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Austausch mit Saint-Quentin - Je ne comprends pas!

von Linda Hoffmann (ZGL)                                                         Programm 2007

Ich verstehe nicht! - Das haben sich sicher einige der sechsundzwanzig Schüler des Zeppelin-Gymnasiums und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums gedacht, als sie am 12.11.07 in Saint-Quentin ankamen und zum ersten Mal auf ihre französischen Austauschpartner trafen. Ein neues Land, eine neue Stadt, eine neue Schule und vor allem andere Leute und eine andere Sprache. Für die meisten war diese Situation ziemlich ungewohnt. In Gastfamilien oder im Internat untergebracht, hatten sie zehn Tage Zeit, den französischen Alltag und die Umgebung kennen zu lernen.

Ein interessantes Programm mit und ohne französische Austauschpartner stand auf dem Plan: ein herzlicher Empfang in der Schule und im Rathaus, ein Holzschuhmuseum, in dem man sehen konnte, wie Holzschuhe angefertigt werden, und eine alte Druckerei, in der noch heute Zeitungen so hergestellt werden wie früher. „Aber ich habe Höhenangst!“, meinten einige, als sie die schmalen Steinstufen der Wendeltreppe in der Basilique, einer Kirche in Saint-Quentin, hinaufstiegen, um von dort oben über die Stadt sehen zu können. Aber nicht nur der Ausblick über Saint-Quentin war interessant, auch über die Geschichte der Stadt erfuhren sie einiges.

„Ich hatte mich so auf Paris gefreut, aber das fällt ja jetzt leider aus“, sagte ein Schüler aus der 8. Klasse vom Zepp, als verkündet wurde, dass der Ausflug nach Paris gestrichen werden müsse - wegen des Bahnstreiks. Die Enttäuschung war offensichtlich. Auch der ursprünglich geplante Besuch im Schmetterlingsmuseum fiel aus, wofür jedoch ein passender Ersatz gefunden wurde, der die Stimmung wieder aufhellte. Ein Tag im Disneyland Paris! Da der Freizeitpark ein wenig außerhalb von Paris liegt, war er gut mit dem Reisebus zu erreichen. Auch der Tag am Meer mit einem Besuch im Nausicaa, einem Aquazoo, war ein Erfolg.

Neben dem geplanten Programm mit den anderen deutschen und manchmal auch französischen Schülern stand es den Gastfamilien frei, wie sie das Wochenende gestalteten. Am Montag ging es dann erst einmal wieder in die Schule, das Collège und Lycée Henri Martin in Saint-Quentin. Dort besuchten die Schüler der 8., 9. und 10. Klasse erst zusammen mit den französischen Austauschpartnern den Unterricht und hatten dann bei Lehrern vom Zepp und Scholl, die den Austausch begleiteten, Unterricht, um nicht zu viel von dem Stoff, der in der Zwischenzeit in Lüdenscheid an den Schulen durchgenommen wurde, zu verpassen.

Für manche vergingen die zehn Tage viel zu schnell und sie wären gerne noch eine Weile länger geblieben. Die meisten jedoch freuten sich, wieder nach Hause zu fahren, um die eigene Familie und Freunde wiederzusehen. Im März werden die französischen Austauschpartner nach Lüdenscheid kommen und das deutsche Leben kennen lernen.