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Martin Hensler überzeugt in Endrunde des Certamen Carolinum und vertritt das Scholl in Rom   

Martin Hensler, Jg. 12  Bericht WR v. 16.11.04

Nachdem Martin Hensler aus Jahrgangsstufe 12 sich nach dem erfolgreichen Verfassen einer Facharbeit zum Thema „Daedalus und Ikarus damals und heute – Eine Warnung vor der Unendlichkeit des menschlichen Übermuts“ und dem Bestehen einer 3-stündigen lateinisch-deutschen Übersetzungsklausur unter die besten elf Teilnehmer des Landeswettbewerbs Latein, Certamen Carolinum, gekämpft hatte, war es nach einem Jahr harter Arbeit am Wochenende endlich soweit: Vom 11.11. bis 13.11.04 nahm er an der Endrunde des Oberstufenwettbewerbs in Aachen teil und machte unserem „Scholl“ alle Ehre.

Nach einem ersten Kennenlernen der Teilnehmer mit der 15-köpfigen Jury, bestehend aus Professoren aus ganz NRW, widmeten sich alle am Donnerstag Abend gemeinsam einem 4-Gänge-Menü, um das Ereignis dem Anlass entsprechend einzuläuten. Am Freitag schließlich absolvierte Martin dann souverän und mit geradezu stoischer Ruhe die letzte Hürde des Wettbewerbs, als er vor der Jury seinen vorbereiteten Vortrag hielt. In seiner Rede über die Emanzipation der Figur der Briseis in Ovids Heroides gegenüber Homers Ilias überzeugte er seine Zuhörer nicht zuletzt dadurch, dass er auch zur heutigen Zeit einen Bezug herstellte und mit einer unerwarteten Abschlusspointe überraschte.  

Die 11 Endrunden-Teilnehmer und Sponsoren

Sein unermüdlicher Einsatz und sein Optimismus und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, obwohl doch die Mehrheit seiner Mitstreiter älter waren und länger bzw. im Leistungskurs intensiver Latein gelernt hatten, zahlten sich schließlich aus, als der Verein zur Förderung der Alten Sprachen an den Schulen ihm seinen Preis überreichte.  

Martin empfängt seine Urkunde

  zur Urkunde

Die größte Überraschung aber hob sich Martin, den besonders das freundschaftliche Verhältnis der Teilnehmer untereinander freute, bis zum Schluss auf: Er wird im nächsten Mai unsere Schule beim europaweiten Lateinwettbewerb Certamen Ciceronianum in Rom vertreten. Auf die Anmerkung, dass er doch offiziell seit Stufe 11 kein Latein mehr lerne und somit der Sprache noch einmal einen Großteil seiner Freizeit opfern müsse, reagiert Martin gelassen: „So komme ich nun doch noch einmal nach Rom. Ich fahre einfach hin und lasse mich überraschen, was passiert...“.  

Martin mit seiner Lateinlehrerin Kirsten Baum

Tibi gratulamur!