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Schülern schmeckt es wie bei Muttern

   

WR vom 24.10.2007 - Hunderte Brötchen müssen die Eltern des Cafeteria-Vereins schmieren. Auch Sitzgelegenheiten gibt es in der neuen Cafeteria, die sich in einem Vorraum der Aula befindet. Knackiger Salat gehört ebenso zur Speisekarte - schließlich setzt sich der Cafeteria-Verein für gesunde Kost ein. Lange Schüler-Schlangen bildeten sich gestern zur Eröffnung der Cafeteria - jeder wollte das Speiseangebot selbst probieren.

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Die Schüler hatten es satt. Besser gesagt, sie hatten es satt, nicht satt zu sein. Denn wenn der Unterricht auch mal bis zwei Uhr dauerte, dann knurrte ihr Magen. Entweder mussten dann die guten alten Butterbrote herhalten oder die Jugendlichen gingen in die Stadt, um dort für teures Geld ungesund zu essen.

Nicht nur den Pennälern schmeckte dieser Zustand überhaupt nicht: Auch den Eltern machte die Versorgung ihrer Sprösslinge Sorgen. Kurzum gründeten sie darum im Juni einen Cafeteria-Verein.

"Wir wollten, dass die Schüler gesundes und preiswertes Essen bekommen", sagt Veronique Leitgeb, Mitglied des Vereins und Mutter zweier Schüler.

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Ein fremder Pächter, der Speisen anbietet, war den Eltern jedoch nicht genug. Also entschlossen sie sich, die Cafeteria selbst zu pachten. "Damit wir Preise und Auswahl der Gerichte selbst bestimmen können."

So richteten sie mit Unterstützung der Stadt im Vorraum der Aula eine Küche mit Thekenbereich und vielen Sitzgelegenheiten ein. Der Clou: Finden Veranstaltungen in der Aula statt, können die Tische und Stühle schnell zur Seite geräumt werden.

Insgesamt 40 Elternteile belegen nun viermal in der Woche Brötchen, kochen warme Gerichte oder schälen Früchte für den Obstsalat - die Zutaten sind natürlich jeden Tag frisch. In zwei Schichten à fünf Personen wollen die Ehrenamtlichen die Zubereitung und Ausgabe stemmen.

Wie anstrengend dies mitunter sein kann, zeigte sich schon gestern Mittag: Sämtliche Schüler aller Stufen stürmten die neue Cafeteria, um sich einen Snack zu holen. Das Gesamturteil der Probanden: "Lecker."

"Die Schule freut sich sehr über das Engagement der Eltern, diese Cafeteria einzurichten", sagt Schulleiterin Antje Malycha. Noch mehr Engagement ist übrigens erwünscht: Die Elternschaft sucht noch Freiwillige, die sich bereit erklären, ab und zu mal eine Schicht in der Cafeteria zu übernehmen. Auch Großeltern sind herzlich willkommen. Vielleicht können sie sogar die ein oder andere Rezeptidee mitbringen.