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Regierungsbezirksmeisterschaften im Geräteturnen

zur Urkunde

Julias und Maras Bericht

Im nächsten Jahr wird alles besser...

Der Tag fing schon verflixt an: Marina fehlte. Sie hatte sich zwei Tage zuvor bei einem Sturz auf eisglattem Boden den Arm verletzt und konnte nicht turnen. So standen Melissa Hahn (5b), Jenny Kraege (6c), Joyline Frenzel (8b) und Linda Hartmann (8c) wie auch unsere Nachwuchs-Turnerinnen Julia Baums und Mara Böhl (beide 5b), die sich den Wettkampf anschauen durften, in eisiger Kälte um 8.00 Uhr vor der Schule und warteten auf den Bus, der uns nach Siegen zum Wettkampf bringen sollte. 

Als der Bus um 8.15 Uhr immer noch nicht da war, wurden wir langsam unruhig. Nach weiteren zehn Minuten rief Frau Roth dann beim Busunternehmen an und erfuhr, dass der Bus auf dem Weg eine Panne hatte und ein Ersatzbus geschickt wurde – „der komme gleich!“. Es wurde 9.00 Uhr (das Einturnen in Siegen begann), es wurde halb zehn – dann endlich kam der Bus. 

Als um 10.00 Uhr der Wettkampf begann, befanden wir uns noch auf der Autobahn. Der Busfahrer kannte unser Ziel in Siegen genauso wenig wie wir, somit irrten wir noch einige Zeit durch die Stadt, fragten immer wieder Passanten, bevor wir die Schule und kurz darauf auch die richtige Sporthalle fanden. Die Mädchen zogen sich blitzschnell um und mussten sich auf dem kalten Gang in Windeseile warm machen, denn der Wettkampf hatte ja bereits begonnen und das erste Gerät war fast abgeschlossen. 

Wir durften zwar noch mitmachen, doch der nächste Schock kam bei der Abgabe der Meldebögen: Melissa, die 1994 geboren ist, muss außer Konkurrenz starten, da sie zu jung ist! Bei anderen Turnwettkämpfen darf immer in der höheren Klasse gestartet werden, doch bei Schulwettkämpfen herrschen andere Regeln. Somit bestand unser Team nur aus drei Turnerinnen - vier Übungen pro Gerät kommen aber in die Wertung. Die Motivation war daher etwas gedämpft. Da Melissa sich zudem nicht gut fühlte und über Schwindel klagte, beschlossen wir, dass sie gar nicht turnen sollten. 

Die verbleibenden drei Turnerinnen, die immer zwischen den Durchgängen ganz ohne Einturnphase ans Gerät durften und ihren Wettkampf absolvierten, schlugen sich höchst professionell und tapfer. Gleich am ersten Gerät, quasi nach einem Kaltstart, erreichte Jenny hervorragende 5,70 Punkte (von 6,0) am Sprung. Auch am Barren erreichte sie diese gute Wertung, wobei Joyline mit 5,40 Punkten ebenfalls eine schöne Leistung zeigte.

 

 

Dann kam der „Zitterbalken“. Linda turnte eine solide Übung und bekam 5,10 Punkte, Joyline sogar 5,60. Die Bodenübung, die den Abschluss bildete, wurde ebenfalls noch einmal mit guten Wertungen honoriert. Insgesamt erturnten Jenny 22,35, Joyline 21,55 und Linda 17,30 Punkte – eine gute Leistung, allerdings fehlte uns ja der vierte „Mann“. Dass die Mannschaft des GSG trotz dieses Handicaps nicht letzte wurde, sondern noch zwei Schulen schlagen konnte und auf einem 9. Platz landete, ist somit als Erfolg zu werten. Den Sieg machten die Landesliga-Mannschaften aus Dortmund und Siegen unter sich aus, die zwar für ihre Schulen antraten, allerdings aber komplett aus dem Vereinsbetrieb stammen und sich normalerweise auf wesentlich höherem Niveau im Ligabetrieb messen. Das Gymnasium „Am Löhrtor“ aus Siegen wird den Regierungsbezirk Arnsberg dann in der nächsten Runde vertreten.

Und wir planen bereits fürs nächste Jahr: ... wenn Melissa im Team starten darf, ... weitere Talente aus den jetzigen 5-er Klassen hinzukommen, ... wir pünktlich zum Wettkampf kommen, ... und alle gesund sind...