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Naturwissenschaftliches Wandern in die Phänomenta

von Eva Nelius, 5b

Phänomenta

Am Wandertag sind wir, die Fünftklässler, nicht wandern, sondern in die „Phänomenta“ gegangen. Das ist kein normales Museum, sondern eine Ausstellung vieler Experimente, wo man physikalische Phänomene selbst entdecken kann.  

Am Anfang haben wir uns alle versammelt und eine Mitarbeiterin erklärte uns das Wichtigste, z.B., dass man natürlich nichts kaputt machen dürfe, da andere Besucher auch noch an die Geräte möchten. Danach sind wir in kleinen Gruppen von 2 bis 6 Personen los gegangen. Es gab viele verschiedene Stationen zum Anfassen, Ausprobieren und Selbermachen. An einer Station sollte man einen Stern nachzeichnen, wobei man dabei in mehrere Spiegel schauen musste, damit man wusste, wo es beim Zeichnen entlang ging. Das erforderte viel Konzentration, weil einen die Spiegelungen irritierten.  

Bei einer anderen Station konnte man fliegen – aber nicht so ohne Weiteres! Zwei große Spiegel bildeten zwei Wände. Hielt man sich an dem ersten Spiegel fest, so konnte man das rechte Bein heben, während das linke noch auf dem Boden stand – und schon flog  das Spiegelbild! Etwas weiter standen verzerrende Spiegel: mal hatte man einen großen, langen Kopf, im nächsten Moment hatte man ganz lange „Gorillaarme“.  

Im Keller befand sich eine „Schattenwand“. Ein Blitz – und schon konnte man sich seinen Schatten wie ein Bild auf der Wand betrachten! Die Schattenwand besaß nämlich eine lichtempfindliche Schicht. Es gab auch noch einen weiteren „Saal des Lichtes“ , in dem man verschiedene Experimente mit Licht durchführen konnte, z.B. mit Spiegeln Licht umlenken, mit Grundfarben neue entdecken, Partnerversuche mit Beleuchtung und einer Glasscheibe als durchlässigem Spiegel.

Im Obergeschoss gab es den „Raum der Ruhe“. Wenn man dort sprach, war es trotzdem schön ruhig, da keine weiteren Geräusche von außen hineindrangen. Der Raum war mit bestimmten, schallschluckenden Materialien ausgekleidet. 

An einer anderen Station befand sich eine sich drehende Scheibe mit vielen Löchern. Hielt man einen Schlauch, aus dem Luft herausströmte, vor die Scheibe, so konnte man verschieden hohe Töne erzeugen. Je näher man den Schlauch in die Mitte schob, desto höher wurde der erzeugte Ton.  In der Nähe konnte man seine Gehör testen. Einer setzte sich auf einen Klotz und hielt sich einen „Hörschlauch“ mit Trichtern am Ende an beide Ohren. Ein Partner klopfte mit einem Holzstab auf die Röhre, mal mehr rechts, mal mehr links. Allein durch Hören konnte man herausfinden, wo der Partner geklopft hatte, ja sogar, ob er genau die Mitte traf. Beeindruckend was auch ein Flüsterrohr, mit dem man sich über mehrere Meter Entfernung sogar um Kurven herum unterhalten konnte. Der Schall wurde einfach durch das Rohr weiter geleitet.

Strom selbst erzeugen – in der Phänomenta war das möglich. Setzte man sich auf ein Art Fahrrad und trat heftig in die Pedale, konnte man eine Eisenbahn zum Fahren, verschiedene Lampen zum Leuchten und sogar einen Fernseher in Betrieb setzen. Zur Belohnung sah man sich beim Abstrampeln zu! Auch für „Brückenbauer“ war eine Station sehr interessant. Aus einfachen Holzklötzen konnte man eine Brücke bauen, ohne Hammer und Nagel. Richtig als Bogen zusammengesetzt hielt sie sogar einen Erwachsenen aus, der darüber lief!

Natürlich war das nicht alles, man könnte noch viel mehr berichten. Aber gehe doch mal selbst dorthin und probiere es aus. Du wirst sehen, es macht sehr viel Spaß!