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Mit dem Shantychor "Über alle sieben Meere"

 

WR v. 25.04.2005  "Was kann das Leben Schön'res uns geben, wir wollen freie Seeleut' sein..", klang es am Samstagabend durch die Aula des Scholl-Gymnasiums.

Frei und mitreißend kamen die singenden "Seeleute" des Shanty-Chores MK Bielefeld mit ihrem Konzert "Über alle sieben Meere" daher und eroberten quasi im Sturm die Herzen des Publikums. Denn schon beim ersten Lied ging es rhythmisch klatschend mit. Zum neunten Mal in Folge waren die Sänger in die Bergstadt gekommen, wo sie von Schuldirektorin Antje Malycha willkommen geheißen wurden. 

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Moderator Hans-Günter Lokowand begrüßte unter den Gästen insbesondere die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meier und ebenso vierzig Bewohnerinnen und Bewohner aus den Heimen Haus Elisabeth und den beiden Karl-Reeber-Einrichtungen.

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Eine lockere Programmfolge meist altbekannter Lieder vermittelte eine beschwingte Atmosphäre voller Heimweh und Sehnsucht nach Meer, Seefahrt und frischer Brise. "Wir sind Kameraden auf See..", "Alo-ahe", "Kleine Möwe flieg nach Helgoland..", "In Jonnys Kneipe.." oder "Tabak und Rum" wurde teils sogar leise mitgesungen. Und Mitsummen, Schunkeln und Fußwippen zeigten, wie gerne man sich an die alten Lieder erinnerte. Mitunter kribbelten selbst die Fußsohlen, die gern mitgetanzt hätten. Kein Wunder, dass "der bedeutendste Shantychor Deutschlands" nach jedem Lied kräftigen Beifall erhielt. Schließlich hatte man zweimal die deutsche Meisterschaft als bester Chor erringen können. Einen besonderen Gag landete der "Besuch einer Abordnung der Royal Drums aus Schottland" die in Schottenröcken ihren Auftritt hatte. Kess und leicht frivol waren die Witze von Dieter Schürmann, der den Gesang damit aufmischte.

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Da man 2006 das zehnjährige Jubiläum der Shanty-Sänger in Lüdenscheid feiern kann, wurde das Publikum gebeten, sich an der Programmgestaltung zu beteiligen, indem man unter knapp sechzig Titeln die beliebtesten auswählen sollte. "Kreuzen Sie uns 25 Titel auf beigefügtem Blatt an, damit Sie im nächsten Jahr eine selbst gewählte maritime Hitparade erwarten können", bat Hans-Günter Lokowand die Zuhörer. 

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Ein Potpourri der "Evergreens im Chorgewand" beschloss nach gut zweieinhalb Stunden den stimmgewaltigen Abend, der einfach heiter stimmte. Zu den Solisten des Konzertes gehörten neben Hans-Günter Lokowand Otto Volkmann, Werner Westphal, Hans-Dieter Wollny, Roland Kreier-Hardung, Johann Reck. Mit Schmiss und Charme dirigierte Christoph Fischenbeck.