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Ab 14 darf man fliegen

LSV Hegenscheid organisiert Projekt für Gymnasiasten aus Altena und Lüdenscheid

Zum Bericht der WR

LN vom 20.06.07 Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Gymnasiasten zum Beispiel - dann nämlich, wenn endlich die Schleppleine über das Flugfeld gezogen und am zweisitzigen Schulflugzeug des LSV Hegenscheid befestigt ist. Die Luftsportler schlugen in diesen Tagen zwei Fliegen mit einer Klappe und boten Schülern sowohl des Burggymnasiums als auch des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Lüdenscheid die Gelegenheit, während der Projektwochen der beiden Schulen den Luftsport kennen zu lernen. Mit von der Partie: Mitglieder der Schülerfluggemeinschaften, die es sowohl in Altena als auch in Lüdenscheid gibt und mit denen der Verein kooperiert.

"Wir haben da schon eine enge Auswahl getroffen", erklärt Michael Haferberger. Der Altenaer ist nicht nur Lehrer am "Scholl", sondern auch Mitglied des LSV und dort in der Jugendarbeit engagiert. Es sei durchaus Ziel solcher Projekte, junge Menschen fürs Fliegen zu begeistern und damit auch für die Mitgliedschaft im Verein, ohne die der Sport praktisch nicht auszuüben ist. Deshalb waren die Schüler auch am Wochenende beim normalen Vereinsbetrieb willkommen, sie nahmen dieses Angebot auch an. Jetzt können sie überlegen, ob sie während einer einmonatigen "Schnuppermitgliedschaft" den Kontakt zum LSV vertiefen wollen.

Fliegen darf man schon a 14 Jahren - allerdings nur unter Aufsicht. Fluglehrer Karl-Heinz Osterberg nahm sich der Schüler an, saß im Flugzeug hinter ihnen. Start und Landung waren seine Sache, in der Luft überließ er aber den Anfängern das Steuer. Die hatten vor ihrem ersten Start gelernt, warum das Flugzeug eigentlich fliegt, welche Instrumente vorhanden sind und wie sie sich auf dem Flugfeld zu verhalten haben. Danach durften sie fliegen - so oft sie wollten - wenn nicht gerade wegen der Wetterlage der Flugbetrieb eingestellt werden musste. Das war zum Beispiel am Freitag der Fall.

Mit von der Partie war auch Lukas Altenheiner. Er fand letztes Jahr über solch eine Projektwoche den Weg zum Segelflug - inzwischen ist er so weit, dass ihm der Fluglehrer den ersten Alleinflug in einem Einsitzer gestattet hat. Abgeschlossen ist seine Ausbildung damit noch lange nicht: Die Pilotenschein-Prüfung kann er nach einer umfassenden Theorieausbildung, 25 Flugstunden mit 60 Starts und einem 50-Kilometer Strecken-Alleinflug ablegen.