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2. Jazz-Frühschoppen mit Figga's Jazz Docs

 

Im Handumdrehen sprang der Funke über

 

WR. Lüdenscheid. (MS) Mit "Sweet Georgia Brown" in die 20er Jahre, mit Ellingtons "Mood Indigo" in die blaue Stunde, den Blues, die Zeit des Börsencrashs und der Prohibition hinein: "Jazz geht´s los" hieß es am Sonntagvormittag in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums beim Jazz-Frühschoppen mit Dr. Hans-Jürgen "Figga" Ulm und seinen "Jazzdocs".

Zum zweiten Mal nach erfolgreichem Vorlauf in 2001 veranstaltet, lockte das launige, kurzweilige Konzert Scharen von Besuchern in die "stuhlfreie", mit Stehtischen liebevoll hergerichtete Aula. Schule und Förderverein arbeiteten als Veranstalter Hand in Hand.

Nicht nur Eltern und Schüler, auch zahlreiche Jazzkenner ließen sich den swingenden, pulsierenden Ohrenschmaus nicht entgehen. In der Besetzung Dr. Hans-Jürgen "Figga" Ulm (Klarinette), Bernd Anneken aus Osnabrück (Trompete), Gerd Mehlgarten aus Solingen (Posaune), Arnd Hawlina (Piano), Thommas Linden (Gitarre), Franco Rizzo (Schlagzeug) und Bernd "Bobby" Bobbenkamp (Bass) vor Ort, heizten die Lüdenscheider, die im November einen Auftritt im "Panoptikum" planen und auf Einladung des Jazzclubs am 14. Dezember in "Bucci´s Bistrorante" gastieren, mit ihrem typischen, unverkennbar "heißen" Sound mächtig ein. Hot Jazz mit seiner intensiven Rhythmik ihr pulsierendes, mitreißendes Metier. "Mood Indigo", Spencer Williams "I Found A New Baby" oder "Sweet Georgia Brown" einige ihrer "Kracher". Dabei "Figga" Ulm bei "Figga´s Blues Boogie" auch als Sänger mit kratziger, rauer Stimme in seinem Element.

Durchweg virtuose, kreative Könner am Instrument und als Gruppe auf einer Wellenlänge, unterstrichen die Jazzdocs, schon des öfteren bei Veranstaltungen im Geschwister-Scholl-Gymnasium zu Gast, nicht zuletzt durch abwechslungsreich gestaltete Soli ihre Klasse.

Im Handumdrehen sprang der Funke über aufs Publikum. Alles wippte und wiegte sich im Takt.

Aufgekratzt die Stimmung im Saal, Musiker wie Zuhörer hatten am Frühschoppen sichtlichen Spaß. Begeistert von der Veranstaltung zeigten sich denn auch Schulleiterin Antje Malycha und Peter Rosenberg, Vorsitzender des Fördervereins.

Vor allem an Hausmeisterin Michaela Brongkoll für den mühsamen Abbau der Aula-Stuhlreihen ging der Dank der Direktorin.

Peter Rosenberg freute sich über die "gelungene Symbiose" mit dem Förderverein der ärztlichen Beratungsstelle, der - allen Konzertbesuchern einsehbar - der Schule die Ausstellung "Imagine", ein weltweites Foto-Projekt mit Kindern und Jugendlichen, zur Verfügung gestellt hat (WR berichtete).

Vorbildlich auch die Bewirtung durch den Förderverein, der die Jazzfreunde mit Getränken und einem Imbiss versorgte.