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Unicef-Projekt Vietnam im Erkundeunterricht der 7a und 7c      

Klassen 7a und 7c verkaufen Kuchen für UNICEF

Am Montag, dem 27. September 2004, konnten sich die Klassen 7a und 7c über Expertenbesuch im Erdkundeunterricht freuen: Christine Taylor von der UNICEF-Arbeitsgruppe Lüdenscheid, die im März und April 2004 zahlreiche UNICEF-Projekte in Vietnam besuchte, gestaltete eine Doppelstunde Erdkundeunterricht der Klassen 7a und 7c.

Einer Einladung der Erdkundelehrerin Frau Hoefeld folgend, informierte sie zu Beginn über UNICEF und das Leben in Vietnam – ein Land so groß wie Deutschland mit ungefähr der gleichen Bevölkerungszahl. 41% der Menschen sind jedoch unter 18 Jahren und in vielen Regionen haben nur 4 von 10 Menschen Zugang zu sauberem Wasser und nur 3 von 10 eine Toilette.  Jedes zweite vietnamesische Kind gilt als mangelernährt.

Das Hauptthema, zu dem die Referentin sich äußerte, waren Wasserprojekte in Vietnam mit dem Schwerpunkt auf dem zentralen und nördlichen Hochland, wo viele ethnische Minderheiten leben. In Vietnam gibt es ca. 54 ethnische Minderheiten.

Im zentralen Hochland muss das Bewusstsein für Hygiene erst noch bei der Bevölkerung werden. Im nördlichen Hochland ist hingegen durch die Arbeit von UNICEF schon viel erreicht worden. Beispiel: das Dorf, in dem das Mädchen Phuong lebt. Phuong ist  14 Jahre alt und gehört zur ethnischen Minderheit „Dao“. Sie besucht die Schule und kann bereits gut lesen und schreiben. Dies können auch schon einige der Mütter im Dorf, die als Motivatoren fungieren – sie haben schon einen eigenen Wasserbehälter am Haus und eine Toilette im Garten und klären andere Dorfbewohner über die Notwendigkeit von persönlicher Hygiene auf.

2 m² Wasserbehälter versorgt eine Familie mit Wasser. € 17 ermöglichen es, so einen Behälter bereitzustellen

Ein anderes Beispiel ist Toan, ein ca. neunjähriger Schüler, der in der einfachen Dorfschule in Hoa Puh im zentralen Hochland Unterricht hat. Er lebt in einem Pfahlhaus mit einer Wasserentnahmestelle für ca. 10 Familien. Die Tiere leben direkt am Haus, was natürlich eine Infektionsgefahr darstellt und häufig zu Durchfallerkrankungen wegen des verschmutzten Wassers führt. In Toans Dorf benutzen nur drei von zehn Menschen überhaupt irgend eine Form von Toilette.

Toan im Klassenzimmer

Daneben wurden die Schülerinnen und Schüler des Scholls aber auch über die Arbeit von UNICEF in Vietnam informiert und lernten als wichtigste Ziele kennen:

  • Hilfe zur Selbsthilfe

  • Bewusstsein für Hygiene fördern (über Aufklärungsprogramme und die Schulen)

  • Mitarbeiter und Motivatoren vor Ort schulen

  • Bevölkerung in die Programme miteinbeziehen

UNICEF setzt realistische Ziele – bis Ende 2005 möchte UNICEF 60% der Bevölkerung in den ländlichen Regionen mit sauberem Wasser  und 50% der Bevölkerung in den ländlichen Regionen mit Toiletten versorgen.