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Gymnasium: Verteilung ohne Losverfahren

WR v. 06.03.2006 Die Gymnasien stehen weiter hoch im Kurs, die Realschulen bleiben in der Gunst der Eltern stabil, die Hauptschulen verzeichnen weniger Zuspruch: Das ist die vorläufige Bilanz nach dem Abschluss des Anmeldeverfahrens zu den weiterführendehn Schulen in der Bergstadt.

Die vielleicht wichtigste Nachricht für die Schüler und Eltern, die bei den Gymnasien zur Anmeldung waren: "Wir wollen versuchen, dass es nicht zum Losverfahren kommt", kündigte Schulleiterin Antja Malycha vom Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) am Samstagmittag an.

Morgen findet ein Treffen der Rektoren statt, bei der die Verteilung der Schüler im Mittelpunkt steht. Der Lösungsansatz: die Individuallösung beim Blick auf den jeweiligen Zweitwunsch. Denn: Nicht alle, die sich am GSG angemeldet haben, werden dort auch unterkommen können.

Den meisten Zulauf bei den drei Gymnasien verzeichnete nämlich das Geschwister-Scholl-Gymnasium am Staberg: 137 Anmeldungen (2005: 92) liegen im Sekretariat vor.

Diese Zahl entspreche "dem Wahlverhalten der letzten sechs Jahre", berichtete Schulleiterin Malycha: Das GSG verzeichnet im Wechsel Zuspruch und Rückgang. In diesem Jahr muss das GSG wieder Schüler an die anderen Gymnasien abgeben. Drei Eingangsklassen sind für das kommende Schuljahr sicher. Für die Jahrgangsstufe 11 und damit für den Eintritt als Seiteneinsteiger in die gymnasiale Oberstufe haben sich 57 Schüler entschieden.

Am benachbarten Zeppelin-Gymnasium haben sich 65 Schüler/innen angemeldet (2005: 94). "Das ist vergleichsweise wenig", urteilte Rektor Dr. Stefan Werth, der mit drei Klassen 5 plant. 14 Schüler/innen möchten in die Jahrgangsstufe 11 einsteigen: "Die Zahl haben wir erwartet", so Werth. Ein "vernünftiges Kursangebot" für die Oberstufe sei gesichert, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit der beiden Staberger Gymnasien.

Das Bergstadt-Gymnasium verzeichnet 123 Anmeldungen (2005: 110) für die Klassen 5. "Damit sind zwei Musikklassen gesichert", freute sich Schulleiter Jürgen Kordt über den höheren Zuspruch als im letzten Jahr. Das BGL plant, fünf Eingangsklassen einzurichten.