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"Ein Wettbewerb ging ins Auge"

Vier Tage bio-logisch Schülerakademie aus Sicht eines Teilnehmers 

 

Was ist “Bio-Logisch”?

Bio-logisch ist ein Landesweiter Wettbewerb zum Thema Biologie für die Jahrgangsstufen 5-10.

Im Frühjahr wird eine Liste mit 6 Forschungsaufgaben zu einem bestimmten Thema veröffentlicht. Dieses Jahr hieß das Thema: “Ins Auge gehen”. Aufgaben 2007

In unserer Schule hatten wir die Möglichkeit an drei Forschungsnachmittagen unter Leitung und Aufsicht von Frau Greiten die Experimente im Bio Raum unserer Schule durchzuführen. Am Ende schreibt dann jeder Schüler selbständig seinen Forschungsbericht, der eingesendet wird. Alle Arbeiten werden anschließend von einer Jury durchgelesen und bewertet. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin bekommen eine Urkunde per Post zugeschickt. Die besten 20 jeder Altersgruppe werden zudem zu einer Feierstunde eingeladen, die im Museum Alexander König in Bonn stattfindet. Die Besten 10 jeder Altersgruppe werden zu einer viertägigen Schülerakademie eingeladen, die mit der Feierstunde ausklingt.

Veranstaltet wird dieser Wettbewerb vom Land Nordrhein-Westfalen und der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, die das Projekt finanziell unterstützt.

Durchgeführt wird der Wettbewerb von Lehrern und Lehrerinnen, Mitarbeitern des Forschungsmuseums Alexander König und Mitarbeitern der Montag Stiftung.

Tag 1: Sonntag,16. September 2007

Nach dem ersten Kennenlernen im Hotel sind wir am Nachmittag mit Bus und S-Bahn zum nahe gelegenen Naturpark Siebengebirge gefahren.

Zuerst bekamen wir dort etwas über die Entstehung und die Besonderheiten des Siebengebirges erklärt und wanderten anschließend um einen der Berge des Siebengebirges. Bei dieser Führung konnten wir an manchen Stellen den einmaligen Ausblick genießen, an anderen Stellen wurde uns etwas erklärt und wir konnten uns somit auch zu einigen Themen weiterbilden.

Hier bekamen wir etwas über einige wild lebende Tiere erklärt.

Nach dem Abendbrot wurden wir von einer Theaterpädagogin, die auch Schauspielerin war, besucht. Der Titel des Kreativprogramms war “Augen zu und durch!”. Wir machten einige interessante Schauspielübungen zum Thema Vertrauen und zum spielen bestimmter Rollen. Ein Stück eingeübt haben wir jedoch nicht.

Tag 2: Montag,17. September 2007

Am zweiten Tag fuhren wir morgens mit einem Reisebus in das Kernforschungszentrum Jülich. Am Vormittag führten wir in einem Labor Experimente zum Thema “Gutes Ozon, böses Ozon” durch und lernten, dass Ozon sehr schnell mit anderen Stoffen reagiert und sowohl für Pflanzen als auch Tiere giftig ist. Die für die Menschen wichtige gute Eigenschaft dieses Gases ist aber: Es schirmt UV Strahlung ab und schützt so die Erde vor zu intensiver Sonneneinstrahlung. Nach dem Mittagessen besuchten wir ein Labor, in dem ein gigantisches Gerät zum Testen von Ozonsonden stand.

Gerät zum Testen von Ozonsonden Gerät zum Testen von Ozonsonden

Nachdem wir dieses Labor wieder verlassen hatten, fuhren wir mit den Exprimenten im Schülerlabor fort.

Als wir wieder in Bonn waren, taten wir nach dem Abendbrot etwas total unwissenschaftliches: Wir spielten UNO.

Tag 3: Dienstag,18. September 2007

Am dritten Tag der Bio-Logisch Akademie fuhren wir in das Museum Alexander König, zu dem auch ein Forschungsinstitut gehört, in dem am nächsten Tag die Feierstunde und die Preisverleihung stattfinden sollte. Zunächst erarbeiteten wir in Gruppen verschiedene Themenbereiche. Wir lernten etwas über Stereogramme, dass sind Bilder, die sich aus zwei einzelnen Bildern zusammensetzen und durch bestimmte Brillen betrachtet dreidimensional erscheinen. Anhand von Modellen und Bildern haben wir uns zunächst theoretisch mit dem Aufbau des Auges beschäftigt und dann die Retina von Forellenaugen mikroskopiert. Mit einem Elektrookulograph haben wir unsere Augenbewegungen aufgezeichnet.

Um die Augenbewegungen Mithilfe eines Computers zu messen, mussten an den Schläfen und an der Stirn der Testperson Elektroden befestigt werden.

Mit Hilfe einer kleinen Kamera, die direkt vor das Auge gehalten wurde, haben wir weitere Untersuchungen an unseren Augen vorgenommen. Mit anderen Experimenten zum Thema optische Täuschungen ging der Vormittag im Forschungsinstitut zu Ende.

Ein MikrotomNach einem Mittagessen in den Räumen der Villa des Herrn Montag teilten wir uns in drei Gruppen auf und bekamen eine Führung durch den Forschungsteil des Museums Alexander König, der Besuchern eigentlich nicht zugänglich ist. Dort besichtigten wir das DNA-Labor, ein Rasterelektronenmikroskop und ein Mikrotom (siehe Foto), einem Gerät, das dafür da ist, sehr kleine, in Kunstharz eingegossene Präparate in Scheiben von nur ein bis zwei Mikrometer Dicke zu schneiden, so dass man unter einem Mikroskop ihren Aufbau studieren kann.

Danach hörten wir noch einen Vortrag über Optische Täuschungen von Herrn Dr. Hartmut Böhm.

Am Abend erarbeiteten wir in Gruppen kurze Vorträge, die am nächsten Tag bei der Feierstunde vorgetragen werden sollten.

Tag 4: Mittwoch,1 9. September 2007

Am vierten und letzten Tag der Akademie fand die Feierstunde und die Preisverleihung statt.

Zunächst wurden die Teilnehmerzahlen in Statistiken dargestellt und einige Kuriositäten aus eingereichten Schülerarbeiten wurden gezeigt, zum Beispiel: Was bringt jemanden zum Heulen? Antwort: “Heulschnupfen”.

Bei der Preisverleihung

Es folgte die Vergabe der Urkunden und Sonderpreise an die Preisträger.

Mit einer Führung durch das Museum endeten die vier spannenden Tage der Akademie. Und die meisten freuen sich schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn das Thema heißt: “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.”