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Langeoog 2005 - Reisebericht der Klasse 6b

Montag, 20. Juni 05

Groß war die Vorfreude! Bereits Wochen vorher wurden die Tage zurückgezählt, die Spannung stieg von Tag zu Tag. Am Montag, dem 20.6. sollte es endlich losgehen.

Um 7.00 Uhr trafen sich die Klassen 6a – c vor der Schule und wir konnten pünktlich um 7.30 Uhr losfahren. Nach vier Stunden kamen wir bei schönstem Sonnenschein in Bensersiel an. Obwohl wir eine Stunde Wartezeit hatten, war die Stimmung gut. Die Zeit nutzten wir damit, uns ausgiebig mit Sonnencreme einzucremen, da die Sonne kräftig schien.

Um 12.15 Uhr ging es dann weiter. Auf der Fähre kam schon ein richtiges Urlaubsgefühl auf. Vom Schiff aus ging es zur Inselbahn, die uns nahe dem OWD Heim am Langeooger Bahnhof absetzte. Die Koffer wurden zum Heim transportiert, so dass wir nicht allzu viel zu schleppen hatten.

 

Nachdem wir uns im OWD Heim eingerichtet hatten und die ersten Tischtennismatches gespielt waren, ging es, nachdem wir die Stadt ein wenig ausgekundschaftet hatten, gleich an den Strand, das Wetter war einfach traumhaft. Schwimmen konnten wir an diesem ersten Tag zwar nicht, aber auch so bekamen wir viel Wasser ab. Um 18.00 Uhr gab es Abendessen.

Abends waren wir dann so müde, dass die endgültige Bettruhe um 23.00 Uhr gut eingehalten wurde. Etwas Schlaf war nötig, sollte doch bereits am nächsten Tag die große Fahrradtour starten.

Dienstag, 21. Juni 05

Um 7.30 Uhr sollten wir immer geweckt werden, aber an diesem ersten Morgen gab es sogar noch ein paar harte Jungs, die bereits um 6.00 Uhr unter die Dusche wollten. Das sollte sich in den nächsten Tagen allerdings ändern. An jedem Morgen wurde es schwieriger rechtzeitig zum Frühstück zu erscheinen.

Nach dem Frühstück schmierten wir uns Brote für ein Lunchpaket, sollte doch heute über Mittag die große Fahrradtour starten. Gut versorgt, mit Helm und wetterfester Kleidung ausgestattet, ging es dann los. Wir holten erst einmal zu Fuß unsere Räder beim Fahrradverleih Dirks ab. Dort wurde jedem sein Fahrrad angepasst.

Jetzt wurde es ernst: In einer langen Schlange sollten wir mit einem Sicherheitsabstand hintereinander her fahren, was (fast) immer ganz gut klappte. An der Melkhorndüne machten wir unsere erste Rast und konnten die schöne Aussicht vom höchsten „Berg“ Langeoogs genießen. Hatten wir die Hälfte der Fahrradtour schon geschafft, wollten wir jetzt auch die Seehundbänke sehen. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir an. Leider hatten sich die Seehunde gut versteckt.

Auf der Rückfahrt fuhren wir an der Meierei vorbei, die jedoch leider geschlossen hatte. Die letzte Station war der Hafen, den wir bei viel Gegenwind passierten.

Dann ging es zum Eiscafé, wo wir uns noch einmal stärken konnten. Ganz schön geschafft kamen wir dann wieder am Fahrradverleih an.

Dennoch gingen wir auch an diesem Tag an den Strand, das Wetter war einfach zu schön. Abends konnten wir Tischtennis oder andere Spiele spielen, einige schauten sich das Championsleague Spiel zwischen Deutschland und Argentinien (2:2) an.

Mittwoch, 22. Juni 05

Am Mittwoch sind wir gleich nach dem Frühstück an den Strand gegangen. Beachvolleyball, Fußball, am Wasser entlang wandern oder einfach nur quatschen und in der Sonne liegen, so ging der Morgen schnell vorbei. Am Mittag konnten wir dann zum ersten Mal am Badestrand ins Wasser und endlich schwimmen.

Nach dem Mittagessen hatten wir etwas Zeit für uns und wir konnten den Ort unsicher machen.

Nachmittags gab es dann wieder einen ganz besonderen Programmpunkt: Die Wattwanderung mit Uwe. Es war sehr lustig. Wir mussten ohne Schuhe und Gummistiefel ins Watt. Iiiiih!!

Uwe hat uns viel gezeigt und wir haben von ihm eine ganze Menge über das Watt gelernt.Dreckig und erschöpft kamen wir schließlich wieder im OWD Heim an.

Mit der Nachtruhe klappte es jetzt immer besser…

Donnerstag, 23. Juni 05

…mit dem Aufstehen nicht mehr so gut.

Nach dem Frühstück war ein Fußballturnier mit der 6a und 6c auf dem Bolzplatz geplant. Die meisten Mädchen spielten lieber Völkerball.

Nachdem wir beim Spielen ganz schön ins Schwitzen gekommen waren, gingen wir an den Strand, wo der nächste Wettbewerb stattfand: Das Murmelbahnbauen. Die Aufgabe für uns bestand darin, ausgestattet mit einer Murmel und einer Plastiktüte, eine Murmelbahn zu bauen. Bewertet wurde, wie lange die Murmel lief und wie aufwändig die Bahn gebaut war, außerdem gab es die Kategorie „Die schönste Bahn“. Die Jury bildeten unsere Lehrer, Frau Heinz und Herr Haferberger.

Dann ging es zum Badestrand, auch heute konnten wir wieder schwimmen. Das Wetter meinte es wirklich gut mit uns.

Der Donnerstag war der Tag der Wettbewerbe, denn für den Nachmittag hatte Simon auch noch ein Tischtennisturnier ausgearbeitet. Jeder war beteiligt und nach einem ausgeklügelten System hatten auch die schwächeren Schülerinnen und Schüler eine Chance. Gewinner waren bei diesem Turnier Simon auf dem ersten und Herr Haferberger auf dem zweiten Platz.

Den Abend hatten wir zur freien Verfügung, jetzt konnten wir ein wenig entspannen. Allerdings mussten wir doch noch mal kurz zum Strand, Frau Heinz wollte unbedingt noch ein paar Klassenphotos in der Abendsonne schießen.

Freitag, 24. Juni 05

Der Freitag lief zunächst relativ ruhig, es wurden die letzten Souvenirs gekauft, am Strand gespielt und vor allem trafen wir die letzten Vorbereitungen für den Discoabend.

Nachdem der Essraum von einem Gestaltungsteam (Julia, Friederike, Ronja und Sarina) für die Disco vorbereitet war, Dennis die Anlage gecheckt hatte und wir alle gestylt waren, konnte die Disco beginnen. Es war ganz schön heiß…

 

Um uns abzukühlen brachen wir um 22.30 Uhr zu unserer Abschlussnachtwanderung auf. Ein letztes Mal zum Strand, nun hieß es bald Abschied nehmen.

Samstag, 25. Juni 05

Am Samstag mussten wir schon um 6.00 Uhr aufstehen. Wir waren noch hundemüde, da wir in der Nacht noch getanzt hatten und erst um 0.45 Uhr auf unseren Zimmern waren und versucht hatten zu schlafen. Als wir geweckt wurden, prasselte der Regen an unsere Fenster.

Kurz vor dem Frühstück hieften wir unsere Koffer die Treppe runter und hinaus in den strömenden Regen. Sie wurden ganz schön nass. Nach dem Essen holten wir unsere Rucksäcke und gingen zum Bahnhof. Dort angekommen mussten wir noch ca. 10 Minuten warten, bis uns die Inselbahn abholte und zur Fähre brachte.

Als wir auf die Fähre gingen, ließ der Regen nach, doch der Wind wehte mit ungeminderter Stärke. Nach 35 Minuten kamen wir am Hafen von Bensersiel an und sahen noch einmal den Silber- und Lachmöwen zu, wie sie sich im Winde gleiten ließen und dachten „Tschüss Langeoog“. Sofort fiel uns unser schicker, schöner, blauer Schinkerbus ins Auge, den wir liebevoll „Schinker“ oder „Schinken“ nannten. Als wir uns in die superweichen Sessel setzten, war die Mehrzahl schon eingeschlafen und schnarchte selig in den Sitzen.

Nach ca. zwei Stunden machten wir im Münsterland eine Pause und einige nutzten die Gelegenheit und stürzten sich auf die Imbissbude McDonald. Am Ende der Pause stiegen wir zurück in unseren „Schinken“ und einige berappelten sich aus ihrem Halbschlaf und spielten Bonanza, Mau Mau oder sogar Schach. Der Rest stimmte einen Chor mit „This Love“ an. Zum Schluss bedankte sich der Busfahrer, dass wir seinen Bus so gut behandelt hatten.Das war eine gelungene Fahrt, an die wir sicher noch häufig denken werden.