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Kursfahrten 2007 - Studienfahrt nach Prag 

Am 13.08 ging es mit zwei Bussen los in Richtung Prag. Gut gelaunt und voller Vorfreude vergingen die Stunden bis zur Grenze recht zügig, bis wir dort knapp eine Stunde auf die Durchfahrtsgenehmigung warten mussten. Als wir dann gegen 18.30 Uhr am Hotel ankamen, waren wir alle froh, die Busse zu verlassen. Das Hotel, mitten im Industriezentrum gelegen und sehr „zentral“ (nur 15 Minuten  Busfahrt), gefiel uns im Großen und Ganzen trotz der Lage und des Essens ganz gut; die Zimmer waren sauber und größtenteils relativ groß.

Nach unserem ersten Abendessen hieß es dann, die Umgebung zu erkunden (was nicht sehr lange dauerte), woraufhin wir uns alle wieder gegenüber an der Tankstelle trafen, die zu unserem Stufentreffpunkt wurde. Nach langen Partynächten oder auch nach den reichhaltigen Abendessen war sie rund um die Uhr für uns geöffnet.

Der erste Tag war direkt gut durchgeplant. Von 09.00 bis 19.00Uhr Stadtführung und Besichtigung. Unsere Führerinnen "rannten" mit uns in 6 Stunden durch halb Prag, zeigten uns historische Gedenkstätten (z.B. den Jüdischen Friedhof), führten uns durch alte Gebäude und informierten uns über alles, was wissenswert ist. Zu Fuß durch Prag, angeführt und "gescheucht" von einem gelben und lila Regenschirm; daran werden wir uns noch lange erinnern!

Den Rest des Tages verbrachten wir, wie die meisten Nachmittage, in der Stadt, in kleinen Cafés oder Bars, beim Bummeln und Shoppen. Am Mittwochvormittag führten uns die Regenschirme auf die Prager Burg, wo wir uns dann am Ende von ihnen trennen mussten. Der Abend stand unter dem Motto Disco Night in der größten Disco Europas, wo wir alle (inklusive Lehrer!!!) die Nacht durchtanzten und feierten. Unser Durchhaltevermögen wurde durch den Gedanken, dass der nächste Tag zur freien Verfügung stand und wir beim Frühstück nur anwesend sein mussten, bestärkt und somit verschliefen einige bis zum Nachmittag, die Munteren unter uns fuhren bereits mit dem Bus um 11 Uhr in die Stadt. Diesen eher ruhigeren Tag wollten wir eigentlich gemütlich mit einem Kursabend abschließen, der jedoch nicht ganz so „trocken“ verlief, wie erhofft: der Kellner aus dem äußerst gemütlichen und einladendem Pub um die Ecke (die einzige Lokalität, die zu Fuß zu erreichen war), schaffte es, ca. 6 Liter Bier über drei Schüler zu vergießen. Somit ging dieser Tag schnell zu Ende.

An dem letzten Tag unseres Aufenthaltes besichtigten wir Theresienstadt. Der Anblick der 30.000 Grabsteine und die Führung durch das ehemalige Konzentrationslager, prägte uns alle am meisten. Tiefe Trauer, Mitgefühl, Scham und Verständnislosigkeit kamen in uns hoch. Doch das, was wir an diesem Tag erlebten und erfuhren, ist nicht in Worte zu fassen.

Den restlichen Verlauf des Tages verlief demnach ruhig ab, bedrückt und geprägt von der Führung. Den Abend verbrachten wir unterschiedlich, die meisten von uns holten dann ihre Schlafdefizite im Bus auf der Rückfahrt nach.

Alles in Allem war es eine nette, lustige und fitthaltende Kursfahrt. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle unsere Lehrer, die diese Fahrt für uns wirklich gut geplant sowie spannend und lustig gestalten haben. 

Saskia Buhl, Jahrgangstufe 13