil und fuhren an die Küste. Nach einer Führung durchs Vogelmuseum ging es ab an den Strand. Wir wateten durchs Meer, aßen Eis und erholten uns von den Strapazen der letzten Tage.

Der letzte Tag gestaltete sich traurig: ein letztes Mal Einkaufen in Amiens, ein letztes Mal Unterricht in der Schule und ein letztes Essen in der Familie, oft ein pompöses Menü mit Quiche, Petits Fours und Crêpes, eben die echte französische Küche.

Am 1. April traten wir schweren Herzens den Weg nach Hause an und für viele von uns war es wahrscheinlich nicht der letzte Besuch in Amiens.

Als Resümee kann ich nur sagen, dass dieser Austausch wieder ein voller Erfolg war, nicht möglich ohne unsere Lehrer Herrn Fricke und Herrn Dullat, sowie Frau Wülfing und Frau Schulte, bei denen wir uns herzlich bedanken wollen. Merci.