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Religionskurs der Klasse 8 gestaltet Jugendgottesdienst

„Wie stellt ihr euch den Himmel vor“, fragte Pater Steven die versammelte Gemeinde. „Als einen friedlichen Ort“, „als etwas, wo es keinen Raum und keine Zeit mehr gibt“ oder auch: „Ein Ort, an dem ich alle meine Freunde und meine Verwandten wiedersehe“, so antworteten einige Jugendliche. „Und wenn es nun den Himmel nicht gibt? Woher sind Sie sich eigentlich so sicher?“ Pater Steven überlegte ein wenig, setzte dann seine Katechese fort, indem er von der Bibel, seinem Glauben und seiner Hoffnung erzählte, dass mit dem Tod nicht alles vorbei sei. Die Schüler und die Erwachsenen hörten begeistert zu. So entwickelte sich eine Predigt der ganz anderen Art. Sie wurde zu einem Gespräch über Glaube, Hoffnungen und Zweifel im Umgang der Menschen mit dem Tod.

„Tod!? Anfang oder Ende?“ so hatten die Schülerinnen und Schüler des Religionskurses der Klasse 8 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Herrn Veerkamp ihren Jugendgottesdienst in der Kirche Maria Königen genannt, der am Sonntag, dem 28.3.2004, um 17.00 Uhr stattfand. Eingeladen waren Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren, die zusammen mit den Schüler/innen einen Gottesdienst der anderen Art feiern wollten: Modernes geistliches Liedgut (der Chor unter Führung von Melanie leistete dabei ein hervorragende Arbeit) anstatt verstaubter Choräle, ein Gottesdienst zum Mitmachen anstatt ein Zuschauergottesdienst und nicht zuletzt ein Gespräch über den Glauben anstatt eine langweilige Predigt. So legte Lukas zu Beginn des Gottesdienstes fetzige Musik ein, Adam begrüßte die Gottesdienstteilnehmer, Alina, Halina, Michael, Christoph und Adam führten in einen kleinen Schauspiel den Gottesdiensteilnehmern vor Augen, wie Jugendliche über Leben und Sterben denken.

Und so wurde es ein feierlicher Gottesdienst, der den Nerv der Jugendlichen traf. Als Pater Steven den Schlusssegen sprach und dieses mit der Hoffnung verband, dass auf diesen Jugendgottesdienst noch weitere folgen, merkte man, wie etliche Schüler schon in ihren Gedanken ihren Terminkalender zückten.