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Rote Nasen, weite Herzen: Schüler helfen mit Humor

Red Nose Day" am Scholl-Gymnasium: 500 Euro für Kinder in Not. Schüler formieren sich auf dem Schulhof zu einem überdimensionalen Gesicht

LN v. 25.03.04 Partylaune, 500 Schüler in Bewegung und dazu der feste Wille zur guten Tat - diese glückliche Kombination prägte gestern den "Red Nose Day" (RND) am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Dessen Höhepunkt war erreicht, als sich die Scholl-Schüler auf dem Pausenhof versammelten und zu einem überdimensionalen Gesicht formierten - zur Freude von Lehrern, Passanten und Fotografen.

Und auch der soziale Gedanke kam an diesem Tag nicht zu kurz. Insgesamt 500 Euro - sie stammen vor allem aus dem Verkauf von Kuchen und roten Plastiknasen - stellen die Scholl-Schüler für Kinder in Not zur Verfügung.

Der "Red Nose Day" geht auf Ereignisse aus dem Jahr 1985 zurück. Anlässlich einer Hungerkatastrophe in Äthiopien entschlossen sich britische Künstler damals zum Handeln. Nicht durch Mahnungen, Moralpredigten und grausame Bilder indes wollten die Initiatoren Spendengelder für Kinder in Not auftreiben, sondern vielmehr durch spaßige Aktionen. Das Motto dabei: "Hilfe durch Humor". Zu Symbolen des RND wurden dann rasch rote Plastiknasen und rot gefärbte Haare. Die gesammelten Spendengelder kommen über die nicht kommerziell orientierte Organisation "Comic relief" bedrängten Kindern in den so genannten Entwicklungsländern zugute.

In Großbritannien findet der "Red Nose Day" alle zwei Jahre statt. Anliegen und Machart der Initiative genießen erhebliches Ansehen. Prominente wie Elton John, Robbie Williams oder Star-Kicker David Beckham unterstützen das Hilfsprojekt.

Im Gegensatz zur britischen Insel ist der Red Nose Day in Deutschland noch ein junges Phänomen. Erst seit vorigem Jahr beteiligen sich hierzulande Institutionen, Firmen und Schulen an der Aktion.

Für das Scholl-Gymnasium war in diesem Jahr Premiere. Die Idee zum Mitmachen hatte dabei die Schülervertretung um Schülersprecherin Sarah Weiß. Das Vorpreschen der Jugendlichen stieß dann auch bei den Vertrauenslehrern Ina Rogge und Michael Haferberger auf Beifall und Unterstützung. Was sich schon am äußeren Erscheinungsbild der Pädagogen zeigte - sie trugen gestern rote Plastiknasen im Gesicht.