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Austausch mit St.-Quentin 2006

von Lisa Cramer

Montag, 13. November 2006 - Montagmorgen um 9.30 Uhr startete der Bus an der Haltestelle Geschwister-Scholl-Gymnasium in Richtung St.-Quentin. Nach einem kurzen Stopp in Belgien und einigen lustigen Stunden im Reisebus kamen wir um 15.30 Uhr am Henri Martin an. Nach kurzer Wartezeit in einem extra für uns bereitgestellten Raum wurden wir von unseren neuen oder alten Korrespondenten abgeholt. An diesem Tag stand dann nichts Besonderes mehr auf dem Plan, weil wir erst mal in unserer neuen Familie ankommen, und diese kennen lernen sollten.

Dienstag, 14. November 2006 - Von 8 bis 9 Uhr hatten wir Unterricht mit unseren corres, dann mit Herrn Henkel (ZGL) und Frau Göbelsmann-Reinhold (ZGL), die uns in der ersten Woche begleiteten. An diesem Tag bildeten wir mehrere Gruppen. Eine bearbeitete die Rede, die Dominik und Lisa am Mittwoch im Rathaus vor dem Bürgermeister, den Lehrern, den Korrespondenten und den Deutschen vortragen sollten. Die anderen Gruppen erarbeiteten verschiedene Sehenswürdigkeiten in Paris, die wir am Donnerstag besichtigen wollten. Fast der ganze Tag wurde für diese Projekte genutzt, doch ein bisschen Zeit blieb uns noch und wir gingen gemeinsam in die Stadt.

Mittwoch, 15. November 2006 - Am Mittwoch wurde uns wieder von 8 bis 9 Uhr vor Augen gehalten, wie der Unterricht an französischen Schulen abläuft. Danach sammelten wir uns mit unseren anderen deutschen Freunden auf dem Schulhof und gingen gemeinsam zum Rathaus von St.-Quentin, wo wir die deutschen Schüler trafen, die auf der anderen französischen Schule, dem Collège Gabriel Hanotaux, einen Korrespondenten gefunden hatten. Dominik und Lisa hielten ihre Rede mit großem Erfolg und für diesen Tag war der offizielle Teil des Austausches vorbei und der Nachmittag konnte für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Viele Deutsche gingen an diesem Tag früh ins Bett, da am nächsten Morgen um 6.31 Uhr der Zug nach Paris am Bahnhof St. Quentin abfahren würde.

Donnerstag, 16. November 2006 - Wie gesagt: um 6.31 Uhr fuhr der Zug los. Unsere Lehrer hatten uns aber nahe gelegt, eine Viertelstunde früher da zu sein. Also standen um Viertel nach sechs 27 sich noch im komatösen Zustand befindende Jugendliche am Bahnhof.

Drei Stunden später standen wir, so ziemlich wach, vor dem Eiffelturm. Leider wollten nicht alle bis nach oben, doch das wurde von guten Freunden verhindert, also sahen alle Paris von ganz oben. Später fuhren wir mit der Metro, was trotz ein paar Schwierigkeiten mit den Magnetstreifen gut funktionierte. Nach der ersten Fahrt kamen wir am Triumphbogen an und machten dort viele Fotos. Dann gaben uns die Lehrer ein bisschen Zeit zum Shoppen und Essen. Manche hatten in Paris nichts Besseres zu tun als zu McDonalds zu gehen und dort zu essen. Aber wenn man weiß, dass das Essen schmeckt, dann ist auch das in einer Stadt der Kulinessen erlaubt.

Danach ging’s wieder ab in die Metro, und mit dieser zum Louvre, wo wir uns die beiden Pyramiden ansahen, und dann bis zum Notre Dame liefen, wo wir wieder eine halbe Stunde Zeit hatten um alles zu erkunden und uns gegebenenfalls etwas zu kaufen. Als Letztes besichtigten wir eine Basilika, aber nur von außen. Später gingen wir in eine kleine Gasse, die hinter der Basilika liegt und die bekannt ist für ihre viele Maler, die sich regelrecht bei uns anbiederten.

Um 17.37 Uhr ging unser Zug zurück nach St. Quentin. Leider gab es ein Problem mit der Reservierung unserer Plätze und am Ende saßen wir alle im ganzen Zug verteilt, doch zum Glück konnten einige Leute relativ nahe beieinander sitzen und so wurden es noch lustige zwei Stunden.

Freitag, 17. November 2006 - Am Freitag fuhren wir um 10 Uhr nach Peronne in ein Museum, das Reliquien und die Geschichte der Jahre 1914-1918 ausstellt. Aber bevor wir mit der Geschichte begannen, aßen wir erst einmal gemütlich in einem Kellerloch. Also zumindest sah es so aus. Danach tauchten wir in die Geschichte des Ersten Weltkrieges ein. Drei Stunden später fuhren wir wieder in die Schule zurück. Später hatten ein paar Franzosen noch Schule bis sechs Uhr, also gingen wir noch einen Kakao trinken.

Samstag, 18. November 2006 - Morgens trafen wir uns mit unseren Lehrern, die am Sonntag wieder nach Lüdenscheid zurückfahren würden. Wir gingen gemeinsam auf den Markt, wo einige Austern probierten. Später gingen wir noch alle mit zwei Franzosen, einen Kakao trinken und redeten über die erste Woche in Frankreich.

Sonntag, 19. November 2006 - Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Familie. Während die einen ganz ruhig zu Hause blieben, waren die anderen auf Achse und zum Beispiel im Disneyland.

Montag, 20. November 2006 - Eine Woche waren wir nun schon in dem Land des Baguettes, und am Montag stand  nun eine Rallye auf dem Programm für die wir ca. 90 Minuten Zeit hatten. Schwerpunkte dieser Fragebögen waren die beiden Schulen und ihre Geschichte.

Dienstag, 21. November 2006 - Die erste Aktivität mit den Korrespondenten war eine Besichtigung des Notre Dame in Amiens. Dort wurden uns die Geschichte des Christentums und das Martyrium einzelner Menschen näher gebracht.

Nach diesem Geschichtsunterricht erfuhren wir noch etwas über Cidre, einen Apfelwein, der in der Picardie hergestellt wird. Auch der Apfelsaft ist dort sehr lecker, wie wir selber testen konnten.

Mittwoch, 22. November 2006 - Dieser Tag stand unter dem Stern des Sportes, und unser Sportlehrer Herr Schmidt nahm sich das sehr zu Herzen, indem er uns ein Badmintonturnier organisierte, dass eigentlich auch ganz lustig war, vor allem als alle Gruppen fertig mit Spielen waren, und wir dann Doppel oder im Sitzen spielten. Nachmittags waren wir wieder mit unseren "corres" zusammen, da die um 12 Uhr Schule aus und damit den restlichen Tag frei hatten.

Donnerstag, 23. November 2006 - An diesem Tag standen zwei völlig verschiedene Aktivitäten auf dem Plan. Zuerst besichtigten wir die Basilika in St.-Quentin, dann nachmittags den Fort de Guise, ein Schloss. Abends packten die ersten schon ihre Koffer, da am nächsten Tag die Abreise stattfinden würde.

Freitag, 24. November 2006 - Heute war es so weit: Die Koffer mussten gepackt und die Familien verabschiedet werden. So tränenreich war kaum ein Abschied, so sehr tat uns die schnell wachsende Entfernung weh. Und doch war das kein Abschied für immer, da im März die Franzosen zu uns kommen werden und es sicher auch Leute geben wird, die im nächsten Jahr wieder mit ihren "corres" am Austausch teilnehmen wollen. Also freuen wir uns alle auf den März nächsten Jahres und denken an die schönen Tage in St.-Quentin.