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Stromausfall im Kraftwerk – was nun?

WR v. 10.11.03 (mn) Kein Strom im Kraftwerk – Den sogenannten „Schwarzfall“ hat Michael Schuppert in seiner rund 20-jährigen Tätigkeit im Kraftwerk Elverlingsen der Mark-E nur einmal erlebt. „Da ging auf einmal kurze Zeit gar nichts mehr“, berichtete er den ZEUS-Reportern der Klasse 9a mit Lehrer Norbert Adam. Heute gibt’s für alle Eventualitäten aber ausreichende Batteriepufferung.

Schuppert erkärte den interessierten Schülern auf ihrer Recherchetour die Funktionsweise des größten heimischen Kraftwerks und führte sie dorthin, wo normalerweise auch offizielle Touren nicht hinkommen.

Selbst ein Blick aus rund 100 Metern Höhe vom Dach des großen Kesselhauses über das Lennetal konnten die Lüdenscheider genießen. Doch zunächst kamen Fakten auf den Tisch: Das Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen ist das größte Kraftwerk von Mark-E. Seit 1912 wird an der Lenne zwischen Altena und Werdohl Strom erzeugt. Heute steht im Elverlingser Kraftwerk eine Gesamt-Erzeugungsleistung von 693 Megawatt (MW) bereit. Hauptanteil haben die 1971 und 1982 errichteten Steinkohle-Blöcke E3 (186 MW) und E4 (301 MW).

Viele Zahlen, die oft noch von den jungen Gästen genauer hinterfragt wurden. Infos gab’s rund um die Verstromung von Steinkohle in deren Verlauf Luftschadstoffe - wie Staub, Schwefeldioxid und Stickoxide -  von modernen Rauchgasreinigungsanlagen reduziert werden.

In eigenen Berichten soll das Kraftwerk mit seiner Technik nun bald allen ZEUS-Lesern vorgestellt werden. Ein besonderes Lob ging abschließend von Schuppert an die Scholl-Schüler: „Eine so interessierte und disziplinierte Gruppe habe ich hier lange nicht gesehen!“