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Der Tag im Wildwald Vosswinkel

von Tim Sporleder, 5c

Am Morgen des 4. November 2003 haben wir uns an der Bushaltestelle Kulturhaus getroffen. Um 8.15 Uhr mussten wir alle da sein. Wir warteten bis der Bus kam. Der Bus kam. Wir sind mit der Klasse 5a im Bus zum Wildwald gefahren.

Die Busfahrt dauerte ungefähr 1,5 Stunden. Es war sehr warm im Bus, weil der Busfahrer die Heizung an hatte. Als wir endlich ankamen, mussten wir unsere Schuhe gegen Gummistiefel wechseln. Dann gingen wir auf einen Kiesplatz, wo wir etwas essen konnten. Wir durften auch noch mal zur Toilette gehen. Die Waldführerin kam. Sie erzählte uns etwas über den Wildwald und über sich selbst. Sie erzählte uns, dass der Wildwald aus 65 Hektar Wald besteht. Dann gingen wir, die Klasse 5c, mit der Führerin los. Am Anfang unseres Rundganges kamen wir an einem größeren Teich vorbei. Auf diesem Teich schwammen viele Stockenten. Sie erklärte uns, dass nur die männlichen Enten gejagt werden. Wir lernten wie man Brennnesseln anfasst und wie wir sie essen konnten. Die Führerin zeigte uns sogar eine Pflanze, die bei Mückenstichen und Verbrennungen von Brennnesseln hilft. Wir gingen über eine kleine Holzbrücke weiter bis zu einem großen Eisentor. Die Führerin sagte uns, dass wir jetzt ganz still sein sollen, da hier das Rotwild frei herumläuft. Wir sahen nur einen endlos langen Maschendrahtzaun. Als wir durch das schwingende Tor gegangen sind, gingen wir einen kleinen Waldpfad einen leichten Hügel hinauf. Da sahen wir einen Kasten, der auf einen Baum zeigte. Man konnte durch diesen Kasten durchsehen. Man sah eine wellige Kugel am Baum. Als wir weitergingen, kamen wir an einen Ausguck an einem Hügel. Wir setzten uns auf die Bänke im Ausguck.  

Hier haben wir erst einmal Pause gemacht. Von dort konnten wir das Rotwild und die Muffel sehen. Wir sahen, wie sie an einer Futterkrippe fraßen. Die Führerin erklärte uns etwas über das Rotwild und seine Artgenossen. Sie zeigte uns verschiedene Geweihe des Rotwildes, die in der Hütte waren. Eines war schon sehr groß und eines war sehr flauschig. Sie zeigte uns ein Muffelgeweih, das aussah wie das Geweih eines Widders. Wir sahen auch, wie zwei Rothirsche mit ihren Geweihen kämpften. Es sah aus, als ob die beiden kämpfenden Hirsche Boxer seien, und der daneben stehende Hirsch der Schiedsrichter. Der Streit legte sich nach einiger Zeit. Die Führerin erklärte, dass es ungewöhnlich sei, dass die Hirsche noch kämpfen, weil sie normalerweise nur um die Weibchen kämpfen. Diese beiden Hirsche hatten wohl noch sehr viel Kraft und wollten sie ausnutzen.

Nach einiger Zeit gingen wir weiter und kamen zu einem noch bewohnten Ameisenhaufen. Wir machten jetzt ein Spiel. Drei Königinnen wurden ausgesucht. Die Königinnen bekamen drei Fotodosen mit drei unterschiedlichen Gerüchen. Wir anderen mussten auch eine Dose ziehen. Wir mussten jetzt riechen und zu der Königin mit dem gleichen Geruch gehen. Dann gingen wir weiter. Wir gingen durch Büsche und über Nebenwege. Wir kamen zu einer Stelle, wo wir anhielten. Die Führerin ging noch etwas weiter von dem Nebenweg ab und pflückte eine Kleesorte. Die Blätter waren wie ein Herz geformt. Sie erklärte uns, dass dies Sauerklee sei. Wir durften uns auch Klee pflücken und ihn probieren. Der Klee hieß nicht nur so, sondern er war auch sauer. 

Wir gingen weiter und kamen an einen Käfig aus Maschendrahtzaun. An diesem Käfig war ein Holzanbau, wo man hineingehen konnte. Unsere Klasse ging in den Holzanbau. Dort waren zwei Eulen. Sie lebten in diesem Käfig. Sie konnten auch in diesem Käfig herum fliegen. Die Führerin erzählte uns, dass diese Eulen 50 Jahre alt werden können. Wir gingen wieder hinaus. Als wir zum nächsten Käfig liefen, sammelte fast die ganze Klasse Sauerklee. Wir kamen dann zu den Waschbären. Die Führerin erklärte uns, dass Waschbären oft auf sehr hohen Bäumen sitzen. Da sind sie sogar vor Mardern geschützt. Es gab diesmal keinen Vorbau, wo man näher an die Waschbären heran kam. Im nächsten Käfig waren Füchse und Dachse, die durch einen Zaun getrennt waren. Wir stellten uns alle an eine Treppe, die in den Boden führte. Die Führerin hat uns gebeten leise zu sein, da wir jetzt in die Bauten der Füchse und Dachse hinsehen konnten.

Ein Fuchs lag zusammengerollt in dem Bau. Die Dachse lagen zusammen in einer Ecke. Als jeder einmal geguckt hatte, gingen wir in Richtung Ausgang. In der Nähe des Ausganges spielten wir noch ein Spiel. Es gab eine Fledermaus und fünf Falter. Die Fledermaus rief immer: „ Falter." Und die Falter antworteten:" Bat." Am Gehör wusste die Fledermaus immer, wo die Falter waren. Es kam fast jeder einmal dran. Als wir mit dem Spiel zu Ende waren, verabschiedete sich dann unsere Führerin und wir durften Mittagspause machen. Dies machten wir auf einem Steg, der in einem größeren Teich war.

Danach konnten wir noch auf einen großen Spielplatz. Nach einiger Zeit auf dem Spielplatz mussten wir wieder zum Bus zurück. An der Tür vom Bus mussten wir wieder die Stiefel gegen unsere sauberen Schuhe wechseln. Die Fahrt im Bus verlief wieder gut. Die meisten zogen jetzt die Vorhänge im Bus zu. Nach einer ruhigen, warmen Busfahrt kamen wir wieder an der Bushaltestelle Kulturhaus an.

Ich fand den Ausflug zum Wildwald Vosswinkel sehr schön. Am nächsten Tag wurde in der Schule noch viel über den Wildwald geredet.