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ZEUS-Projekt zu Gast bei "Starlight-Express"

Im Rahmen des ZEUS-Projekts sahen 8 Schülerinnen der Klasse 9c und ihre Deutschlehrerin Frau Achenbach hinter die Kulissen des Musicals "Starlight Express" und berichteten dann für die Westfälische Rundschau darüber. 

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Seit 15 Jahren rollen die Loks über die Bühne

Nicht nur eine Rolle im Programm...

Über eine Stunde Daumen drücken - Tosender Applaus für die Darsteller

Am Ende siegt die Liebe: letzte Chance der Dampflok Rusty

Die Führung

Sabrina Badziura, Saskia Buhl, Ester Bruns, Roxana Kotula, Hannah Lorenz, Melina Polatzek, Jennifer Gallemann und Sophia Kortmann stellten sich vor der Aufführung zu einem Gruppenfoto mit dem Darsteller der E-Lok „Electra”, Greg Castiglioni, zusammen.

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Erfolgreichstes Musical der Welt:

Seit 15 Jahren rollen die Loks über die Bühne

Bochum. Acht Mädchen der Klasse 9c des Lüdenscheider Geschwister-Scholl-Gymnasiums haben das Musical „Starlight Express” besucht.

Von Pressesprecherin Nicole Mai wurden die Schülerinnen am Eingang empfangen. Danach nahmen sie an einer Führung hinter den Kulissen teil. Anschließend haben haben sie sich das Stück angeschaut.

Wenn das Licht ausgeht, fängt die Reise zu dem imaginären Bahnhof an. Züge aller Nationalitäten nehmen an der Weltmeisterschaft teil. Um teilnehmen zu dürfen, brauchen diese einen Waggon als Partner. Die Dampflok Rusty bekommt die Chance in dem Rennen mitzufahren.  Für ihn kommt als Partner nur der hübsche 1. Klasse-Waggon Pearl in Frage. Nacheinander stellen sich die Züge ihren Mitstreitern vor. Die E-Lok „Electra” zieht nach ihrem Auftritt die ganze Aufmerksamkeit auf sich, sodass Pearl lieber mit ihm fährt. So beginnt ein Konkurenzkampf zwischen Dampf und Elektrik. Rusty siegt, und Pearl kehrt zu ihm zurück.

Schon seit 15 Jahren wird das erfolgreichste Musical der Welt in Bochum aufgeführt.

(Ester Bruns, Roxana Kotula)

 

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Greg Castiglioni steht schon seit eineinhalb Jahren in Bochum auf der Bühne - Exklusiv-Interview für ZEUS:

 „Nicht nur eine Rolle im Programm...”

Vor dem Besuch der Aufführung des Musicals „Starlight Express” konnte das ZEUS-Team ein Interview mit dem Darsteller Greg Castiglioni, der an diesem Abend die E-Lok „Electra” spielte, führen.

ZEUS-Team: Wie sind Sie dazu gekommen in einem Musical mitzuspielen?

Greg Castiglioni: Ich wollte schon immer in einem Musical mitspielen, war ganz besessen davon, und als ich dann in London studierte, bewarb ich mich gleichzeitig bei einer Theater-Schule und bekam dort ein Stipendium.

ZT: Und wie sind Sie dann dazu gekommen hier in Bochum zu spielen?

G. C.: „Starlight Express” war das erste Musical, das ich gesehen habe, und so wollte ich dabei mitspielen und bewarb mich in London. Doch ich wurde nicht genommen, bekam aber eine Stelle bei „Les Misérables”. Als ich dort spielte, erfuhr ich, dass es auch „Starlight Express” in Deutschland gab, und nach einiger Zeit bewarb ich mich dann in Bochum und wurde auch genommen.

ZT: Und wie lange arbeiten Sie jetzt hier schon?

G. C.: Ich arbeite jetzt seit eineinhalb Jahren hier und mein Vertrag geht noch zwei Jahre.

ZT: Wie lange arbeiten Sie dann täglich, mit Proben und so?

G. C.: Wenn ich bei der Show mitmache, 4 bis 5 Stunden, und Proben haben wir extra, die dauern 8 bis 9 Stunden.

ZT: Spielen Sie immer die selbe Rolle oder wechselt das?

G. C.: Nein, ich muss nicht immer dieselbe Rolle spielen, entweder Rusty, Electra,Caboose, Dustin, Bobo oder Greaseball, also fast alle Hauptrollen.

(Sabrina Badziura)

 

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Wer's nicht ansieht, verpasst eine Menge - Mit zirka 60 km/h über die Bühne

Über eine Stunde Daumen drücken - Tosender Applaus für die Darsteller

Das Licht geht aus und die Musik an. Der Beginn einer unvergesslichen Nacht. „Die wichtigste Nacht in der Weltgeschichte” und die Nacht des Starlight Express. So wird das Musical von einer Jungenstimme angekündigt und wird so für den Zuschauer ein Erlebnis der Extraklasse.

Hunderte von Zuschauern gucken sich fast jeden Tag das rasante Meisterwerk in Bochum an und lassen sich von den Darstellern verzaubern. Durch eine wechselnde Choreographie, die atemberaubenden Stunts und die Stimmen der Darsteller fallen die in den letzten 15 Jahren selten aufgetretenen kleinen „Patzer” nicht ins Gewicht.

Die Fahrt nach Bochum lohnt sich, denn wer nicht zu diesem Spektakel geht, verpasst zu viel.

Mit teilweise 60 km/h leisten sich die internationalen Züge ein spannendes Rennen. Ein Rennen, nicht wie Michael Schumacher in seinem Ferrari, sondern ein Rennen auf Rollschuhen.

„Bobo”, der französische TGV; „Espresso”, das italienische Schienenwunder; „Ruhrgold”, der deutsche ICE; „Turnov”, der russische Schnellzug und „Hashamoto” aus Japan treten gegen „Greaseball”, die Diesellok und „Electra”, die E-Lok, an.

Auch „Rusty”, die kleine Dampflok, kriegt eine Chance im Rennen mitzufahren. Neben dem verbissenen Kampf - Wer wird Weltmeister? -, kämpft „Rusty” um die Liebe des schönen 1. Klasse-Waggons „Pearl” und gewinnt dabei die Herzen der Zuschauer.

Ende gut, alles gut: Nachdem man über eine Stunde seinem Favoriten die Daumen gedrückt hat, nach der Show aufspringt und kräftig applaudiert, stellt sich die Frage, ob die Darsteller noch einmal auf die Bühne zurückkommen.

Einerseits wollen die Zuschauer mehr von der Musik, andererseits wollen die Darsteller ausruhen. Nachdem man sich viel zu lange mit diesem Gedanken auseinander gesetzt hat, kommen die Darsteller wieder dahin zurück, wo sie hingehören: Auf die Bühne! Und geben zum Schluss eine großartige Zugabe, die ihnen mit einem weiteren tosenden Applaus gedankt wird.

Das Stück ist zweifellos sehr gut inszeniert und ist auf jeden Fall wert, gesehen zu werden.

(Sophia Kortmann)

 

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Am Ende siegt die Liebe: Letzte Chance der Dampflok „Rusty”

Es ist sehr beeindruckend: Die Lichter bestrahlen den Tunnel, aus dem die Züge vieler Nationen mit ihren Flaggen heraus auf die Bühne fahren.

„Starlight Express” handelt vom Traum eines Jungen. Er träumt von der Nacht der internationalen Züge: Die Weltmeisterschaft!

Die Loks werden lebendig und treten im großen Rennen gegeneinander an. Der Favorit ist die moderne Diesellok „Greaseball”, gegen die die Dampflok „Rusty” wohl keine Chance hat. In letzter Minute taucht die Überraschung auf: Die hoch beeindruckende E-Lok „Electra”. Trotz der guten Konkurrenz gibt Rusty nicht auf. Zum einen möchte er den Wert der Dampflok beweisen, zum anderen seine heißgeliebte Pearl, den 1.-Klasse - Waggon, wieder zurück gewinnen, die zwischen „Electra” und „Rusty” hin und her schwankt. Wer wird das Rennen gewinnen und für wen wird sich die hübsche Pearl entscheiden? Das alles entscheidet sich im krönenden Abschluss des super modernen und exzellent aufgeführten Musicals Starlight Express.

15 Jahre Starlight Express in Bochum: Das ist schon eine meisterhafte Leistung. Nicht ohne Grund wird das Musical in Bochum als erfolgreichstes Stück überhaupt bezeichnet. Um diesen Ruf weiterhin zu verteidigen, sind besonders die Darsteller bemüht, jeden Tag aufs Neue ihr Bestes zu geben; und das bleibt nicht unbemerkt!

 Die Hauptrolle ist natürlich die Dampflok „Rusty”, die von Jamie Golding fantastisch inszeniert wird. Ebenso die Diesellok „Greaseball”, die auffallend schicke „Electra” (Greg Castiglioni) und der 1. Klasse-Wagen „Pearl”. Sie geben alles, um den Hunderten von Zuschauern einen unvergesslichen Abend zu ermöglichen.

Die wundervoll glänzenden Kostüme, die Stunts auf Rollen, die Geschwindigkeit und die höchstentwickelte Technik tragen einiges dazu bei, um das Musical sehr emotional und spannend zu machen. Es heißt: „Starlight Express lebt von Geschwindigkeit und Technik!” Vergleichbar mit dem wirklichen Leben.

Je schneller und moderner, umso besser und beliebter! Doch wird auch deutlich gezeigt, dass die einfachen Dinge im Leben am Ende mehr Erfolg haben können!

Um zu verstehen, was „Starlight Express” ausdrücken möchte, sollte man die spektakulären Nächte im Bochumer Theater, das eigens für das Musical erbaut wurde, miterleben.

(Saskia Buhl)

 

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Die Führung

Bochum. Als Erstes ging es zur Hinterbühne, wo uns erklärt wurde, dass es die Darsteller schwer haben, während der Show in nur 8 Sekunden eine Treppe mit Rollschuhen hoch zu rennen und dies fast im Dunklen. Alle begriffen schnell, dass im Verlauf des Musicals vieles sehr rasch ablaufen muss. Jeder Darsteller hat z. B. seine eigene Ecke, in der er sich nachschminkt oder seine Rollen säubert...

Wir erfuhren, dass die Perücken alle mit Hand geknüpft werden und alle drei Monate neu gemacht werden müssen, da sie durch die Show so sehr strapaziert werden. Sehr erstaunlich fanden wir, dass die meisten Perücken aus echtem Haar bestehen.

Danach gingen wir zum Orchester. Dieses spielt im Keller. Deshalb kann man es während der Show nicht auf der Bühne sehen. Trotzdem ist alles live. Auch die Darsteller singen live, während sie bis zu 60 Stundenkilometern schnell auf Rollschuhen fahren. Aus diesem Grund müssen die Schauspieler wirklich Talent haben, da zum Beispiel die zweite Besetzung bis zu fünf Rollen beherrschen muss. Das Musical „Starlight Express” stellt sehr hohe Ansprüche. Aus diesem Grund ist die Besetzung international, weil in ausländischen Ländern die Ausbildung früher beginnt als in Deutschland.

Doch dann ging es schon wieder nach oben, zu den Rollschuhen. Das ist eine der wichtigsten Abteilungen. Die Rollschuhe werden aus 146 Einzelteilen zusammengebaut. Darunter sind die Stopper die wichtigsten Teile, denn darauf werden 95% der Choreographie gemacht.

Weiter ging es zur Schneiderei, wo die Kostüme hergestellt werden. Diese sind bis zu 18 Kilogramm schwer und es dauert volle 3 bis 4 Monate bis ein Kostüm fertig ist.

Danach machten wir noch eine Besichtigung auf der Bühne. Dort gibt es rund 8 000 Lichter und auch sonst eine Menge Technik. Die größte Technik steckt in der riesig großen, beweglichen Brücke.

Das Musical „Starlight Express” ist eines der berühmtesten auf der ganzen Welt. Zusammengerechnet hatte man jetzt schon10 Millionen Besucher und das an einem Standort.

(Hannah Lorenz,  Melina Polatzek,  Jennifer Gallemann)