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Staberger suchen Weg aus Abisturm-Krise

 

WR v. 20.06.07 Die Staberger Gymnasien wollen im nächsten Jahr eine schöne, würdige Feier ihrer Abiturienten für alle Schüler erleben. Darauf verständigten sich gestern leitende Lehrer und Schülersprecher im Rahmen eines Meinungsaustauschs. Zu ihrem spektakulären Verbot standen die beiden Staberger Schulleiter Antje Malycha (Geschwister-Scholl-Gymnasium) und Dr. Stefan Werth (Zeppelin-Gymnasium) allerdings unverändert: "Einen Abisturm in dieser Form wird es nicht mehr geben", das hätten Schul- und Lehrerkonferenzen bestätigt, so Antje Malycha.

Am Dienstag letzter Woche seien 40 Kästen Bier "von einem privaten Reiseveranstalter" aufs Schulgelände geschmuggelt und in kürzester Zeit in Umlauf gebracht worden. Von dieser illegalen Aktion habe die Schulleitung nichts gewusst. "Das konnte gar nicht gut gehen", sagte die Scholl-Chefin.

Inzwischen hätten sich die Abiturienten aber entschuldigt, das haben wir auch angenommen", betonte Dr. Stefan Werth, der sich vor allem darüber freut, dass sie sich bereit erklärt haben, bei den Vorbereitungen für die nächste Abiturfeier mitzuwirken. Er sei zuversichtlich, dass nach den Ferien gemeinsam eine Lösung gefunden wird. Möglicherweise wird es ja 2008 einen "Abigag" mit Angeboten für die Kleinen an Stelle des Abisturms geben, der vor allem wegen des hohen Alkoholpegels und fehlenden Programmangebotes in Misskredit geraten ist.

"So schlimm war es gar nicht", meinte "Zepp"-Schülersprecher Robin Middelhoff. Nicht viel anders als früher sei die Aktion über die Bühne gegangen, deshalb halte er einen "kontrollierten" Abisturm auch mit Bier weiterhin für machbar.

Da sei schon etwas schief gelaufen, sagte dagegen Lilian Moesch, Jahrgangsstufensprecherin der 12 am "Scholl". Sie könne beide Seiten verstehen, auch das Verbot durch die Schulleitung, und empfahl, aus Fehlern zu lernen.

Von den Erfahrungen an der Gesamtschule berichteten Oberstufenleiter Ulrich Pleuger und Björn Schildknecht, Jahrgangsstufensprecher der 12. Alkohol sei generell das zentrale Problem, das man an der Gesamtschule mittlerweile aber im Griff habe, sagte Pleuger, der auch das in den letzten Jahren stark reduzierte Programm bemängelte. "Ein kleines Programm für die kleinen Schüler wäre schon schön."